Fußball-B-Ligist GSV Breitenbrunn setzt auf Kompaktheit

Das Team aus dem Lützelbacher Ortsteil möchte nach zuletzt viel Verletzungspech und Rang sieben in der neuen Runde möglichst wieder im Aufstiegsrennen dabei sein.

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BREITENBRUNN. Zwei Angreifer der GSV Breitenbrunn rangierten nach der vergangenen Saison der Odenwälder Fußball-Kreisliga B weit vorn in der Torschützenliste. Für die Mannschaft reichte es aber insgesamt nur zu Platz sieben, obwohl das Team um Spielertrainer Maximilian Henkes sicher das Potenzial für mehr hätte.

Bis zur Winterpause lagen die Breitenbrunner noch auf Schlagdistanz zum Aufstiegsduo, lediglich vier Niederlagen musste die Mannschaft in 19 Spielen hinnehmen. Am Toreschießen lag es nicht, denn mit Kilian Orth (24 Treffer) und Philipp Greim (29) besaß die Mannschaft zwei treffsichere Stürmer, die mehr als die Hälfte der 87 Breitenbrunner Tore markierten. Probleme bereitete der GSV viel mehr enormes Verletzungspech: Wenn Leistungsträger wie Mirco Olt im zentralen Mittelfeld, Maximilian Henkes auf der Sechs, Innenverteidiger Dennis Flechsenhaar oder Torjäger Greim angeschlagen pausieren mussten, dann passte bei der Elf aus dem Lützelbacher Ortsteil vieles nicht mehr zusammen.

„Wir waren eigentlich anfänglich guter Dinge, wussten ja um die Spielstärke unserer Mannschaft. Aber dann lief es doch nicht so, wie es in Breitenbrunn viele hofften. Besonders nach der Winterpause hat unsere Mannschaft zu viel liegen gelassen. Aus den ersten fünf Spielen holten wir gerade mal zwei Zähler. Da war der Zug in Richtung Aufstieg längst abgefahren“, kommentiert Hans Peter Krall die entscheidende Phase der vergangenen Spielzeit. In den letzten fünf Spielen kassierte die GSV auch noch zwei unerwartete Niederlagen gegen Kinzigtal und Mümling-Grumbach II.

„Ansonsten waren wir ja zufrieden. Die Konkurrenz war groß, und gegen die Spitzenteams waren wir immer in der Lage zu punkten. So gelang es Aufsteiger TSV Hainstadt nicht, uns zu schlagen“, so Krall. Das Trainergespann Maximilian Henkes und Mirco Olt habe eine überzeugende Trainingsarbeit geliefert. „Was uns fehlt, ist die Breite im Kader. Eins, zwei gute Leute noch würden uns schon enorm weiterhelfen“, so der Breitenbrunner Sprecher.

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Im Mittelfeld verfügt die GSV mit Henkes, Tassilo Orth, Nico Greim und Mirco Olt über viel Erfahrung. „Dennoch haben wir es in der letzten Saison nicht geschafft, die Gegner genug unter Druck zu setzen, um weiter vorne zu landen. Den Gegner kontrollieren und durch Tempo unter Strom zu halten, da müssen wir wieder hin. Dann werden wir auch wieder ein Aufstiegskandidat“, analysiert Krall. Entscheidend wird auch sein, ob die Defensive besser steht, was aber nicht alleine an der Abwehrreihe liegt. Denn die ist mit Dennis Flechsenhaar und Thomas Kuschek in der Innenverteidigung gut aufgestellt, auf den Außen könnten es Riccardo Billinger, Nico Schmitt und Jannik Saul richten.

„Wir müssen versuchen, mit unserer personellen Situation umzugehen. Wir werden alles versuchen, wieder vorne anzugreifen, auch wenn wir aktuell keinen Neuzugang vermelden können. Wir setzen auf eine neue Kompaktheit, unseren Kampfgeist und die Mannschaftsleistung. Zumindest Maximilian Henkes konnten wir davon überzeugen, in Breitenbrunn seine Arbeit fortzusetzen“, informiert Krall. Drei ins Auge gefasste Neuverpflichtungen hätten sich allerdings zerschlagen. So läuft die Vorbereitung mit dem bisherigen Team, das mit einem 1:0 im Test gegen Hainstadt schon mal erfolgreich startete.