Folgen Taten auf die guten Vorsätze?

Wie wäre es denn mit dem ersten Auswärtssieg in dieser Saison? Die Spieler des SV Lörzenbach würden sich sicher darüber freuen, nicht mit leeren Händen am Sonntag aus Einhausen zurückfahren zu müssen. © Dagmar Jährling

Kreisoberliga: Besonders im Tabellenkeller ist die Mängelliste lang. Mitlechterns Trainer Ronny Sauer fordert mehr Einsatz, weniger Fehler. SV Fürth vermisst acht bis neun Punkte.

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BERGSTRASSE. BergstraßeRückrundenstart in der Fußball-Kreisoberliga, und noch vor Beginn des neuen kalendarischen Sportjahres haben einige Trainer gute Vorsätze gefasst. Erwartungsgemäß tun dies verstärkt die Übungsleiter jener Vereine, die hinten stehen.

Die KSG Mitlechtern verharrt seit sieben Woche auf dem drittletzten Platz, holte aber nach vier Niederlagen in Serie gegen Biblis einen Punkt. Trainer Ronny Sauer kommt zu der Erkenntnis: "Die Tabelle lügt nicht. Trotzdem müssen wir die Hinrunde abhaken und unsere Lehren daraus ziehen." Wie könnte der Start in eine erfolgreichere sportliche Zukunft aussehen? "Wir müssen mit mehr Einsatz eines jeden Spielers unser Glück einfach mal erzwingen." Abwehrfehler wie beim 2:2 gegen Biblis oder vergebene Chancen auf den Siegtreffer - all diese Mängel müssten minimiert werden. Den Neustart will der Drittletzte im Heimspiel gegen den VfL Birkenau wagen.

Den Vorsatz, endlich den direkten Abstiegsplatz zu verlassen, hat Giovanni Marino, Trainer der SG Azzurri/Olympia Lampertheim, nicht aufgegeben. Der Übungsleiter hat nach dem 2:5 gegen die SG Odin Wald-Michelbach auch die Erkenntnis: "Spiele gegen den Tabellenführer sind nicht die Spiele, die gewonnen werden müssen." Gleichwohl spielt Marino auf die richtungsweisende Heimpartie gegen den Zwölften FV Biblis an: "Der Gegner kann sich mit einem Punkt zufriedengeben - wir nicht. Jetzt sind wir zum Siegen verdonnert."

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Thorsten Schnitzer, Coach des Gegners FV Biblis, ist nach dem 2:2 gegen Mitlechtern entspannter, zumal mit Danny Osswald und Wolfgang Greiß zwei Aktivposten zurückkommen. Schnitzer beobachtete: "Der Biss und die Leidenschaft, die in den vergangenen Wochen fehlten, waren wieder da. Nun wollen wir mit dem Erfolg in Lampertheim den Abstand auf die Abstiegsränge auf sieben Punkte ausbauen."

Nicht von der Stelle kommt der Vorletzte SV Lörzenbach nach dem 0:6 in Unter-Abtsteinach. Nicht einfacher wird für den Aufsteiger die Hürde beim Fünften SSG Einhausen. Trainer Jan Schörling freut sich auf die Winterpause, blickt der Rückrunde trotz allem optimistisch hingegen. Denn mit dem Langzeitverletzten Robin Adler und Robert Kubitza (nach berufsbedingter Pause) stehen 2023 wieder gestandene Leistungsträger für den Abwehrverband zur Verfügung. Noch einmal 40 Gegentore soll es dann nicht geben.

Beim 1:0-Erfolg über den SV Fürth stellte Lampertheims Abwehrspieler Menges SV-Torjäger Ramadani kalt und hatte damit maßgeblichen Anteil am zweiten Sieg in Serie. Eine ähnliche heikle Aufgabe könnte Menges - wenn ihn sein Trainer Karl-Heinz Göbel darauf ansetzt - mit der Bewachung von Marcel Eckhardt haben. Dieser ist Toptorjäger des nächsten Lampertheimer Gegners FC Alemannia Groß-Rohrheim und erzielte alle Tore beim 5:0-Auftaktsieg. Frank Willhardt, Pressesprecher des TV Lampertheim, weiß: "Nach diesem Ergebnis haben wir einiges gutzumachen."

Nur ein Punkt aus drei Spielen - für den Neunten SV Fürth und Trainer Hamza Elezovic ist es höchste Zeit, die vergangenen Partien aufzuarbeiten. Elezovic: "Wir haben eine Mannschaftssitzung gehabt und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass wir mehr können." Hätte die Einstellung eines jeden in der Hinserie immer gestimmt, so mutmaßt Elezovic, wären acht bis neun Punkte mehr auf dem Konto. "Hochmotiviert" - so wünscht sich der Übungsleiter seine Grün-Weißen bei der SG Unter-Abtsteinach. Und Elezovic weiß: "Wenn die Konkurrenz patzt, kommen wir noch vor der Winterpause wieder nach oben."