Eintracht Bürstadt mit Last-Minute-Sieg

Luftduell: Mehmet Tutay von Eintracht Bürstadt (Mitte) im Kopfballduell mit dem Höchster Daniel Manschitz (in rot). Foto: Thosten Gutschalk

Gruppenliga: Bürstadt mit Lebenszeichen im Abstiegskampf. Dagegen erleidet der FC Fürth einen erneuten Rückschlag. FC 07 Bensheim verlängert seine Serie: neun Spiele ohne Sieg.

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BERGSTRAßE. (jz/eh/ü). In der Fußball-Gruppenliga hat Eintracht Bürstadt ein Zeichen im Abstiegskampf gesetzt – im Gegensatz zum FC Fürth, dessen Lage immer auswegloser wird. Die Negativserie des FC 07 Bensheim geht weiter: Das 1:4 beim SV Geinsheim war das neunte sieglose Spiel in Folge für die Nullsiebener.

SG Langstadt/Babenhausen – FSG Riedrode 6:0 (3:0). Die Niederlage sei einen Tick zu hoch ausgefallen, sagte FSG-Trainer Duro Bozanovic: „Wir hatten auch die ein und andere Möglichkeit, aber die SG war heute deutlich besser und hat verdient gewonnen“. Der FSG-Coach musste auf einige Stammspieler verzichten, darunter Leistungsträger wie Tomislav Tadijan, Klaudi Buraku, Sinisa Pitlovic und Oliver Schrah. Und dies machte sich im Spiel der Riedroder bemerkbar. „Kampf und Einstellung waren aber gut, viel besser wie vergangene Woche“, sagte Bozanovic. Doch unterm Strich erlaubten sich die Gäste in Summe dann doch zu viele Fehler, die von der starken SG-Offensive um Björn Schnitzer eiskalt bestraft wurden. „Aber kein Vorwurf an meine Mannschaft“, sagte Bozanovic, der fünf Spieler aus der A-Jugend im Aufgebot hatte.

Tore: 1:0 Sitter (5.), 2:0 Schnitzer (36.), 3:0 Felter (45.), 4:0 Sitter (46.), 5:0, 6:0 Schnitzer (85., 87.). – Zuschauer: 80. – Bester FSG-Spieler: Gara Hassan.

Eintracht Bürstadt – TSV Höchst 4:2 (1:1). In der Nachspielzeit fasste sich Kadir Kilic ein Herz, zog auf Höhe des Sechzehners per Direktabnahme ab und traf. Das Tor zum 3:2 in fast letzter Sekunde setzte Emotionen frei, die die Bürstädter so lange nicht mehr gesehen haben. Und weil es so schön war, setzte Youngster Yannick Münch sogar noch einen drauf mit dem 4:2-Endstand. So feierte Interims-Trainer Flamur Bajrami in seinem ersten Heimspiel die ersten drei Punkte. „Die Mannschaft hat bis zum Schluss daran geglaubt, das Spiel gewinnen zu können“, sagte Eintracht-Sprecher Christian Beckerle. „Und die Mannschaft wollte auch für den Trainer gewinnen“. Denn Bajrami sei mit Leidenschaft bei der Sache, und der Elan des Übungsleiters übertrage sich auf die Spieler. „Mannschaft und Trainer ergänzen sich gut – das ist eine gute Lösung für die Übergangszeit“, sagte Beckerle. Das sehenswerte Tor von Kilic war am Ende auch eine Erlösung, denn die Partie war spannend und umkämpft bis zum Schluss.

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Tore: 0:1 Maschnitz (11.), 1:1 Hüseyin Tutay (22.), 1:2 Seiler (74.), 2:2, 3:2 Kilic (78., 90. + 3), 4:2 Muench (90. + 5). – Zuschauer: 80. – Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rot für Belisha (90. + 4, Eintracht) wegen wiederholten Foulspiels. – Bester Eintracht-Spieler: Hüseyin Tutay, Kilic.

FC Fürth – FC Alsbach 0:1 (0:1). Der FC Fürth hat in den vergangenen Wochen immer wieder mit schwierigen Begleitumständen zu tun, auf und neben dem Platz. Das Verletzungspech, Corona und fragwürdige Schiedsrichter-Entscheidungen werfen das Team von Coach Daniel Pfeifer immer wieder aus der Bahn. Am Sonntag flog Mohamed Achraf Ben El Hadi El Messaoudi nach 25 Minuten mit Rot vom Platz. Begründung des Schiedsrichters: Tätlichkeit. Fürths Sportmanager Frank Ester sprach von einer völlig überzogenen Entscheidung: „Mir fehlen die Worte.“ El Messaoudi sei bei seinem Konter vom Gegenspieler gehalten worden. „Achraf wollte sich nur losreißen“. Der Schiedsrichter erkannte indes einen Schlag auf die Schulter seines Gegenspielers.

Ester gehen langsam die Antworten aus. „Irgendwann sollte jede Seuche einmal beendet sein“, sagte Ester. Denn auch gegen Alsbach habe sein Team wieder gut gespielt, viel Aufwand betrieben gegen weitgehend passive Gäste, die aber kurz vor Schluss den Pfosten trafen. Pech für Luca Sielmann: Der Fürther zog sich gestern einen Muskelfaserriss zu.

Tor: 0:1 Addona (43.). – Zuschauer: 100. – Beste Spieler: geschlossene Leistung beider Seiten.

SV 07 Geinsheim – FC 07 Bensheim 4:1 (1:0). „Wir waren zu zögerlich, haben viele Spielsituation zu spät erkannt, der Gegner war giftiger und effizienter“, fasste FC-07-Coach Andy Zehnbauer das Match zusammen. Im ersten Abschnitt lieferten sich beide Mannschaften ein Duell auf überschaubarem Niveau. Bevor die zweite Halbzeit richtig Fahrt aufgenommen hatte, war die Begegnung auch schon gelaufen. Mit einem Doppelpack innerhalb von drei Minuten stellen die Platzherren auf 3:0. Der FC 07 kam anschließend etwas besser in Schwung. Florian Budimir per Kopf und Justin Daum mit einem überhasteten Abschluss ließen gute Chancen liegen.

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Tore: 1:0 (38.), 2:0 Melchior (48.), 3:0 Celik (50.), 4:0 (71.), 4:1 Hanilce (88). – Schiedsrichter: Mujanovic (Offenbach). – Zuschauer: 60. – Beste FC-07-Spieler: keine