Bergsträßer Referees in der Spitze spitze

Der 20-jährige Clemens Riehl vom SV Zwingenberg rückt in die Gruppenliga auf. Foto: Privat
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13 Schiedsrichter aus dem Kreis pfeifen von Regional- bis Gruppenliga. Probleme gibt es aber an der Basis, da gibt es sorgenvolle Blicke in die Zukunft.

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BERGSTRASSE. (kar). In der Spitze spitze – dieses Prädikat darf erneut die Vereinigung der Bergsträßer Fußball-Schiedsrichter für sich in Anspruch nehmen. Zwei Unparteiische pfeifen in der Spielzeit 2020/21 in der Regionalliga, vier in der Hessenliga. Dazu bilanziert Obmann Karlheinz Dörsam (Birkenau) nicht ohne Stolz einen Aufsteiger in die Verbands- und zwei in die Gruppenliga, womit in diesen Klassen insgesamt 13 Bergsträßer zur Pfeife greifen. „Wir sind damit weiterhin eine der erfolgreichsten Vereinigungen in ganz Hessen“, so Dörsam.

Kevin Steinmann von der SG Gronau pfeift Verbandsliga

So wurde Kevin Steinmann (31, SG Gronau) für die Verbandsliga nominiert. „Nach seinem Aufstieg in die Gruppenliga 2015 hatte Kevin nun nach fünf Jahren das Glück des Tüchtigen“, so Karlheinz Dörsam, der darauf hinweist, dass der Gronauer eine „sehr gute erste Halbserie“ gepfiffen habe. In die Gruppenliga rückten mit Clemens Riehl (20, SV Zwingenberg) und Nicolo Fahrenholz (22, FSG Bensheim) gleich zwei Bergsträßer Talente auf. „Unsere Vereinigung ist nun fast in der Stärke einer Fußballmannschaft in dieser Klasse vertreten“, schmunzelt Öffentlichkeitsbeauftragter Jan Turinski. Denn neben den beiden Aufsteigern werden weiter Marco Bernert (29, TG Jahn Trösel) Bernhard Gahr (29, FC 07 Bensheim), Michael Herbert (31, SV Unter-Flockenbach), Jakob Hirschberg (25, FC Ober-Abtsteinach) Fabien Mink (28, TSV Reichenbach), Jannis Neher (19, TSV Hambach) und Jan Turinski (34, FC 07 Bensheim) in dieser Spielklasse angesetzt. Hessenweit ist die Bergsträßer damit in der Gruppenliga so stark vertreten wie kaum eine andere Vereinigung. „Einerseits ist dies ein Grund zur Freude, andererseits schauen wir auch mit ein paar Sorgen auf die Saison 2020/21“, so Marco Unholzer (Birkenau), der die für die Ansetzung der Schiedsrichterassistenten im Kreis Bergstraße zuständig ist: „Denn die vielen Schiedsrichter der Gruppenliga benötigen für ihre Spiele zwei Assistenten – und gerade hier kommen wir bei neun Gespannen schnell an Grenzen.“

In der Verbandsliga ist die Bergsträßer Vereinigung in der laufenden Saison mit drei Unparteiischen vertreten: Neben Aufsteiger Steinmann stehen Nikolas Czypull (23, TSV Reichenbach) und Joschka Pfeifer (27, FSV Rimbach) auf der Liste. Maximilian Rother (23, Griesheim) ist kurzfristig ausgeschieden, er zog berufsbedingt nach Niedersachsen und wechselt auch den Landesverband. Dafür steht Joschka Pfeifer im neu eingerichteten B-Kader der Hessenliga-Schiedsrichter und kann bei personellen Engpässen bereits in der Hinrunde Spiele in Hessens höchster Amateurklasse leiten. In dieser Klasse greifen normalerweise Marco Unholzer (29, VfL Birkenau), Simon Heß (31, Starkenburgia Heppenheim) und Simon Wecht (30, SV Fürth) zur Pfeife. In der Regionalliga dürfen weiter Christoffer Reimund (26, SV Zwingenberg), der im letzten Jahr erste, lehrreiche Erfahrungen in dieser Klasse sammeln durfte, und Cristian Ballweg (24, SKG Bickenbach) pfeifen. Ballweg ist zudem als Assistent in der Dritten Liga unterwegs.

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Komplettiert wird das Feld der Spitzenschiedsrichter von 15 Referees, die in der Kreisoberliga eingesetzt werden. Aus diesem Kreis wurde Nikola Rehak (18, FC 07 Bensheim) in den Förderkader der Region gemeldet.

Trotz aller Erfolge mahnt Obmann Dörsam: „Wir müssen die Basis im Auge behalten. Dort fehlen uns seit Jahren genug Schiedsrichter, um den Spielbetrieb problemlos unterstützen und aufrecht erhalten zu können.“ Dass der Neulingslehrgang im Januar aufgrund mangelnden Interesses ausfiel, hat die Vereinigung getroffen, viel schlimmer ist jedoch, dass dies keineswegs das erste Jahr ohne Lehrgang war. Kreislehrwart Simon Wecht sieht die Probleme kommen.