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20171101_Schulwahl.pdf

embeil.11 (schulwahl 2018) KREIS DARMSTADT-DIEBURG 11 Mittwoch, 1. November 2017 LANDKREIS DARMSTADT-DIEBURG – ÜBERGÄNGE NACH KLASSE 5 24,6 Schuljahr 2016/17* Förderstufe als Sprungbrett SCHULFORMEN Im Landkreis wird oft erst nach der sechsten Klasse gesiebt KOOPERATIVE GESAMTSCHULE Mehr Praxis, mehr Forschen DR.-KURT-SCHUMACHER-SCHULE Tägliche Ganztagsbetreuung und Imkerei REINHEIM (red). Unter dem Leitsatz „Eine Schule für alle – gemeinsam“ bietet die Dr.- Kurt-Schumacher- Schule (DKSS) unter einem Dach: Förderstufe, Gymnasium (Klasse 5 bis 10), Realschule und Hauptschule (inklusive zehnte Hauptschulklasse). In der Förderstufe lernen Kinder gemeinsam, deren weitere Schullaufbahn noch offen ist. Als familienfreundliche Schule bietet die DKSS eine tägliche Ganztagsbetreuung mit Mittagessen. Um den Übergang von der Klasse 4 nach 5 möglichst gleitend zu gestalten, legen wir großen Wert auf gute Kooperation mit den Grundschulen im Schulverbund. Ganz im Sinne des naturwissenschaftlichen Schwerpunktes experimentieren und forschen die „Kleinen“ mit den „Größeren“ bei gemeinsamen Projekten. Die Gemeinschaft wird auch bei der „Integrationsfahrt“ der fünften Klassen gestärkt. Und das Thema Soziales Lernen bleibt mit den Programmen „Lion’s Quest: Erwachsen werden“ und „Rückgrat beweisen“ im Fokus der Aufmerksamkeit, unterstützt von der Schulsozialarbeit. „Mehr Stunden, mehr Praxis, mehr Forschen“ heißt die Devise in den neuen naturwissenschaftlichen Räumen. Eine eigene Schul-Imkerei, ein Schulgarten und ein Schulteich ermöglichen umfangreiches praktisches Arbeiten. Bei den Fremdsprachen runden neben den Sprachenzertifikaten DELF (Französisch) und Cambridge (Englisch) die Austauschprogramme mit Cestas (Frankreich) und El Paso (Texas/ USA) das Angebot ab. Im Schwerpunkt Sport kooperiert die Schule mit den umliegenden Vereinen in den Sportarten Fußball, Badminton und Volleyball. Motto des Schulleiters: Eine Schule für alle – gemeinsam. DARMSTADT-DIEBURG. Im Landkreis Darmstadt-Dieburg gibt es ein einziges reines Gymnasium, das Max-Planck-Gymnasium in Groß-Umstadt. Das ist natürlich bei Weitem nicht die einzige Möglichkeit, die gymnasiale Laufbahn im Landkreis einzuschlagen. Die Funktion eines Gymnasiums erfüllen auch die Kooperativen Gesamtschulen (KGS), die am weitesten verbreitete Schulform im Landkreis. Diese Gesamtschulen bieten die drei klassischen Schulzweige Hauptschule, Realschule und Gymnasium an. Drei Schulformen sind also unter einem Dach vereint. Etliche KGS haben auch eine angeschlossene gymnasiale Oberstufe, sodass nach der zehnten Klasse kein Schulwechsel nötig ist. Alle Kooperativen Gesamtschulen und das einzige Gymnasium im Kreis unterrichten nach G9. 1356 Kinder schlugen zum neuen Schuljahr einen Gymnasialkurs im Landkreis ein – darunter auch Dutzende aus der Stadt Darmstadt. Die wenigsten Schulen bekommen noch ausreichend Anmeldungen, um eigene Hauptschulklassen anbieten zu können. Dann gibt es entweder Angebote an anderen Schulen oder die Hauptschüler werden zusammen mit Realschülern unterrichtet. Neun Kinder sind mit dem neuen Schuljahr nach der Grund- auf eine Hauptschule gewechselt, 62 auf eine Realschule. Auf den Integrierten Gesamtschulen sind ebenfalls alle Schulabschlüsse möglich, auch der Übergang in die elfte Klasse. Allerdings bleiben hier die Kinder im Klassenverband zusammen, es wird noch nicht nach Leistung selektiert. Lediglich in Hauptfächern findet eine Differenzierung in unterschiedliche Kurse statt. 394 Schüler wechselten hierher. Die gymnasialen Oberstufen im Kreis bieten den Gesamtschulen die Möglichkeit eines Anschlusses. Typisch für den Landkreis Darmstadt-Dieburg sind die zahlreichen Förderstufen-Angebote in den fünften und sechsten Klassen. 487 Fünftklässler haben im aktuellen Schuljahr diesen Weg eingeschlagen. Die Förderstufen sind eingerichtet, um die Kinder nicht bereits nach der vierten Klasse einer Schulform zuzuweisen. In der Förderstufe bekommen die Kinder mehr Zeit, bis klar wird, für welchen Schulzweig sie sich am besten eignen. Von Patrick Körber KOOPERATIVE GESAMTSCHULE Sprachliche Akzente ALBERT-EINSTEIN-SCHULE Schwerpunkt auf Musik, Theater und Naturwissenschaften GROSS-BIEBERAU (red). Die Albert-Einstein-Schule ist eine „Familienfreundliche Schule“ und verfügt über ein Ganztagsangebot mit Mittagstisch an fünf Tagen. Eine Vielzahl von AGs und parallel dazu eine kostenfreie pädagogische Mittagsbetreuung ermöglichen die Förderung verschiedener Interessen am Nachmittag. Gemeinsam arbeiten Eltern, Schüler und Kollegen in vielen Arbeitskreisen an der Weiterentwicklung dieser Schulleiterin Martina Meyer-Almes. Archivfoto: Schiek Schule. Auch die Zusammenarbeit mit den befreundeten Grundschulen leistet hierzu einen Beitrag. Aufgrund des umfangreichen Programms im musikalischen Bereich ist die AES seit 2010 als Schule mit musikalischem Schwerpunkt anerkannt. Mit bilingualen Angeboten und vier möglichen Fremdsprachen setzt sie bei der sprachlichen Ausbildung Akzente, die durch Austauschfahrten ergänzt werden. Außerdem verfügt die AES über einen Schulwald und einen Schulteich für naturnahes Unterrichten. Für den berufsvorbereitenden Unterricht stehen zwei Werkräume und eine Lehrküche zur Verfügung. Mit einem Schwerpunkt auf Musik, Theater oder Naturwissenschaften – die AES ist eine MINT-Schule – möchte man die Lernenden zu einem optimalen Bildungsabschluss führen. Dabei gilt auch ihrer Persönlichkeit und der Gewinnung einer beruflichen Perspektive unsere besondere Aufmerksamkeit. Die AES akzeptiert die Vielfalt der Persönlichkeiten, fördert Toleranz und soziale Verantwortung und öffnet sich nach außen. Motto der Schulleiterin: Die Schule soll stets danach trachten, dass der junge Mensch sie als harmonische Persönlichkeit verlasse, nicht als Spezialist. (Albert Einstein) Das Orchester der Albert-Einstein-Schule Groß-Bieberau spielt beim Neujahrskonzert der Kommune. Archivfoto: Ulrike Bernauer INTEGRIERTE GESAMTSCHULE Soziale Kompetenz GEORG-CHRISTOPH-LICHTENBERG-SCHULE Besondere Förderung in MINT- und Bläserklassen OBER-RAMSTADT (red). Die Georg-Christoph-Lichtenberg- Schule bietet alle Bildungsgänge an. Die integrierte Gesamtschule unterstützt alle Schüler so, dass sie ihre Potenziale voll entfalten können. Die Schule setzt auf das eigenverantwortliche und kompetenzorientierte Lernen. Jeder Einzelne erhält die Chance, auf der Grundlage seiner Fähigkeiten, Begabungen und Neigungen den für sich bestmöglichen Schulabschluss zu erzielen. Wir bieten alle Schulabschlüsse inklusive des Abiturs an. Der Schulleiter Dirk Karl Pilgram. Foto: Schule Erwerb sozialer Kompetenz und das Lernen im Team haben einen sehr hohen Stellenwert. Dies spiegelt sich auch darin, dass in den Jahrgängen 5 bis 8 die Lehrkräfte in kleineren Teams organisiert sind. Dies schafft ein hohes Maß an Verbindlichkeit, Transparenz und Kommunikation und dient damit auch dem Fordern und Fördern der Schüler. Mit der Anmeldung in Klasse 5 melden Eltern ihr Kind entweder für eine Bläserklasse oder eine Klasse mit naturwissenschaftlichtechnischem Schwerpunkt (MINT – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) an. In der Bläserklasse wird das Kind ein Blasinstrument erlernen. Die Klasse wächst in den zwei Jahren zu einem Orchester zusammen. In den MINT–Klassen werden die Kinder an die naturwissenschaftliche Arbeitsweise herangeführt. Hier wird forschend und entdeckend gelernt. Phänomene werden aufgegriffen und experimentell erschlossen. Über den sechsten Jahrgang hinaus können die erworbenen Kompetenzen im Wahlpflichtunterricht und AGs intensiviert werden. Motto des Schulleiters: Man muss etwas Neues machen, um etwas Neues zu sehen. (Georg Christoph Lichtenberg) „Juniorwahl“ an der Georg-Christoph-Lichtenbergschule im Vorfeld der Bundestagswahl dieses Jahres. Archivfoto: Christina Kolb KOOPERATIVE GESAMTSCHULE Mehr Zeit zum Lernen MELIBOKUSSCHULE Gemeinschaft pflegen, Individualität fördern – und auf Gesundheit achten ALSBACH (red). Das Leitbild der Melibokusschule lässt sich an fünf Säulen nachvollziehen: Man handelt nach anerkannten Grundwerten, pflegt die Gemeinschaft, fördert Individualität, ermöglicht Lernen und achtet auf die Gesundheit. Für die etwa 770 Schüler beginnt der Weg ab Klasse 5 im Gymnasium oder in der Förderstufe, wo nach der sechsten Klasse noch der Wechsel in den Gymnasialzweig Schulleiter Mathias Volkart. folgen kann oder der Haupt- und Realschulabschluss angestrebt wird. Die Melibokusschule bietet G9, denn gründliches Lernen und eine über reine Wissensvermittlung hinausgehende pädagogische Arbeit braucht vor allem mehr Zeit. Die Schule organisiert Lernwege, die die Zukunftschancen für alle erhöhen. Besonderen Wert legt man auf eine große Durchlässigkeit, die die Schule zum einen durch G9 gewährleistet. Zum anderen setzt hier das neue Konzept für den Hauptund Realschulbereich an, das verbundene H/R-Klassen in den Jahrgängen 7/8 vorsieht. Dort wird das Fundament gelegt für die abschlussbezogenen Klassen in den Jahrgängen 9 (Hauptschule) beziehungsweise 9/10 (Realschule). Der Arbeit in den zwei Ganztagsklassen in den Jahrgängen 5 und 6 liegt ein besonderes Konzept zugrunde. Die renovierten Räume mit interaktiven Tafeln, die attraktive Bibliothek, ein Werktrakt mit modernen Maschinen und eine umfangreiche naturwissenschaftliche Ausstattung bieten hervorragende Bewährtes fortzuführen und Neues erfolgreich Foto: Schule umzusetzen. Motto des Schulleiters: Miteinander erfolgreiches Lernen initiieren. In renovierten Räumen lernen die Jugendlichen an der Melibokusschule. KOOPERATIVE GESAMTSCHULE pädagogisches Möglichkeiten, Foto: Schule Rhythmisierter Tag JUSTIN-WAGNER-SCHULE Fokus auf sozialem Lernen in kleinen Klassen und Gruppen ROSSDORF (red). Die Justin- Wagner-Schule (JWS) beherbergt unter einem Dach Gymnasium, Haupt- und Realschule sowie die Förderstufe und ist damit Spiegelbild der bunten Vielfalt unserer Gesellschaft. Sie ist zertifiziert als gesundheitsfördernde Schule (Teilzertifikat Suchtprävention) und hat das Gütesiegel Berufsorientierung. Besonderer Schwerpunkt liegt in der individuellen Förderung im Helmut Bobitka, kommissarischer Schulleiter. Foto: Schule Unterricht sowie im Ganztagsbereich: kleine Klassen und Lerngruppen, intensive Kooperation zwischen Lehrkräften und pädagogischem Personal der Schule. Der Fokus liegt auch auf dem sozialen Lernen: Klassenlehrerstunde in allen Jahrgängen, Teamtrainings ab Klasse 5. Wettbewerbe motivieren: Medien, Mathematik, Fremdsprachen, Kunst und Literatur sind Bereiche, in denen die Justin- Wagner-Schule alljährlich sehr erfolgreich ist. Wichtigstes Merkmal: die besonders gute Vorbereitung auf die gymnasiale Oberstufe. Schüler der JWS gehören alljährlich zu den besten Abiturienten an den umliegenden Oberstufen. Durch den rhythmisierten Unterrichtstag besteht eine Balance zwischen Lernen und Entspannung in der Gemeinschaft. Motto des Schulleiters: Gemeinsam lernen, Potenziale erkennen, individuell fördern und Gemeinschaft stärken. Die Schüler der Justin-Wagner-Schule in Roßdorf starten beim Sponsorenlauf für den guten Zweck. Archivfoto: Karl-Heinz Bärtl Schulleiter Gerhard Cwielong. Foto: Schule Übergänge in Zahlen 2017/18 Förderstufe 487 Hauptschule 9 Realschule 62 Gesamtschule (IGS) 394 Gymnasium 1356 Mittelstufenschule 74 Förderschule 12 2394 2016/17 558 9 37 405 1117 74 71 2271 3,1 0,40 56,6 2,6 16,4 0,5 20,3 Förderstufe Hauptschule Realschule Gesamtschule (IGS) Gymnasium Mittelstufenschule Förderschule Schuljahr 2017/18* 3,1 0,4 49,2 1,6 17,8 3,4 in Prozent in Prozent *minimale Differenzen möglich (rundungsbedingt) Fünftklässler der Reinheimer Dr.-Kurt-Schumacher-Schule trainieren im Rahmen des „DFB-Junior-Coach- Projekts“. Archivfoto: Melanie Schweinfurth (c). Verlagsgruppe Rhein Main GmbH & Co. KG 2003-2013 / Erstellt von VRM am 07.11.2017


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