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Den großen Tag planen Es soll ein ganz besonderer Tag werden, wenn ein Paar im Beisein von Verwandten und Freunden „Ja“ zueinander sagt. Damit die Kosten für die Hochzeit überschaubar bleiben, lohnt sich eine frühe Planung. „Mindestens ein Jahr, besser jedoch anderthalb Jahre vor dem Hochzeitstermin sollte ein Paar beginnen“, sagt Sonja Schulz vom Hochzeitsportal24. Friederike Mauritz, 1. Vorsitzende des Bunds deutscher Hochzeitplaner, rät: „Hierfür kann es hilfreich sein, dass Paare andere erlebte Hochzeitsfeiern gedanklich durchgehen.“ Welche Elemente haben ihnen gefallen? Welche möchten sie auch haben? dpa 42 Planung Den passenden Zeitpunkt wählen: Die Wahl des Wochentags, an dem geheiratet wird, kann erhebliche Auswirkungen auf die Kosten haben. Oft seien „die Preise für Räumlichkeiten oder Gaststätten unter der Woche mit Abstand günstiger als an den beliebten Tagen Freitag und Samstag“, erklärt Schulz. Den richtigen Ort finden: Die Jahreszeit bestimmt den Ort mit. Im Frühjahr oder Sommer kann das Paar die Hochzeit etwa im Garten feiern. „Ein paar Pavillons, Stühle und Tische kann man preiswert mieten“, erklärt Jens Thielen vom Portal hochzeits-finanzierung.de. Dann muss es einen Plan B geben, damit die Feier bei Regen nicht ins Wasser fällt – etwa ein großes Zelt. Wetterunabhängig ist das Paar, wenn es in geschlossenen Räumen feiert, die idealerweise durch Terrasse oder Garten ergänzt werden. Das Budget im Blick behalten: „Eine Hochzeitsfeier kostet im Schnitt zwischen 10 000 und 13 000 Euro“, erklärt Schulz. Manche richten aber auch mit einem Budget von nur 3000 Euro ein Fest aus, ergänzt sie. Nach oben gibt es keine Grenzen. „Damit Paare später keine Kostenexplosion erleben, ist es wichtig, von vornherein mit realistischen Preisen zu kalkulieren“, rät Mauritz. Brautkleid und Anzug finden: Brautkleider sind in vielen Preisklassen zu haben. Schulz rät aber davon ab, ein Kleid über einen Onlineshop in Asien zu bestellen. Oft seien die Qualität des Stoffes und eine gute Verarbeitung nicht gewährleistet. „Günstige Brautkleider sind in Second-Hand-Geschäften zu haben“, erklärt Mauritz. Gleiches gilt auch für den Festtagsanzug – auch wenn die Auswahl an Größen nicht immer allzu groß ist. Einladungskarten und Deko er- oder bestellen: Sparen kann das Paar, wenn es Deko, Einladungen oder Menükarten selbst gestaltet. „Allerdings ist das oft mit viel Aufwand verbunden und sieht auch im Ergebnis eventuell nicht so schön aus, wie man es sich vorgestellt hat“, erklärt Mauritz. Wer für so etwas kein Händchen hat, sollte Freunde fragen oder die Preise von professionellen Anbietern vergleichen. Essen servieren: Die Verpflegung bei einer Hochzeitsfeier ist oft ein großer Kostenfaktor. Statt Snacks beim Sektempfang sind Obstteller eine Alternative. Die Hochzeitstorte kann man statt beim teuren Konditor auch bei Bäckereien ordern, die sich auf Torten spezialisiert haben. Für das Abendessen bietet sich ein kalt-warmes Buffet an. Das Paar sollte Angebote von Partyservices, aber auch von Metzgereien oder Kantinen einholen. Getränke preisgünstig organisieren: „Manche Caterer und Partyservices bieten eine Pauschale an“, sagt Schulz. Äußerst günstig ist es häufig, Getränke auf Kommission zu kaufen. Dann bezahlt das Paar nur das, was es selbst und seine Gäste konsumieren. Musik aussuchen: Ein DJ ist oft günstiger als eine Band. „Allerdings kann ein günstiger DJ auch ein Fehlgriff sein, weil er vielleicht nur wenig Erfahrung hat“, gibt Mauritz zu bedenken.


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