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Samstag, 22. April 2017 21 Festwochenende „200 Jahre Nassauische Union“ Wiesbaden begeht das Jubiläum mit einem großen Fest unter dem Motto „Darauf stehe ich“. Der Tag beginnt mit einem Gottesdienst um 14 Uhr in der Marktkirche, danach wird auf dem Schlossplatz bei Kaffee und Kuchen, Wein, Brezeln und Spundekäs gefeiert. Der „Schweiger“, das Denkmal für Wilhelm von Oranien, steht dabei als Zeuge für seinen Glauben fest auf seinem Sockel. Ihm gegenüber wird ein zweiter, leerer Sockel stehen. Er lädt ein, sich selbst auf ihn zu stellen, Antworten zu geben auf die Frage: Worauf stehe ich? Was gibt mir Halt im Leben? An welchen Standpunkten kann ich mich orientieren? Zugleich werden die existenziellen Fragen der Reformation durch ein Theaterstück der Dramatischen Bühne in unsere Zeit geholt. Sonntag, 25. Juni, ab 14 Uhr, Schlossplatz Wiesbaden Idstein Wer in den Reformationstag hineintanzen möchte, ist in der Hofheimer Stadthalle genau richtig: Am Vorabend des Reformationstages feiert das Evangelische Dekanat Kronberg das Jubiläum mit einem Lutherball, unter anderem mit Tanz- und Schauspiel- Einlagen aus Luthers Zeit. Montag, 30. Oktober, 19.30 Uhr, Stadthalle Hofheim, Infos zu den Tickets werden veröffentlicht auf http://dekanat- kronberg.ekhn.de Hofheim /Taunus Schwarzlichttheater: „Lass ab“ Schwarzlichttheater ist eine besondere Form des Darstellenden Spiels: Es wird im dunklen Raum auf einer schwarz ausgekleideten Bühne, die nur von Schwarzlichtlampen (UV-Licht) bestrahlt wird, gespielt. Die Darsteller agieren mit fluoreszierenden Masken und Gegenständen. „Lass ab“ ist ein satirisch informelles Theaterstück von etwa 25 Jugendlichen und jungen Erwachsenen über das Leben und Wirken von Martin Luther. Ein Gesellschaftsspiegel zur Zeit der Reformation, spannend dargestellt mit vielen Schwarzlichtszenen und Musik. Das Drehbuch zum Stück hat die Gruppe selbst geschrieben. Donnerstag, 4. Mai, um 19.30 Uhr, Evangelisches Stadtjugendpfarramt (Fritz- Kalle-Straße 38-40, Wiesbaden) sowie am Freitag/ Samstag, 5./6. Mai, um 19.30 Uhr und am Sonntag, 7. Mai, um 17 Uhr. Kartenvorbestellungen im Stadtjugendpfarramt unter Telefon: 0611 / 160 980 oder info@stajupfa.de. Am Freitag/ Samstag, 26./27. Mai, wird das Stück auf dem Evangelischen Kirchentag in Berlin gespielt. Lichtspiele an der Lutherkirche Es ist der zentrale Festgottesdienst der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau zum Reformationstag 2017: Am Vorabend des 30. Oktober lädt die EKHN um 19 Uhr zu einem musikalischen Festgottesdienst mit Kirchenpräsident Dr. Volker Jung in die Wiesbadener Lutherkirche ein. Im Anschluss wird hinein gefeiert in den Sonder Feiertag dieses Jahres: mit Jazz von „Tango Transit“ und Kabarett von den Wiesbadener Bergkirchenpfarrern, Wein, Sekt und Flying Buffet und einer spektakulären Licht-Installation um Mitternacht an der Fassade der Kirche. Montag, 30. Oktober, Lutherkirche Wiesbaden, ab 19 Uhr die Region Reformationsjahr Tafeln, rockige Reformations- Touren entlang des Lutherweges – Jubiläum bis Oktober mit einem Eine Auswahl. Tanzen wie zu Luthers Zeiten Im Oldtimer auf Pilgertour Auch die Mainzer Christophorusfahrt (Foto rechts) steht in diesem Jahr im Zeichen des Reformationsjubiläums: Die Tour mit Young- und Oldtimern, Motorrädern und – seit 2016 – auch Elektro-Fahrzeugen, folgt in ihrer vierten Auflage den Spuren Luthers. Entlang des Lutherweges fahren die Teilnehmer von Mainz durch das hessische Ried mit Nauheim, Trebur und Gernsheim bis zur Lutherstadt Worms. Im Gepäck ein Druck der 95 Thesen Luthers aus dem Druckladen des Gutenberg-Museums. Zurück geht es, über ein weiteres Teilstück des Lutherweges, bis Oppenheim und von dort zum Mainzer Dom. Kurz vor Ende der Tour ist ein Stopp bei Kardinal Lehmann geplant, der emeritierte Bischof von Mainz gilt als Vorreiter der Ökumene. Ihm werden die Thesen und eine Botschaft vom Probst für Rheinhessen, Klaus-Volker Schütz überreicht. Sonntag, 30. April, Start 10 Uhr in Mainz (Möbel Martin), ab 11.30 Uhr erreichen die Fahrzeuge Worms (Altes Turbinenhaus), gegen 15 Uhr Einfahrt in Mainz (Bischofsplatz und Liebfrauenplatz ). Infos unter www.mainz- citymanagement.de Eröffnet wird das Fest mit dem traditionellen ökumenischen Pfingstmontagsgottesdienst, die Predigt hält Kirchenpräsident Dr. Volker Jung. Die Dramatische Bühne wird locker-drastisch das Leben Luthers vor Augen führen, das Landesjugendjazzorchester die Anwesenden zum Swingen bringen. Internationale Grüße von Partnergemeinden aus aller Welt kombiniert mit Große Luthertafel in der Mainzer City Luther war kein Kostverächter, und er war Verfechter einer lebendigen Tischkultur: Beides soll an der großen Luthertafel, die in der Innenstadt am Reformationstag aufgebaut wird, deutlich werden: Bei Kürbissuppe, Fleischwurst, Luther-Bier und Katharina-von-Bora-Wein (oder auch Alkoholfreiem) sollen die Menschen ins Gespräch kommen – ganz so, wie es im Hause Luther gehandhabt wurde. Statt zu schweigen, wie es für Martin Luther während seiner Mönchszeit üblich war, leitete er häufig kurz nach Beginn des Essens in ein lebhaftes Gespräch über. Luthers Tischreden sind eine reichhaltige Quelle für theologische Dispute, für Volkswitz und Volksweisheit, für Zitatenbücher und deftige Sprüche. In Mainz werden sich Schauspieler musikalischen Grüßen und Gesprächen mit Vertretern anderer Religionen leiten über zu einem großen Chorsingen und einem Kabarett zur Reformation. Das Ganze klingt aus in einem bunten Finale und mündet in einen Abendsegen. Pfingstmontag, 5. Juni, 11 bis 19 Uhr, Römerberg, Frankfurt Frankfurt Theologische Überzeugungen fallen nicht vom Himmel. So weiß man heute, wie etwa mystische Autoren Luther gerade in seinen Anfängen beeinflusst haben. Wer und was prägte ihn? Welchen Luther gilt es, 2017 zu feiern? Und was von Luther braucht es, um das, an was das Jubiläum erinnern will, über das Jahr 2017 hinaus zu retten? Diesen Fragen geht die Gießener Theologieprofessorin Dr. Athina Lexutt, Professorin für Kirchen und Theologiegeschichte und Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Evangelische Theologie der Justus-Liebig Universität Gießen, in ihrem Vortrag „Luther – Der reformatorische Mensch“ nach. Freitag, 5. Mai, 19.30 Uhr, Gemeindehaus der Ev. Pankratiusgemeinde, Georg- Schlosser-Straße 9, Gießen Gießen „Mach’s Maul auf!“– beim Poetry Slam „Tritt fest auf, mach‘s Maul auf, hör bald auf“ – Martin Luther wäre vermutlich ein guter Poetry Slammer gewesen. Er hörte ganz genau hin, wie die Leute um ihn herum sprachen, und rang in seiner Bibelübersetzung um jedes Wort. Vier Poetry- Slammer werden in Mainz zeigen, wie aktuell die Reformation auch nach 500 Jahren noch ist – und dass das Thema mehr als Kirche und Religion umfasst. Sie lesen Texte Martin Luthers und geben diese dann in einer eigenen Performance wieder. Kritisch hinterfragt, satirisch betrachtet, frech beurteilt. Donnerstag, 31. August, 19 Uhr, Karmeliterplatz, Mainz Mainz Luther – Der reformatorische Mensch 500 Jahre evangelisch – ein Fest für Frankfurt zwischen die Gäste mischen und Luthers Tischreden zitieren. Posaunen spielen auf, eine Thesentür lädt zum Nachdenken ein. Spielstationen unterhalten die kleinen Gäste und auch die Frauen der Reformation kommen zu Wort. Dienstag, 31. Oktober, 12 bis 15 Uhr, Theatervorplatz Mainz Ein Erbstück löste die Sammelleidenschaft aus: Seit Heinrich Rumpf vor 35 Jahren eine Bibel hinterlassen wurde, hat er eine wahre Fundgrube an historischen Schriften zusammengetragen, die nun der Öffentlichkeit präsentiert wird. Das kleinste Exemplar ist kaum zu lesen, ein Neues Testament in englischer Sprache im Format drei mal vier Zentimeter. „Die gantze Heylige Schrift/Teutsch“ stammt aus dem Jahr 1564. Mächtig ist dagegen das 11,5 Kilo schwere „Pfaff´sche Bibelwerk“ des Tübinger Pfarrers Christoph Matthias Pfaff, der auch in Gießen arbeitete, ebenso beeindruckend die Biblia (Weimarer Bibel) von 1700 (Foto). Neben den Bibeln geht es bei der Ausstellung auch um die Geschichte des Buchdrucks. Dienstag, 26. September, bis Sonntag, 26. November, Oberhessisches Museum, Netanyasaal, Brandplatz 2, Gießen. Infos unter www.giessen.de/ oberhessisches_museum Buchdruck und Bibel Die Stadt Idstein blickt dieses Jahr auf ein weiteres Jubiläum im Zeichen der Reformation: 1817 wurde in Idstein die sogenannte „Nassauische Union“ beschlossen. Mit einem Festwochenende – inmitten der beeindruckenden Altstadtkulisse – wird an dieses historisch bedeutsame Ereignis erinnert. Nach zähem Ringen zwischen evangelischen Glaubensrichtungen gab es vor fast 200 Jahren ein friedliches Ende in Idstein: Lutheraner und Reformierte einigten sich auf ein gemeinsames Abendmahlsverständnis. Diese „Nassauische Union“ trägt bis heute Früchte: Der Ort im Taunus wurde mit dem Titel „Reformationsstadt Europas“ ausgezeichnet. Samstag, 12. August, zwischen 10 und 18 Uhr in der Idsteiner Innenstadt. Alle zwei Stunden Musik-Programm in der Unionskirche, abends rund um die Bühne Musik. Am Sonntag, 13. August, 11 bis 12.30 Uhr, wird in der Unionskirche Idstein, Albert-Schweitzer- Platz 1, ein Festgottesdienst mit Kirchenpräsident Dr. Volker Jung gefeiert. Wiesbaden „Darauf stehe ich“ – Sich selbst mal auf den Sockel stellen Aktuelles zu diesen und weiteren Veranstaltungen unter www.gott-neu- entdecken.de


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