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20170531_Luther

JUBILÄUM & MARKETING Er nymbt kein Blat furs Maul... Freiheit leben – Was hat es mit Gott zu tun, wenn ich auf dem Weg zur Arbeit bin? Was suche ich wirklich, Innenstadtgroße Luther-Tafeln,musicals und Oldtimer-Touren die Dekanate feiern das Jubiläum bunten Programm. ...Vorderer Odenwald wenn ich auf dem Flohmarkt stöbere? Und wie viel Lebenszeit verbringe ich eigentlich mit Warten? Gott und die Rolle, die er im Alltag spielt, Glaube und der Bezug, den er zum Leben hat – diese Zusammenhänge herzustellen, war großes Anliegen Luthers und ist nun Thema einer Jubiläumsaktion des Dekanats Vorderer Odenwald. Unter dem Motto „Von Gott reden an alltäglichen Orten“ gibt es drei Angebote, um auf ganz unterschiedliche Weise ins Gespräch zu kommen. „Auf dem Weg zur Arbeit“: Montag, 24. April, am Bahnhof Altheim (Münster) von 6.30 bis 9.30 Uhr mit Ausschank von Kaffee oder Tee „Suchen und Finden“: Samstag, 17. Juni, von 9 bis 12 Uhr: Aktion am Flohmarkt des BUND in Groß-Umstadt „Warten“: Montag, 4. September, von 8.30 bis 11.30 Uhr, Wartebereich des Landratsamts Dieburg Infos und Kontakt: claar-kreh-vorderer-odenwald@ ekhn-net.de, Tel: 06078 / 78 25922 Während des Hessentags vom 9. bis 18. Juni wird die Rüsselsheimer Stadtkirche im Zentrum des Ortes zur „Zeitkirche“. Die Lichtdesigner Moritz Herdt und Martin Völker verwandeln den Bau in einen visuellen Erlebnisraum mit besonderer Wohnzimmeratmosphäre. In der verdunkelten Kirche fällt der Blick auf ein farbig beleuchtetes „Zeitfenster“, das die Besucher mit großformatigen Licht- und Fotoprojektionen auf eine Reise durch die Menschheitsgeschichte einlädt. Die „Zeitkirche“ möchte dabei den Blick auf den eigenen Umgang mit der Zeit öffnen. Zum Programm zählen tägliche Mittags- und Nachtgedanken sowie Lesungen, Gottesdienste oder Veranstaltungen mit prominenten Gästen. Außerdem präsentiert die evangelische Kirche während des Hessentages in der Rüsselsheimer Stadtkirche ein abwechslungsreiches Kulturprogramm. Hautnah erleben lassen sich Künstler wie der Hamburger Sänger Stefan Gwildis mit Begleitung (16. Juni), die Pop- Band Fools Garden (14. Juni) und die A-Capella-Comedygruppe Lalelu (11. Juni). Dazu gibt es ein kostenfreies Kinder- und Familienprogramm. Freitag, 9. Juni, bis Sonntag, 18. Juni, Hessentag in Rüsselsheim, Infos zu Programm und Tickets: www.zeitkirche.de, www.hessentag2017.de Rüsselsheim Mit der „kunstinitiative2017“ vergibt die EKHN erstmals einen Förderpreis an junge Kreative – in diesem Jahr an Daniela Kneip Velescu (Frankfurt), Georg Lutz (Stuttgart) und Lisa Weber (Mainz) für ihre Arbeiten zum Thema Gnade, einem der theologischen Hauptbegriffe der Reformation, der in der heutigen Alltagssprache an Bedeutung zu verlieren scheint. Die Künstler werfen mit ihren Arbeiten einen neuen Blick auf den Begriff. Nachdem Kirchenpräsident Dr. Volker Jung die künstlerischen Interventionen in drei Darmstädter Kirchen mit einem Festgottesdienst am 30. April (10 Uhr), in der Martinskirche eröffnet hat, werden die Kunstwerke bis einschließlich 23. Juni in der Michaelskirche, der Martinskirche und der Stadtkirche zu sehen sein. Sonntag, 30. April, bis Mitte Juni, Ausstellungen in der Martinskirche, Michaelskirche und Stadtkirche in Darmstadt. Infos unter www.ekhn-kunstinitiative.de Darmstadt Psalmtexte inspirierten Felix Mendelssohn Bartholdy während seines gesamten Schaffens. Wie kaum ein zweiter Komponist des 19. Jahrhunderts verband er die kraftvolle Sprache der Psalme mit der Aussagekraft der romantischen Musik, insbesondere in fünf großbesetzten Orchesterpsalmen. Einer der eindrucksvollsten ist der monumentale, durchgängig für achtstimmigen Chor gehaltene 114. Psalm, der am 17. September in der Basillika des Klosters Eberbach unter anderem zu hören sein wird. Eines seiner schönsten Werke ist aber die Psalmkantate „Wie der Hirsch schreit“. Diese großangelegten Vertonungen der Psalme sind nur noch mit seinen Oratorien vergleichbar. Das Kirchenlied „Eine feste Burg“ zieht sich als ein roter Faden durch Mendelssohns Fünfte Sinfonie, in der er 1830 dem Reformator Luther ein Denkmal setzte. Sie sollte zu den Feierlichkeiten zu „300 Jahre Augsburgisches Bekenntnis“ erklingen – doch das Jubiläum verstrich ungefeiert in den Wirren der französischen Juli-Revolution, die auch in Deutschland Jubeltage vereitelte. Auf dem Konzertprogramm stehen: Psalm 42 „Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser“ – für Sopran-Solo, Chor und Orchester op. 42; Psalm 114 „Da Israel aus Ägypten zog“ für Chor und Orchester op. 51 und die 5. Sinfonie d-Moll op. 107 „Reformations-Sinfonie“. Mitwirkende: Trine Wilsberg Lund, Sopran, Schiersteiner Kantorei, Bach-Ensemble Wiesbaden. Leitung: Martin Lutz. Sonntag, 17. September, 18 Uhr, Basillika des Klosters Eberbach, Karten unter www.bach-wiesbaden.de Rheingau mit diesem Stück beginnt am 26. Mai, 20 Uhr, die Woche zur Reformation im Staatstheater Darmstadt. Schauspieler Christian Klischat (Foto) gibt den Luther, wie er sich launig und schwärmerisch, polternd, hellsichtig und weltweise über Gott, Tod, Teufel und die ganze Welt auslässt. Am 28. Mai, 11 Uhr, fragt Moderatorin Insa Wilke bei den „Darmstädter Gesprächen“: Wer ist Luther heute? Am 1. Juni, 20 Uhr, folgt ein Kammergespräch mit der Dekanin des Evangelischen Dekanats Darmstadt-Stadt, Ulrike Schmidt-Hesse, zu den Fragen: Was bedeutet Glauben heute? Wie verändert sich die Welt? Wer ist heute ein moderner Martin Luther? Den Abschluss bildet am 2./3. Juni, von 14 bis 22 Uhr, das Stück „Weltmaschine unterwegs“ auf dem Theatervorplatz. Freitag, 26. Mai bis Samstag, 3. Juni, Staatstheater Darmstadt, Georg-Büchner- Platz 1. Infos: www.staats- theater-darmstadt.de Glauben teilen Ein großes Familienfest soll dieses besondere Jahresprojekt zur Ökumene beschließen. „Freiheit leben – Glauben teilen – Zukunft gestalten“ lautet das Jubiläumsmotto der Evangelischen Dekanate Darmstadt- Stadt und Darmstadt-Land, des Katholischen Dekanats Darmstadt und der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Darmstadt. Gemeinsam laden sie für den 31. Oktober ins Darmstadtium: 15 Uhr beginnt das Kinderprogramm mit „Geschichten gegen die Angst“. „Schein-Heilig?“ heißt das Programm für Jugendliche (ab 17 Uhr). Von 18 bis 21 Uhr sind während des Abendprogramms das Babenhäuser Pfarrerkabarett, die A-cappella- Gruppe Maybebop, ein großer ökumenischer Projektchor mit Orchester, Pfarrer und Liedermacher Clemens Bittlinger sowie Christina Brudereck und Fulbert Steffensky als Referenten zu erleben. Dienstag, 31. Oktober, Darmstadtium, Schlossgraben 1. Kostenlose Einlasskarten ab 15. August. Infos: www. freiheit-glaube-zukunft.de Gnade ist eine Kunst Hessentag wird zum Zeitfenster Von Gott reden an alltäglichen Orten Mit Gott reden in historischer Agende „Wortwechsel mit Gott“ in Kleestadt: Ein „historischer“ Gottesdienst nach lutherischer Agende mit Einübung und Erläuterung der liturgischen Stücke mit Pfarrerin Christine Heuser, anschließend Kirchencafé. „Wortwechsel mit Gott“ Pfingstsonntag, 4. Juni, 10.30 Uhr, Evangelische Kirche Kleestadt Mendelssohns „Reformations-Sinfonie“ Beerfelden/Michelstadt Die Kraft der Chöre... ... bringt Luther im Odenwaldkreis zum Rocken: Die evangelische Gemeinde inszeniert die Geschichte des Reformators als Rockmusical (Text und Musik: Iris Thierolf). Die Chöre und Solisten der Kirchengemeinde Beerfelden werden von der Kurpfalzphilharmonie Heidelberg begleitet. Premiere am Freitag, 8. September, 19.30 Uhr, in der Martinskirche Beerfelden. Weitere Termine: Samstag, 9. September, 19 Uhr, Treffpunkt Thierolf in Michelstadt, und Sonntag, 10. September, 18 Uhr, Bürgerhaus Hirschhorn 1521 war Worms eine blühende Metropole des Heiligen Römischen Reichs. Es ist der Ort, an dem Martin Luther, ein „einfacher“ Mönch, vor dem übermächtigen Karl V. seine Schriften widerrufen sollte. Der Ort, an dem das Unglaubliche geschah: Ein Mönch stellt sich gegen den Kaiser – so geschehen im Wormser Bischofshof, der sich bis zu seiner Zerstörung im Jahr 1689 auf dem Gelände des heutigen Heylshofparks befunden hat. Heute steht dort, in unmittelbarer Nähe zum historischen Ort, das Museum Heylshof. Mit Hilfe von aufwendigen 3DAnimationen und Visualisierungen wird in der Sonderausstellung „Luther 1521 in Worms – der Ort des Geschehens“, der historische Ort wieder sichtbar und erfahrbar gemacht. Besucher der Ausstellung können wie noch nie zuvor in das Worms des Jahres 1521 eintauchen (siehe auch Seite 23). Sonderausstellung im Museum Heylshof, Stephansgasse 9, Worms, geöffnet bis 2. Juli, dienstags bis samstags 14 bis 17 Uhr, sonn- und feiertags 11 bis 17 Uhr, Führungen unter Telefon 06241 / 853 4120 oder unter museumsvermittlung@ worms.de Worms Lampertheim „Ein feste Burg ist Lutherausstellung im Heylshof mit 3D-Zeitreise ins Jahr 1521 unser Gott“: Musikalische Abendandacht mit Skulpturen Die alten Lieder der Reformation werden in unterschiedlichen Besetzungen und Stilen musiziert und können, in Stein bildhaft geworden, angeschaut werden. Mitwirkende: Kirchenchor der Lukasgemeinde, Chor Mosaik und Teilnehmer des Steinmetzkurses von Holger Schinz-Sauerwein, Leitung: Heike Ittmann. Donnerstag, 29. Juni, 19 Uhr, Domkirche Lampertheim Redaktionsschluss: 12. April 2017 / (Archiv-)Fotos: Heinrich Rumpf, Photoagenten/ A. Balzarin, FaberCourtial, EKHN (Ev. Stadtjugendpfarramt Wiesbaden, Mobi Spray, R. Oeser, Bernhard Bergmann, Screenshot, F. Keller, C.Weise, Fuhrmannek, Peter Hartmann, Schiersteiner Kantorei) So feiert die das Reformationsjahr


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