Stehsatz RMP-EM SV Mainz-Seite 40-Mainz

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40 JOBBEN IN DEN FERIEN Das solltest du als Studierender wissen Die einen liegen in der Sonne, die anderen freuen sich über einen Job in den Semesterferien. Damit lassen sich die Finanzen aufbessern und wertvolle Erfahrungen sammeln. Damit die Rechnung aufgeht, solltest du gerade als Studierender einige gesetzliche Regeln kennen. Neben der unterschiedlichen Behandlung von dir als Studierendem unter arbeitsrechtlichen Aspekten, gelten für die Dauer deiner Beschäftigung und die Höhe deines Verdienstes steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Grenzen. Grundsätzlich sind für dich zwei Varianten interessant: die kurzfristige Beschäftigung und die geringfügig entlohnte Beschäftigung. Ferienjobs und Minijobs Völlig sozialabgabenfrei sind Beschäftigungen von Studierenden, die nur während der Ferien ausgeübt werden. Seit 1. Januar 2015 darf die Beschäftigung in diesen Fällen nicht mehr als 70 Arbeitstage im Jahr oder maximal drei Monate pro Kalenderjahr dauern. Arbeitest du an mindestens fünf Tagen in der Woche, ist der Dreimonatszeitraum maßgeblich. Arbeitest du regelmäßig weniger als fünf Tage in der Woche, ist der Zeitraum von 70 Arbeitstagen maßgebend. Was du verdienst, spielt bezüglich der Abgabenpflicht keine Rolle. Hast du mehrere kurzfristige Beschäftigungen, werden sie zusammengerechnet, auch wenn du bei unterschiedlichen Arbeitgebern tätig bist. Steuern und Sozialabgaben kommen dann auf einer anderen Berechnungsbasis zum Tragen. Innerhalb bestimmter Zeit- und Verdienstgrenzen kann der Arbeitgeber die Lohnsteuer pauschalieren. Arbeitest du regelmäßig und verdienst monatlich nicht mehr als 450 Euro, kann der Arbeitgeber die anfallenden Abgaben für Krankenkasse und Rente sowie Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer übernehmen. Besonderheiten gelten bei einer Beschäftigung im Privathaushalt. Wenn du privat krankenversichert bist, entfällt für den Arbeitgeber der Krankenversicherungsbeitrag. Wenn du bei deinen Eltern familienversichert bist, kannst du das bei einer geringfügigen Beschäftigung auch bleiben. Verdienst du mehr als 450 Euro, musst du dich studentisch pflichtversichern und darauf achten, dass der Studentenstatus überwiegt, du also nicht mehr als 20 Stunden in der Woche arbeitest. Als Minijobber bist du rentenversicherungspflichtig, kannst dich davon aber schriftlich befreien lassen. Dabei solltest du bedenken, dass deine beitragspflichtigen Beschäftigungszeiten voll auf die Mindestversicherungszeiten angerechnet werden. Und die sind Voraussetzung für bestimmte spätere Leistungen der Rentenversicherung. Da der Arbeitgeber bei der geringfügigen Beschäftigung einen Pauschalbeitrag zur Rentenversicherung in Höhe von 15 Prozent zahlt, würde dein Eigenanteil 3,7 Prozent betragen. Übrigens: Auch für Studierende gilt der Mindestlohn. Besonderheiten bestehen allerdings für Praktika und einige ganz wenige Berufsgruppen. Steuerkarte und Arbeitsrecht Als Arbeitnehmer musst du deinem Arbeitgeber die Steueridentifikationsnummer und dein Geburtsdatum mitteilen sowie Auskunft darüber geben, ob es sich um dein erstes Beschäftigungsverhältnis handelt. Dann können vom Arbeitgeber die weiteren notwendigen Daten elektronisch abgerufen und über das ELSTAM Verfahren abgewickelt werden. Nachteilig, wie häufig geglaubt wird, muss das Arbeiten mit Steuerkarte für dich nicht sein. Denn wenn du eine Steuererklärung abgibst, kannst du auch gewisse Ausgaben steuermindernd geltend machen und dir so Geld vom Finanzamt zurückholen. Arbeitsrechtliche Aspekte sind zu beachten, wenn du jünger als 18 Jahre und damit dem Jugendarbeitsschutzgesetz unterworfen bist. Hier gibt es Bestimmungen, die im Einzelfall in Abhängigkeit vom Alter, dem Arbeitsumfang und letztlich auch der Art der Arbeit zu prüfen sind. StBK/red € Illustrationen: imaagio- AdobeStock


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