Stehsatz RMP-EM SV Mainz-Seite 30-Mainz

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NICHTS MUSS FÜR EWIG SEIN Was tun bei Problemen und Fehlentscheidungen? 30 Zweifel: Liegst du nachts grübelnd im Bett und bekommst schon beim Gedanken an den nächsten Tag Bauchschmerzen und Zukunftssorgen? Dann solltest du dir die Frage stellen: Habe ich mit meiner Ausbildung oder dem Studium wirklich die richtige Entscheidung getroffen? Kläre zunächst, ob deine Zweifel kurzfristig sind und etwa wegen einer schwierigen Prüfung auftreten oder ob es sich doch um eine echte Krise handelt. Dann muss auf jeden Fall eine Entscheidung her! Wichtig ist, dass du nicht vorschnell handelst. Kurz vorm Abschluss ist es oft sinnvoller, auf den letzten Metern die Zähne zusammenzubeißen und diesen Abschnitt im Notfall auch mit schlechteren Noten zu beenden als mit „leeren Händen“ dazustehen. Gründe: Eine Krise ist oft auch eine neue Chance! Analysiere als erstes, warum du unzufrieden bist. Was genau stört mich, was macht mir Probleme? Liegt es an der Umstellung von Schulbetrieb auf die Ausbildung oder die Universität? Werden meine Interessen nicht getroffen oder gefällt mir die Umsetzung der Inhalte nicht? Entsprechen die Ausbildungs- und Studienbedingungen meinen Vorstellungen? Fühle ich mich dort wohl? Bin ich organisatorisch überfordert oder schlecht vorbereitet? Fehlt die Motivation und wenn ja, warum? Bin ich generell überlastet oder habe gesundheitliche Probleme? Diese Fragen helfen dir dabei, den Kopf klar zu bekommen und die nächsten Schritte anzugehen. Ort wechseln: Wenn du generell mit deiner Ausbildung oder dem Studiengang zufrieden bist, kann bereits ein Wechsel des Ausbildungsbetriebs oder der Universität helfen. Achtung: Erhältst du BAFöG, gibt es bestimmte Fristen – ein erster Wechsel ist ohne Einschränkungen oft nur bis zum Beginn des 3. Fachsemesters möglich! Kläre auch weitere Zulassungsbedingungen ab (Notendurchschnitt, Praktika als Voraussetzung). Bei einer Ausbildung suchst du idealerweise erst eine neue Stelle, bevor du kündigst. So vermeidest du Lücken in deinem Lebenslauf. Fachrichtung wechseln: Willst du dich neu orientieren und komplett die Fachrichtung wechseln, solltest du dir sicher sein, dass diese Richtung besser zu dir passt. Tausche dich darüber mit Familie, Freunden, Azubis oder Kommilitonen aus. Auch ein Gespräch mit deinem Ausbilder, der Handwerkskammer oder der Studienberatung kann dir durch einen Perspektivwechsel neue Wege und Lösungen aufzeigen, an die du vielleicht selbst noch nicht gedacht hast! Abbruch: Mit der Entscheidung für einen Abbruch bist du nicht allein – etwa 20 Prozent der Azubis und 25 bis 35 Prozent der Studenten tun dies jedes Jahr. Doch auch als „Abbrecher“ hast du noch Chancen. Vergiss die formalen Angelegenheiten nicht: Hast du ein aktuelles Arbeitszeugnis erhalten? Bist du ordentlich exmatrikuliert? Alternativen: Merkst du zum Beispiel, dass dir das wissenschaftliche Arbeiten im Studium nicht liegt und du lieber mehr Praxisbezug möchtest, ist eine Ausbildung oft eine sinnvolle Alternative. Sieh einen solchen Wechsel der Ausbildungsform nicht als „Abstieg“, sondern als eine neue Möglichkeit! Foto: Jeanette Dietl / Fotolia


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