Taunus: Wehener Schloss

Das Wehener Schloss präsentiert sich im schnörkellosen ländlichen Barockstil. Foto: tjoker

Seit seiner Erbauung um das Jahr 1330 wurde das Wehener Schloss vielfach umgebaut. In den historischen Mauern des Schlosses befindet sich heute das Museum der Stadt Taunusstein.

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Taunus. Seit seiner Erbauung um das Jahr 1330 wurde das Wehener Schloss vielfach umgebaut. Zunächst diente es ab Mitte des 14. Jahrhunderts als Gerichts- und Verwaltungssitz. Von 1593 bis 1655 erhielten Gräfin Anna, die Witwe von Albrecht von Nassau-Weilburg, und seine Schwiegertochter Elisabeth das Schloss als Witwensitz zugesprochen.

Das heutige Erscheinungsbild mit Hauptgebäude, Amtsgericht und Remisen entspricht dem schnörkellosen ländlichen Barockstil, wie er Ende des 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts im Nassauer Land verbreitet war. In den historischen Mauern des Wehener Schlosses befindet sich heute das Museum der Stadt Taunusstein sowie das Wirtshaus im Schloss. Außerdem gibt es ein Trauzimmer.

Der thematische Schwerpunkt des Museums basiert auf den beiden Ausstellungszweigen Regionalgeschichte und Kunst aus der Region. In der Dauerausstellung zur Alltagskultur wird die Originaleinrichtung des Herrenfrisörsalons Herbert Gerhard genauso gezeigt, wie Zeitzeugnisse aus der Notzeit der Nachkriegsjahre sowie der Schulalltag der Großeltern – als der Rohrstock noch geschwungen wurde. Ergänzt wird das regionalgeschichtliche Programm des Museums mit aktuellen Kunstproduktionen.