Schülervertreter kritisieren Corona-Lockerungen

aus Coronavirus-Pandemie

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Eine Frau trägt eine FFP2-Maske in der Hand. Symbolfoto: Lukas Görlach

Warum die Landesschülervertretung in Rheinland-Pfalz mit dem Wegfall von Maskenpflicht und anderen Lockerungen überhaupt nicht einverstanden ist.

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MAINZ. Dass ab kommender Woche auch im Schulbetrieb die seither geltenden Corona-Regeln gelockert werden, stößt bei der Landesschülervertretung (LSV) auf Widerspruch. Vor allem der Wegfall der Maskenpflicht und der verpflichtenden Testungen in den Schulen sehen die Schülervertreter:innen kritisch. „Es ist unbegreiflich, wie eine so einfache und dafür so wirksame Maßnahme wie die Maskenpflicht jetzt wegfällt”, zeigt sich LSV-Vorstandsmitglied Stella McColgan fassungslos.

„Faktische Durchseuchung”

Schule müsse für alle Schüler, Lehrkräfte und Bediensteten ein sicherer Ort sein. „Mit dem Wegfall der Maske ebnet man den Weg einer faktischen ‚Durchseuchung‘ der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen – und das in Einrichtungen, deren Besuch für Schüler:innen verpflichtend ist”, warnt Colgans Vorstandskollege Colin Haubrich vor den Folgen der neuen Regelung.

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Die LSV appelliert, auch nach dem Wegfall der Pflicht die Maske zum Eigen- und Fremdschutz weiterhin zu tragen, sich weiterhin an den Testungen zu beteiligen und sieht sich in ihren bisherigen Forderungen nach Impfaktionen an Schulen und einer Impfpflicht ab zwölf Jahren zum Schutz aller Schüler bestärkt.

Von Thomas Ehlke