Corona-Regeln: Das ändert sich in Hessen

aus Coronavirus-Pandemie

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  Symbolfoto: Gregor Fischer/dpa

Maskenpflicht für alle Schüler, Friseure und auch Nagelstudios dürfen öffnen, Betreuungszeiten in Kitas werden eingeschränkt – die Änderungen für Hessen im Überblick.

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HESSEN. Das hessische Corona-Kabinett hat am Donnerstag getagt. Die wichtigsten Änderungen für Hessen im Überblick:

Schulen: Ab dem 22. Februar sollen Schüler der Klassen eins bis sechs im Wechselunterricht die Schule besuchen. Alle höheren Klassen bleiben mindestens bis zu den Osterferien im Distanzunterricht (Ausnahme Abschlussklassen Q4 sowie Vorabiturklassen Q2). Für alle Schulklassen gilt dann auch eine Maskenpflicht (keine medizinischen Masken vorgeschrieben). Wechselunterricht bedeutet feste, kleiner Schülergruppen, die entweder wochenweise oder tageweise abwechselnd in die Schule kommen oder daheim lernen. So sollen Kontakte reduziert und Abstände besser eingehalten werden. Es wird ein Notbetreuungsangebot geben, beispielsweise für alleinerziehende, Eltern, bei denen es aus beruflichen Gründen notwendig ist oder für Kinder, bei denen das Jugendamt einen Bedarf sieht.

Die aktuellen Beschlüsse für Hessen vom 10. Februar 2021.  Grafik: VRM
Die aktuellen Beschlüsse für Hessen vom 10. Februar 2021. (© Grafik: VRM)

Kitas: In Kitas gilt ab dem 22. Februar der Regelbetrieb unter Pandemie-Beschränkungen, beispielsweise geschlossene Gruppen. Und die Betreuungszeiten sollen eingeschränkt werden.

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Sozialminister Kai Klose (Grüne) erklärt: „Den Appell, Kinder möglichst zu Hause zu betreuen, beenden wir mit Wirkung vom 22. Februar. Gerade die Kleinsten, die in den letzten Wochen zu Hause betreut wurden, brauchen dringend die Rückkehr zu einem Betreuungsangebot. Für die Eltern ist das Signal: Öffnung und Lockerung so sorgsam wie möglich. Dazu gehört auch, dass die Betreuungsangebote zeitlich meist eingeschränkt sein werden, denn die Empfehlung, in konstanten Gruppen zu betreuen, bleibt weiter bestehen.“

Erweiterte Teststrategie: Erzieher und Lehrer können sich künftig einmal wöchentlich kostenfrei in Arztpraxen testen lassen, statt bislang alle zwei Wochen. Öffnungen: Ab 1. März können Friseure sowie Nagelpflegestudios in Hessen öffnen. Nicht aber Kosmetik- und Tattoo-Studios.

Alle weiteren Beschränkungen, beispielsweise der Kontakte, gelten weiterhin bis zum 7. März. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) kündigt an, dass bis zum 3. März ein „Perspektivplan“ erarbeitet werden soll. An dem Tag wollen die Regierungschefs von Bund und Ländern wieder beraten, wie es mit den Corona-Maßnahmen weitergehen soll.

Anstrengungen haben sich gelohnt

„Die bisherigen Anstrengungen haben sich gelohnt, die Infektionszahlen sind deutlich gesunken. Diesen Erfolg dürfen wir aber nicht gefährden und deswegen haben sich Bund und Länder darüber verständigt, die allermeisten Regelungen bis zum 7. März zu verlängern“, sagt Bouffier. „Wir hätten uns durchaus vorstellen können, ab März Lockerungen für den Einzelhandel einzuführen, hier haben sich aber die anderen Länder nicht angeschlossen. Uns ist wichtig, dass deutschlandweit einheitlich agiert wird und wir keinen Sonderweg beschreiten. So entsteht erst gar kein Tourismus über Landesgrenzen hinweg, um die dortigen Lockerungen zu nutzen.“

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