49-Euro-Ticket gibt es wahrscheinlich ab Mai

Das Deutschlandticket für 49 Euro, das spätestens im April eingeführt werden soll, trifft in der Bevölkerung auf große Zustimmung, die regionalen Verkehrsunternehmen sehen allerdings einige Probleme auf sich zukommen.  

Bund und Länder haben sich geeinigt - ein bundesweites Nahverkehrsticket wird 2023 kommen. „Das Deutschlandticket wird jetzt kommen”, sagte Kanzler Olaf Scholz in Berlin.

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Berlin. Die Bürgerinnen und Bürger können sich auf die Einführung eines sogenannten Deutschlandtickets im Nahverkehr einstellen. „Das Deutschlandticket wird jetzt kommen, auch sehr zügig”, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) nach einer Sitzung der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) am Donnerstagabend in Berlin. „Wir haben jetzt alle Hürden beseitigt, so dass die Verantwortlichen in den Ländern und den Verkehrsunternehmen jetzt alles daran setzen können, dass das auch schnell und zügig vorangeht.”

Das Deutschlandticket für Busse und Bahnen im Nahverkehr mit einem Einführungspreis von 49 Euro im Monat soll demnach im neuen Jahr starten. Es soll an das beliebte 9-Euro-Ticket aus dem Sommer anknüpfen. Nähere inhaltliche Angaben machte Scholz nicht. Zuletzt hatte es Streit um die Finanzierung des bereits im Grundsatz geplanten Tickets durch Bund und Länder gegeben.

Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey rechnet nicht damit, dass das Deutschlandticket wie ursprünglich geplant im April eingeführt wird. „Es sieht so aus, dass es wahrscheinlich der Mai werden wird, aber das hängt jetzt von den Verhandlungen ab. Ich hoffe sehr, dass es gelingt”, sagte die SPD-Politikerin am Donnerstagabend nach dem Bund-Länder-Treffen in der Sendung „RTL Direkt”. Das Deutschlandticket für Busse und Bahnen im Nahverkehr soll es zu einem Einführungspreis von 49 Euro im Monat geben.

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Giffey zeigte sich erleichtert, dass sich Bund und Länder bei der Finanzierung des 49-Euro-Tickets einigen konnten. „Und jetzt hat der Bundesverkehrsminister gemeinsam mit den Landesverkehrsministern die Aufgabe, das vorzubereiten und umzusetzen. Die 50-50-Einigung bei den Kosten, das ist erst mal ein guter Beginn”, sagte Berlins Regierungschefin.

„Finanziellen Grundlagen dafür sind gelegt”

Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sagte: „Wir sind heute so weit, dass wir sagen können: Die finanziellen Grundlagen dafür sind gelegt.” Jetzt sei die Erwartung, dass die entsprechenden Gesetze schnell auf das Gleis gebracht werden könnten. 

Zudem verständigten sich Bund und Länder nach Aussage von Scholz auf letzte Details eines Härtefallfonds für Unternehmen in der Wirtschaftskrise. Es sei „ein gutes Zeichen, dass das jetzt losgehen kann”, sagte Scholz. Sichergestellt werden solle, dass die Preise für Gas, Fernwärme und Strom sinken könnten.