Sind Sie immer noch glücklich, Herr Brambach?

Martin Brambach

Schauspieler Martin Brambach über Veränderungen in seinem Leben, soziale Netzwerke als Gefahr für die Demokratie und Currywurst.

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Herr Brambach, nach unserem letzten Interview lautete die Überschrift „Sehr, sehr glücklich“. Würden Sie das heute, fünf Jahre später, immer noch von sich sagen oder haben Ihnen die ganzen Krisen der letzten Jahre doch ein bisschen aufs Gemüt geschlagen?

Die haben mich mitgenommen. Corona hat mich mitgenommen, aber auch die gesellschaftlichen Verwerfungen, die es dadurch gab. Dass direkt darauf auch noch dieser Krieg mit seinen verschiedensten Auswirkungen kam, war schon extrem heftig. Gleichzeitig werden die Meinungskorridore immer enger. Man muss doch darüber reden dürfen, ob man schwere Waffen liefert oder nicht. Dass man Leute in Not unterstützt und versucht, Putin in seinem Großmachtstreben aufzuhalten, ist überhaupt keine Frage. Aber was man macht und wie man es macht, muss doch gesellschaftlich breit diskutiert und nicht immer nur durch die moralische Keule entschieden werden. Das war bei Corona auch schon so.

Die Moral . . .

Natürlich ist Moral wichtig – sie ist ja das, was uns zusammenhält. Aber trotzdem muss es die freie Argumentation geben. Es gibt nicht nur Gut und Böse, richtig und falsch. Wenn Leute auf die Straße gehen und protestieren, weil sie Angst vor den Energierechnungen haben, wird ihnen vorgeworfen, sie gingen mit den Rechten auf die Straße, und ihr Anliegen wird niedergemacht. Aber das Problem verschwindet dadurch ja nicht.

Was heißt das?

Dass wir da aufpassen müssen. Bei uns gibt es eine immer stärkere Polarisierung auch über die sozialen Netzwerke, aber wir ge­hören alle zu diesem Land. Die „Fridays for Future“-Leute gehören genauso zu dieser Gesellschaft wie Menschen, die auf eine andere Art protestieren – und seien es die, die zu Pegida gehen. Auch die sind Wähler, Steuerzahler und Menschen, die das soziale Leben mitbestimmen. Wir müssen mit allen reden und wir müssen alle in ein Boot holen, eine andere Chance haben wir gar nicht. Aber im Moment knallt es nur auseinander, und zwar von allen Seiten. Das macht mir große Sorgen.

Worin besteht Ihr Glück?

Ich habe eine glückliche und schöne Ehe, gesunde Kinder und beruflich das wahnsinnige Privileg, dass ich seit so vielen Jahren gut zu tun habe – was will man denn mehr?

Sie haben vor ein paar Jahren mal Achtsamkeitsseminare besucht – ist das ein gangbarer Weg, Glück zu suchen und zu finden?

Das ist ein Weg, den ich weitergehe und der hoffentlich nie aufhört. Es gibt im Asiatischen diesen schönen Begriff „do“ – man begibt sich auf einen Weg, nicht nur physisch, sondern auch geistig. Der Stress und die Sorgen, die man hat, entstehen ja in einem selber und sind in meinem Kopf. Damit umzugehen, sich selbst ab und zu mal positiv zu stimmen und die Dinge auf ein Maß herunterzustutzen, das sie eigentlich verdienen, dazu muss man sich kennen und mit sich arbeiten.

Wie sind Sie damals eigentlich darauf gekommen, diesen Weg zu gehen?

Aus der Not. Ich habe drei Filme parallel gedreht, hatte massive Schlafprobleme und ein bisschen wohl auch einen Burn-out. Dadurch bin ich auf die Achtsamkeitsseminare gekommen, um den Umgang mit mir selbst zu verändern.

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Und das hat funktioniert?

Ich bin dabei. Es ist ein steter Kampf, der noch nicht gewonnen ist. Ich rauche zum Beispiel noch – es gibt immer solche Sachen, an denen man sich festhält. Früher war es so, dass ich, wenn es mir schlecht ging, dachte: Trink mal ein paar Bier, dann geht’s dir besser. Heute weiß ich: Das hilft mir vielleicht für den Abend, aber am nächsten Tag habe ich Kopfschmerzen und die Probleme sind auch nicht weg.

Ist Essen für Sie auch manchmal mit Glücks­gefühlen verbunden?

Auf jeden Fall. Man ist, was man isst – was ich verspeise, wird ja ein Teil von mir. Eine der ersten Übungen im Achtsamkeitsseminar ist es, eine Rosine zu essen. Man bekommt eine Rosine in die Hand und muss die Konsistenz dieser Rosine prüfen. Dann daran riechen, mit der Zunge und den Lippen schmecken. Es beschreiben. Erst dann nimmt man die Rosine in den Mund – und wenn man sie dann kaut und runterschluckt, hat man ein irrsinniges Geschmackserlebnis, was man sich vorher gar nicht vorstellen konnte. Das liegt daran, dass man etwas bewusst tut, sich Zeit dafür nimmt, den ganzen Kopf und die Sinne darauf einstellt, was man da gerade macht. Deshalb zwinge ich mich immer wieder, mir zu sagen: Nicht nebenbei essen, nimm dir Zeit, mach mal das Handy und das Radio aus und iss einfach.

In Ihrem Film „McLenBurger“ geht es hauptsächlich um Burgerbuden. Wann haben Sie denn Ihren letzten Burger gegessen?

Das ist schon eine ganze Weile her. Aber es gibt ja auch Veggieburger und gute Burger-Restaurants, in denen man nicht nur Fast Food serviert. Überhaupt: Dieser Begriff Fast Food ist so diametral zu dem, was ich im Achtsamkeitsseminar gemacht habe, das lehne ich ab. Man sollte einfach nicht schnell essen – andererseits will ich auch nicht andere Menschen bekehren, es soll jeder machen, was er denkt, was ihm schmeckt und worauf er Lust hat. Mir aber macht es mehr Spaß, ein qualitativ hochwertiges Lebensmittel zu essen.

Sind Sie Vegetarier oder Veganer?

Wir versuchen, uns vegetarisch zu ernähren, aber ich lehne Fisch nicht ab. Und wenn mein Sohn mal ein gutes Stück Fleisch essen möchte, dann soll er das machen. Es ist ja auch nicht automatisch alles gesund, was vegan und vegetarisch ist. Mittlerweile ist ja auch Nestlé Großproduzent von veganen Produkten, und da sagte mir meine Tochter: „Hast du mal drauf geguckt, was da alles für E-Inhaltsstoffe drin sind?“ Was wir wirklich viel kaufen, sind Bio-Lebensmittel. Aber auch das ist ein Privileg, denn man muss es sich leisten können. Wenn ich in der „Sonnenblume“ einkaufe, zahle ich natürlich mehr als bei Edeka.

Im Ruhrgebiet muss ich natürlich auch nach der Currywurst fragen.

Es gibt auch vegane Currywurst, aber ich hab natürlich auch schon eine richtige gegessen. In meinem Buch stelle ich ja diesen herrlichen Laden „Die Currywurst“ in Herne vor, der die schärfste Currywurst verkauft, die auch wirklich lecker ist. Er bezieht aber auch relativ nachhaltiges Fleisch aus der Um­gebung.

Sie sind ja mittlerweile überzeugter Ruhr­gebietler und Recklinghäuser. Werden Sie manchmal von Ihren Kollegen belächelt, die in Berlin, München oder Hamburg wohnen?

Ja, aber das beruht auf Gegenseitigkeit, ich lächele zurück. Die tun mir leid, dass sie in diesen lebensunwerten riesigen Städten wohnen. Keine Frage, Hamburg ist eine schöne Stadt, aber es ist halt eine Großstadt mit entsprechenden Mieten und all den sozialen Problemen.

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