So halten Sie Wespen fern von Kuchen und Bratwurst

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Es gibt es einige bewährte Tricks, um Wespen von Kuchentafel oder Grillteller fernzuhalten. Foto: Peter Zschunke/dpa

Wespen, überall Wespen! Die trockene Hitze begünstigt die Ausbreitung der Insekten. Wir haben einige bewährte Tricks, um Wespen von Kuchentafel oder Grillteller fernzuhalten,...

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MAINZ/WIESBADEN. Wespen nerven oft beim Grillabend im Garten oder bei Kaffee und Kuchen auf dem Balkon. Sie nähern sich teils hektisch dem Menschen und einige Personen haben Angst davor, gestochen zu werden. Der bisher trockene und warme Sommer fördert sogar das Wachstum der schwarz-gelben Insektenvölker in diesem Jahr, es werden demnächst also viele Wespen unterwegs sein.

Fleisch und Süßes

Sie sind auf der Suche nach Nahrung, um ihre Königin und die aus ihren Eiern geschlüpften Larven zu versorgen. Dafür fangen sie Insekten. „Dass sie auch auf Pflaumenkuchen, Getränke oder Schinken losgehen, liegt daran, dass im Sommer je nach Witterung das Nahrungsangebot abnimmt“, erklärt Rainer Michalski, Experte für Hautflügler beim Naturschutzbund (Nabu) Rheinhessen. Für die Versorgung der Brut wird Fleisch benötigt, für die Eigenversorgung suchen sie süße Speisen und Getränke.

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Um die Wespen dennoch vom eigenen Essen fernzuhalten, bietet es sich an, ihnen eine Alternative, sogenannte Ausweichfütterungen, zu bieten. Dafür Melonenscheiben, überreife Früchte oder eine Schale mit Zuckerlösung in mindestens fünf Meter Entfernung zum Tisch an einem ruhigen Ort stellen. Vor Veranstaltungen kann eine solche Futterstelle circa eine Woche im Voraus eingerichtet werden. Das gibt den Wespen genug Zeit, die Futterecke kennenzulernen und anzunehmen, wie der hessische Landesverband des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) auf seiner Internetseite schreibt. Auch mit Gewürznelken bestückte Zitronen-(scheiben) oder in einem feuerfesten Behälter angezündetes Kaffeepulver halten Wespen fern, denn diesen Geruch mögen sie nicht.

Angst vor Wespen ist weitestgehend unbegründet

„Die Angst vor Wespen ist weitestgehend unbegründet“, erklärt Brigitte Martin, ehrenamtliche Wespenberaterin beim BUND Darmstadt. „Auf keinen Fall sollte man Wespen anpusten, nach ihnen schlagen oder dem Nest zu nahekommen. Das macht sie aggressiv und erhöht die Gefahr, gestochen zu werden. Wer Ruhe bewahrt, hat meist nichts zu befürchten. Sind Fleisch, süße Speisen und Getränke abgedeckt, werden auch weniger Wespen angelockt.“

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Hat ein Volk ein Nest ganz in der Nähe, etwa im Kasten des Rollladens oder unter dem Dach, gebaut, sollte es auf keinen Fall selbst entfernt werden, mahnt der BUND Hessen. Wespen leben nur einen Sommer lang, nur die Königin überlebt den Winter. Somit kann das leere Nest im Herbst entsorgt werden. Soll das Nest aber zeitnah entfernt oder umgesiedelt werden, so gibt es Hilfe und Beratung bei der Gemeinde- oder Stadtverwaltung, bei speziellen Wespenberatern sowie bei der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises.

Einstichstelle mit kaltem Wasser oder Eis kühlen

Hat eine Wespe zugestochen, dann heißt es zunächst Ruhe bewahren und den Stich auf keinen Fall mit dem Mund aussaugen, sonst verteilt sich das Gift im Körper. Die Einstichstelle kann mit kaltem Wasser oder Eis gekühlt werden. Der Saft einer rohen Zwiebel wirkt antibakteriell und desinfizierend. Einfach eine rohe Zwiebel halbieren und einige Tropfen Saft auf die Einstichstelle träufeln. Dadurch können Juckreiz und Schwellung gelindert werden. Ein Umschlag mit kaltem Essig kühlt ebenfalls die Einstichstelle und wirkt neutralisierend auf das Gift. Hilfsmittel aus der Apotheke sind beispielsweise Antihistaminika als kühlendes Gel oder Stift.

Stiche im Mund- und Rachenraum können durch Schwellungen gefährlich werden. Symptome wie Atemnot, Schwindel, Erbrechen und Ohnmacht deuten auf eine allergische Reaktion hin. In diesen Fällen sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.