Wieder viele Einsätze für die Feuerwehr in Worms

Wieder brannte es im Wormser Norden. Diesmal wurde auch ein Fahrzeug Opfer der Flammen. Foto: pakalski-press/Marc Braner

Vor allem Flächenbrände halten die Wehren auch dieses Wochenende wieder in Atem. Auch ohne konkrete Hinweise auf Brandstiftung ermittelt die Polizei.

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WORMS. Für die Feuerwehr war es wieder ein Wochenende mit mehreren Einsätzen. Es waren vor allem wieder Flächenbrände, die es zu löschen galt.

So musste die Feuerwehr am Freitagabend wieder einmal in den Wormser Norden ausrücken, diesmal in den Eisenbahnweg, der vom Holzhof immer parallel zur Eisenbahnlinie bis zum Fahrweg führt. Das Besondere an diesem Einsatz: Neben der Schallschutzmauer war ein Auto abgestellt, auf das die Flammen übergegriffen hatten. Angela Zimmermann von der städtischen Pressestelle berichtete dazu auf Nachfrage dieser Zeitung, dass der Motorraum des Fahrzeuges vollständig ausgebrannt sei. Allein bei diesem Einsatz waren 30 Feuerwehrleute der Berufsfeuerwehr sowie der Feuerwehreinheiten Mitte und Abenheim im Einsatz. Über die Höhe des Sachschadens ist noch nichts bekannt.

Feuerwehr kommt nicht zur Ruhe

Am Samstag rückte die Feuerwehr erneut aufgrund gleich mehrerer Brände im Stadtgebiet aus. So war ein Teil des Waldstückes am Klinikum auf der Herrnsheimer Höhe in Brand geraten. Außerdem brannte es auf mehreren Acker- und Grünflächen. Auf die weiteren Einsätze geht die Feuerwehr in ihrem Bericht gar nicht mehr im Detail ein, aber die Kollegen seien „mit weiteren kleineren Einsätzen beschäftigt“ gewesen. Als wäre das alles noch nicht genug, mussten die Einsatzkräfte auch noch Saatgut und eine Ölspur auf der Straße beseitigen. Neben der Berufsfeuerwehr waren das Wochenende über die freiwilligen Wehren Stadtmitte, Abenheim, Herrnsheim und Pfeddersheim sowie der Rettungsdienst und die Polizei bei diesen Bränden im Einsatz.

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Seit Wochen sorgen immer wieder vor allem Flächenbrände dafür, dass die Einheiten der Feuerwehr nicht zur Ruhe kommen. Erst in der Samstagausgabe hatte diese Zeitung einiges aus den vergangenen Tagen zusammengefasst. Unter anderem hatten gleich 300 Heuballen gebrannt. Auf einem Feld zwischen Herrnsheim und Neuhausen westlich der Von-Steuben-Straße war dies in der Nacht von Donnerstag auf Freitag. Die Liste ließe sich problemlos fortsetzen.

Ermittler sind stutzig geworden

Die Polizei wird in vielen Fällen einbezogen, denn allein die Vielzahl der Brände wirft hier Fragen auf. Kann es allein die Hitze und Trockenheit der vergangenen Wochen sein, die für die Brände sorgt? Nach dem Brand der Heuballen jedenfalls hatte die Polizei gegenüber dieser Zeitung erklärt, dass dies ein weiterer Fall sei, der in den bestehenden Ermittlungskomplex aufgenommen werde. „Er liegt in einem Bereich, auf den wir aktuell ein besonderes Augenmerk haben“, hatte Polizeisprecher Alexander Koch erklärt.

Das ist im weitesten Sinne der Wormser Norden, wo es zuletzt gleich zweimal auf der städtischen Kompostanlage gebrannt hatte. Nach dem zweiten Feuerwehreinsatz dort hatte die Polizei erstmals zumindest von der Möglichkeit der Brandstiftung gesprochen. Denn unmittelbar vor dem zweiten Feuerwehreinsatz auf der Kompostanlage waren die Einsatzkräfte zu einem Flächenbrand in unmittelbarer Nähe gerufen worden. Auch wenn es keine konkreten Hinweise auf eine Brandstiftung gab, seien die Ermittler doch stutzig geworden, so die Polizei damals gegenüber dieser Zeitung. Der jüngste Einsatz mit dem brennenden Fahrzeug jetzt am Freitag war wieder im Wormser Norden.

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Die Ermittlungen zu der Brandserie laufen, die Polizei ist dankbar für Hinweise aus der Bevölkerung unter Telefon 06241-8520.