Station 64: Gegen die Lebensmittelverschwendung in Südhessen

Neues Jahr – neue Vorsätze: Und die gehen bei vielen Menschen in Richtung gesunde Ernährung und bewussten Konsum von Lebensmitteln.

Dass Lebensmittel immer teurer werden, stellt viele Menschen vor Herausforderungen. Gleichzeitig landet in Privathaushalten zu viel Essen im Müll. Was man dagegen tun kann.

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Darmstadt. Bewusste Ernährung: Ein Thema, das im Alltag vieler Menschen eine immer größere Rolle spielt. Vor allem vegane Ernährung ist derzeit angesagt. Dieser Trend geht so weit, dass mit dem „Veganuary” – eine Wortkombination aus „vegan” und der englischen Monatsbezeichnung „January” – sogar ein Aktionsmonat ausgerufen wurde, in dem sich die Teilnehmer einen Monat lang vegan ernähren.

Bewusste Ernährung muss man sich aber auch erst einmal leisten können: Das Statistische Bundesamt rechnet vor, dass die Lebensmittelpreise zwischen November 2021 und November 2022 um rund 21 Prozent angestiegen sind. Besonders für Menschen, die schon vorher schon Geldsorgen hatten, wird es beim Einkauf im Supermarkt nun eng. Die Tafeln in Darmstadt und Dieburg, aber auch andere Hilfsangebote verzeichnen einen deutlichen Zuwachs.

In der neuen Folge Station 64 haben sich die Volontäre Lena Scheuermann und Niklas Allmrodt mit Jochen Gaydoul, dem Vorsitzendes des evangelischen Diakoniezentrums Groß-Biberau unterhalten. Der Verein betreibt die „Lebensmitteltheke”, wo sich Bedürftige zweimal die Woche gegen einen geringen Betrag mit Lebensmitteln versorgen können. Gaydoul erzählt, wieso er mit Sorgen in die Zukunft blickt – und was er sich von der Landespolitik an Unterstützung wünscht.

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Auch Sylvia Schneider vom Verein „Essen für Alle” setzt sich im Raum Groß-Gerau aktiv gegen Lebensmittelverschwendung ein. Sie gibt außerdem wertvolle Tipps für den Alltag, wie man gerettete Produkte verwerten kann – und warum das Mindesthaltbarkeitsdatum nur ein Richtwert ist.