Viernheimer Sozialkaufhaus läuft nach Wunsch

Murteza Esmaili im Viernheimer Laden mit Herz.Foto: St. Himi  Foto: St. Himi

(red). Seit Januar gibt es den „Laden mit Herz“ – ein Kaufhaus im Sozialzentrum Viernheim. Murteza Esmaili arbeitet an diesem Ort, an dem sich Flüchtlinge und...

Anzeige

VIERNHEIM. (red). Seit Januar gibt es den „Laden mit Herz“ – ein Kaufhaus im Sozialzentrum Viernheim. Murteza Esmaili arbeitet an diesem Ort, an dem sich Flüchtlinge und alteingesessene Viernheimer begegnen sollen. Nun berichtet er von der Arbeit im interkulturellen Team. Nicht immer verstehe der 27-jährige Afghane auf Anhieb, was gemeint ist, heißt es in einer Mitteilung. Darum geht es aber auch den Organisatoren, darunter die katholische Pfarrgemeinde St. Hildegard/St. Michael: Menschen wie Murteza Esmaili sollen ihr Deutsch trainieren und hierzulande Joberfahrung sammeln können. Außerdem sollte es ein Ort sein, an dem gebrauchte Waren zu günstigen Preisen einen neuen Besitzer finden. All diese Pläne der beiden Laden-Begründerinnen Lena Geisel und Frauke Frahm sind aufgegangen, wie es in der Zwischenbilanz heißt.

Momentan muss Mitarbeiter Esmaili vor allem aufräumen. „Dank der überwältigenden Mithilfe der Viernheimer haben wir so viele Waren gespendet bekommen, dass unser Lager einfach nichts mehr aufnehmen kann“, erzählt Frahm. Fürs Erste bittet das Laden-Team deshalb um keine weiteren Spenden, bis wieder etwas Platz im Lager ist. „Nur Töpfe, Pfannen und Elektrogeräte nehmen wir weiterhin sehr gern an“, sagt Frahm. „Denn diese Dinge schaffen es gar nicht ins Lager – sie werden sofort gekauft.“

Murteza Esmailis Deutsch ist nicht flüssig, er gestikuliert oft mit den Händen, um zu erklären, was er meint. Immerhin hat er bereits ein Berufsziel: „Ich möchte vielleicht Verkäufer werden, dabei hilft mir die Arbeit im Laden mit Herz.“