Ostermärsche für Frieden und Abrüstung in Hessen

Demonstranten sind 2018 auf dem Weg zur Abschlusskundgebung der Ostermärsche auf dem Römerberg in Frankfurt. Archivfoto: Frank Rumpenhorst/dpa

An Ostern gehen auch in Hessen wieder zahlreiche Menschen gegen Rüstung und Krieg auf die Straße. Das Netzwerk Friedenskooperative erwartet mehr Teilnehmer als im Vorjahr.

Anzeige

FRANKFURT/WIESBADEN. Die Ostermarsch-Bewegung ruft in Hessen zu rund einem Dutzend Veranstaltungen für Frieden auf. Höhepunkt ist nach Angaben des Netzwerks Friedenskooperative am Ostermontag eine Abschluss-Kundgebung in Frankfurt. "Wir rechnen insgesamt mit mindestens genauso vielen, wahrscheinlich mehr Teilnehmern als im letzten Jahr", sagte Kristian Golla vom Netzwerk Friedenskooperative.

"Die Gefahr eines neuen nuklearen Wettrüstens in Europa ist groß", sagte Golla. Das bevorstehende Aus des INF-Vertrages verängstige viele Menschen und ermutige sie, sich an den Demonstrationen zu beteiligen. Die USA und Russland haben den mehr als 30 Jahre alten Vertrag gekündigt. Die Veranstalter fordern, keine neuen Atomwaffen in Europa zu stationieren.

Die Erhöhung der Militärausgaben und die deutschen Waffenexporte sind andere Themen der diesjährigen Ostermärsche. Damit könnten vor allem jüngere Menschen erreicht werden, sagte Golla. In einigen Städten würden auch Redner der Klimabewegung "Fridays for Future" erwartet.

Die Kundgebungen für Frieden beginnen am Karfreitag in Bruchköbel (Main-Kinzig-Kreis). Am Karsamstag sind unter anderem Mahnwachen und Demonstrationen in Gießen, Limburg, Fulda und im Odenwald geplant. Es gibt auch einen Radkorso. Am Montag sind außer in Frankfurt auch Veranstaltungen in Bad Homburg, Kassel, Offenbach und Marburg im Programm. Das nordhessische Eschwege ist nach Angaben der Veranstalter in diesem Jahr zum ersten Mal mit einer Kundgebung dabei. Das Motto der Ostermärsche: "Für Frieden und Abrüstung! Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!"

Anzeige

Allein in Frankfurt hatten 2018 nach Darstellung des Ostermarschbüros rund 4000 Menschen demonstriert. Die Polizei hatte von 1500 Demonstranten gesprochen.

Von dpa