Odenwald-Regionalgesellschaft erhält Spende mit Schutzeffekt

Infektionsschutz aus Michelstadt: 180 Visiere hat die LY-Holding (links: Geschäftsführer Ali Yüzer) in Erbach an die Odenwald-Regionalgesellschaft und deren Chef Marius Schwabe übergeben. Darüber freut sich auch LY-Marketingleiterin Andrea Kruse. Foto: LY-Holding

Michelstädter LY-Holding übergibt 180 Visiere aus eigener Produktion an die Oreg. Die Frankfurt RheinMain GmbH steuert 10 000 Päckchen Desinfektionsgel bei.

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ERBACH/MICHELSTADT. (jös). Timing ist alles: Gerade erst hat die Landesregierung Visire als geeigneten Mund-Nasen-Schutz im Sinne der hessischen Corona-Verordnung anerkannt, da darf sich die Odenwald-Regionalgesellschaft über eine Lieferung von gleich 180 Stück freuen. Hergestellt und gespendet hat sie die Michelstädter LY-Holding, deren Geschäftsführer Ali Yüzer die Visiere im Gesamtwert von gut 3500 Euro nun an Oreg-Chef Marius Schwabe übergab.

Der Geschäftsführer der Kreistochter hat viele Ideen für den Einsatz: „Wenn unsere Stadt- und Schlossführungen wieder anlaufen, kann sich unser Personal besser schützen“, wird Schwabe in einer Pressemitteilung zitiert. Ebenso sei geplant, die Visiere im Personennahverkehr beispielsweise an Schaltern zu verwenden: „Das hilft nicht nur unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sondern auch allen Gästen des ÖPNV im Odenwaldkreis.“ Außerdem könne ein Teil der Masken an Schulen und Kindergärten weitergegeben werden. Die LY-Holding, die mit mehr als 1400 Mitarbeitern an 27 Standorten in zwölf Ländern arbeitet, produziert die Schutzvisiere in drei unterschiedlichen Ausführungen schon seit einigen Wochen. Auch weitere Desinfektionsdienstleistungen werden bereits angeboten, teilt das Unternehmen mit. „Wir sind dabei, mit unseren Ingenieuren Vernebelungstechnik auf sehr hohem Niveau anwendbar zu machen, die Keimfreiheit schafft“, so Yüzer.

Vorteile der Visiere seien die unkomplizierte Anwendung und Reinigung: Einfaches Desinfizieren der Oberflächen mache den Gesichtsschutz, der mit einem Klettverschluss am Hinterkopf versehen und individuell einstellbar ist, mehrfach verwendbar. Die Scheiben bestehen anti-allergener PET-Folie sollen zudem hohen Sicherheit vor dem Beschlagen bieten; Gesicht und Mimik des Trägers bleiben erkennbar. Wie es von Unternehmensseite heißt, ist die Produktion in hohen Stückzahlen möglich und hat bereits begonnen.

Die Visiere waren nicht die einzige Spende, über die sich Marius Schwabe an diesem Tag freuen durfte: Gekommen war auch Jörn Siegle, Direktor der der Frankfurt RheinMain GmbH (FRM) – und er hatte 10 000 Päckchen Hand-Desinfektionsgel mitgebracht.

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Das Desinfektionsmittel stammt von der Firma Pamtek Cosmetic aus Korea, einem Land, mit dem die FRM seit vielen Jahren engen Kontakt hält. „Die Unternehmen dort bekunden mit dieser Übergabe auch die Solidarität mit unserer Region“, freute sich der Oreg-Geschäftsführer.