Lieber Familie als Mallorca

Im günstigen Licht erscheinen lässt den Michelstädter Bienenmarkt die am Freitag gezogene Vorschluss-Bilanz. Foto: Manfred Giebenhain  Foto: Manfred Giebenhain

Zum Endspurt des Bienenmarkts am zweiten Volksfest-Wochenende fällt die vorläufige Bilanz des Marktbetriebs überwiegend positiv aus. Im Beschickergespräch vom Freitag war...

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MICHELSTADT. Zum Endspurt des Bienenmarkts am zweiten Volksfest-Wochenende fällt die vorläufige Bilanz des Marktbetriebs überwiegend positiv aus. Im Beschickergespräch vom Freitag war die Rede von einem „durchweg ruhigen Fest und guten Umsätzen“. Im Unterschied zum ersten Meinungsaustausch mit den Schaustellern am ersten Markttag eine Woche zuvor nahmen an dem Gespräch allerdings nur noch eine Handvoll Schausteller teil. Da ihre Wahrnehmungen übereinstimmten, sind Rückschlüsse dennoch erlaubt.

Bürgermeister Stephan Kelbert und Kulturamtsleiter Heinz Seitz bestätigten die Zufriedenheit der Festwirte mit dem Festverlauf. Wilhelm Paulus schätzte gar den Mittwoch und Donnerstag als besucherstark ein: „Der Bienenmarkt ist ein Familienfest.“ Das Kinderfest am Mittwoch mit der Bienenmarkt-Rallye lockte auch das jüngere Publikum mal ohne Eltern auf den Festplatz, und der tags darauf folgende Familientag erwies sich den Worten von Schaustellern nach als ein Gewinn. Im Kontrast dazu kamen kritische Stimmen hinsichtlich der Mallorca-Party vom Wochenende auf, die sich insbesondere auf den hygienischen Zustand der Toiletten und den rückwärtigen Marktbereich erstreckten. Einerseits sei ein Zuspruch von 1200 vorwiegend jungen Personen für eine Veranstaltung in der Festhalle zu begrüßen; andererseits seien die vorhandenen sanitären Anlagen einem solchen Geschehen nicht gewachsen, hieß es dazu.

Umso erfreulicher die Bestnoten, welche die Erbacher Polizei dem aktuellen Bienenmarkt ausstellten. Keine Spur von Schlägereien mit Verletzten und großen Einsätzen von Rettungsdiensten wie in früheren Jahren, zeichnete Kriminaloberrat Udo Lieser zu diesem Thema ein positives Bild. Teils unterstützt von dem aufmerksamen Einsatz eines privaten Sicherheitsdiensts, konnten die Beamten gegen eine sexuelle Belästigung eines Mädchens ebenso erfolgreich vorgehen wie gegen einen alkoholisierten Autofahrer.

Engpässe bei Zufahrt zum Markt

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Die Polizei registrierte ferner drei entwendete Geldbörsen, musste zweimal wegen Ruhestörung eingreifen und wurde einmal gerufen, als ein Festbesucher eine gefälschte 50-Euro-Note in Umlauf bringen wollte. Während der Festwoche wurde ferner ein Handtaschendiebstahl in der Altstadt angezeigt. Zu überdenken sei die Parkplatzregelung für Schausteller, regte Paulus an. Da sei es schon mal zu Engpässen in der Zufahrt zum Markt gekommen, die für dessen Belieferung mit täglich frischen Waren gebraucht werde. Begrüßt wurde das Marktkonzept von Seitz, im Bereich Krammarkt auf ein breites Sortiment mit ansprechender Qualität zu achten.