Fastnachter aus Steinbach steuern dem Höhepunkt der Kampagne...

Als Bauarbeiterinnen mit bunten Latzhosen trat eine Tanzgruppe des Carneval-Clubs Rot-Weiss Steinbach auf.Foto: Heidemarie Canis  Foto: Heidemarie Canis

Auch der zweite Bunte Abend des Carneval-Clubs Rot-Weiss Steinbach in dieser Fastnachts-Kampagne im Bürgerhaus im Michelstädter Stadtteil Steinbach war wieder ein großer...

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STEINBACH. Auch der zweite Bunte Abend des Carneval-Clubs Rot-Weiss Steinbach in dieser Fastnachts-Kampagne im Bürgerhaus im Michelstädter Stadtteil Steinbach war wieder ein großer Erfolg. Wobei sich die Bezeichnung Bunter Abend nicht nur auf das vielfältige bunte, fast vierstündige Programm bezog, sondern auch auf die fantasievollen Kostüme und Masken der närrischen Gäste.

Der Saal des Bürgerhauses war voll besetzt, und die „Stoabacher“ warteten mit Spannung auf die Darbietungen der einzelnen Gruppen; doch an diesem Abend sollte es zunächst ein wenig anders werden. Zwar marschierten sie pünktlich unter den Klängen des Narrhallamarschs ein und bezogen das närrische Podium, aber es waren nur die kleinen Gardisten mit ihrem Gardemajor Uwe Stegmüller. Doch schon bald änderte sich das Bild. Die große Garde und der Elferrat mit ihrem Sitzungspräsidenten Thomas Kurz, präsentierten sich dem Narrenvolk.

Der nächste Programmpunkt machte trotz aller Narretei recht nachdenklich. Udo Reubold, der weit über die Landesgrenzen bekannte, einmalig begnadete Büttenredner, sprach für den im November verstorbenen Ehrensitzungspräsidenten Wilhelm Kühne einen sehr gefühlvollen Nachruf. In Anlehnung an die nahe Einhards-Basilika sangen die vier „Klostergärtner“ (Rüdiger Kolb, Bernd Siefert, Karl Heinz Jordan und Cyriakus Schmidt) zunächst als Mönche, dann als Piloten (Melodie von Reinhard May) und zum Schluss in weiße Bademäntel gehüllt das Lied „Aber bitte mit Sahne“ (Udo Jürgens), das Jugendballett und alle Anwesenden im Saal sangen mit, das Stimmungsbarometer stieg enorm. Vier niedliche kleine Mädchen hatten dann als Heidis ihren großen Auftritt, ein hübscher Einfall. Zwischen den einzelnen Programmpunkten unterhielt Sitzungspräsident Thomas Kurz mit launigen Worten und schaffte so fließende Übergänge. Auch bei der folgenden Tanzgruppe, der „Rasselbande“ war alles im Fluss, Tanzen, Kopfstand, Rad schlagen, alles klappte vorzüglich. Die gute alte Stummfilmzeit konnte im Anschluss erlebt werden, nicht in scharz-weiß, sondern in rot-grün. Ein grandioser Einfall, die Kommunikation mittels Wortplakaten, die viel Gelächter verursachte.

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Große Musikalität und Geselligkeit

Acht Bauarbeiterinnen der Jugend-Tanzgruppe bewiesen bei ihrer Darbietung große Musikalität und Gelenkigkeit. Der Auftritt von Tina und Sven Trumpfheller war etwas fürs Zwerchfell, die Beiden mimten eine familiäre Szene in der Fastnachtszeit und bekamen viel, viel Beifall. Dass sieben Tänzerinnen mit einer Bühne von drei mal neun Meter zurechtkommen und trotzdem noch mit viel Temperament tanzen können, das bewies das Rot-Weiss-Ballett. Heike Manck und Uwe Stegmüller berichteten über die schönste Zeit des Jahres, ihre Urlaubszeit in der Schweiz.

Nach der Pause hatte Hartmut Schwöbel im Elferrat kurz das Sagen, er meinte: „I am the first“. Anschließend ließen die Sänger von „Einer fehlt immer“ mit ihren Hamburger- und Seemannsliedern den Saal erschüttern. Dass er nicht nur mit Worten jonglieren kann, sondern auch mit dem Serviertablett, das bewies Sitzungspräsident Kurz. Nach Kinohits der Achtziger tanzte das flotte Männerballett, und Wilhelm Paulus nahm die Zuhörer mit auf ein „Fußballevent“ in eine „Location“ in Hamburg, na, was er dort alles erlebte! Der Beifall für diesen Vortrag wollte nicht enden. Zu einer Playback-Hitparade lud im Anschluss D.T.H. (Hartmut Schwöbel) ein und die Gäste konnten zwischen Ötzi, Andrea Berg, den Flippers, Helene Fischer und Andreas Gaballier punkten.