Kultur erleben und einander stärken

Immer einen Ausflug wert ist das Deutsche Elfenbeinmuseum in Erbach – das haben nun auch Odenwälder Demenzkranke und ihre Angehörigen bei einem Besuch, organisiert von der Diakonie und dem Landkreis, erfahren. Archivfoto: Michael Leukel

Der Odenwaldkreis und die Diakonie unterstützen Menschen mit Demenz und deren Angehörige. Ausflüge können Kraft geben

Anzeige

ODENWALDKREIS. (red). Der Alltag von Menschen mit Demenz, aber auch der Alltag ihrer Angehörigen, ist mitunter sehr herausfordernd. Um ihnen eine Abwechslung zu bieten und miteinander ins Gespräch zu kommen, haben der Odenwaldkreis und das Diakonische Werk Odenwald jüngst einen Ausflug ins Elfenbeinmuseum veranstaltet. „Gerade Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen brauchen Angebote wie dieses, denn die Krankheit kann in soziale Isolation führen und es fehlt nicht selten an Gelegenheiten zum Austausch“, heben die Organisatorinnen Anika Schilder und Anja Pinkert hervor. Schilder ist Gesundheitsmanagerin des Odenwaldkreises, Pinkert arbeitet in der Fachstelle Demenz der Diakonie.

Mit einer Demenz zu leben oder sich um einen Demenzkranken zu kümmern, bringt oft große Anstrengungen, erheblichen Organisationsaufwand und Missverständnisse in der Kommunikation mit sich. „Hier kann ein schönes Erlebnis mit neuen Eindrücken und entspannt verbrachte Zeit in der Gemeinschaft helfen, wieder Kraft zu tanken“, wissen Schilder und Pinkert. Nach dem Besuch des Museums, wo es eine speziell auf die Gruppe zugeschnittene Führung gab, ging es in ein nahe gelegenes Café. Finanziell unterstützt wurde das Angebot mit Spenden aus der Aktion „Echo hilft“.

„Der Austausch mit anderen Betroffenen kann ganz neue Perspektiven aufzeigen. Ein offenes Gespräch in einem Kreis, in dem alle wissen, worum es geht, kann bereichern und entlasten. Darum war es uns wichtig, einen solchen Raum zu bieten und dies mit einem kulturellen Höhepunkt zu gestalten“, so Pinkert.

Anzeige

Auch künftig sollen solche Ausflüge organisiert werden, um einen großen Kreis an Beteiligten zu gewinnen, die sich gegenseitig unterstützen und miteinander Freude haben. Demenz ist schon heute weit verbreitet und wird im Zuge der demografischen Entwicklung zunehmen, so eine Pressenotiz der Kreisverwaltung.