Fünfte „Art Aktiv Odenwald“ in Sandbach: Eine Vielfalt,...

Kunst, wohin man schaut: Zum fünften Mal geht in Sandbach die Ausstellung „Art Aktiv Odenwald“ über die Bühne. Mit von der Partie ist die Bad Königerin Ursula Friedl (rechts), hier im Gespräch mit einer Besucherin.  Foto: Gabriele Lermann  Foto: Gabriele Lermann

Sie hat sich gelohnt, die viele Mühe, die sich Petra Sommer, Inhaberin der Galerie „Art & Soul“ in Sandbach, für die fünfte Ausstellung „Art Aktiv Odenwald“...

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SANDBACH. Sie hat sich gelohnt, die viele Mühe, die sich Petra Sommer, Inhaberin der Galerie „Art & Soul“ in Sandbach, für die fünfte Ausstellung „Art Aktiv Odenwald“ gegeben hat. „Die fünfte Auflage dieser Veranstaltung sollte sich von den vorangegangenen Jahren abheben“, so die Galeristin. Das war durchaus gelungen, die Schau lockte übers Wochenende zahlreiche Besucher in den Breuberger Stadtteil.

Unter Einbezug aller umliegenden Räumlichkeiten, des Innenhofes und des großen Gartens mit Garten-Café wurde aus der kleinen Galerie eine ganz große. Kaum mehr als Doppelgarage zu erkennen war gleich der erste Ausstellungsraum: Weiße Wände und blaue Auslegware sowie eine optimale Beleuchtung ließen die Kunstwerke wie im hellen Tageslicht erstrahlen: Hier die farbintensive Malerei von Corinna Panayi-Conrad (Michelstadt), dort Gemälde und Schmuck von Ursula Friedl (Bad König) und dazwischen Eb Freuer mit seinen großen Holzskulpturen.

Zwei, die trotz unterschiedlicher Kunst treffend einen gemeinsamen Ausstellungsraum bestücken, sind der Design-Fotograf Bernd Wittelsbach (Frankfurt) und Günter Vest (Hainstadt). Die ausdrucksstarken Werke Wittelsbachs – Natur oder urbane Architektur – entstehen auf außergewöhnlichem Material. Günter Vests Lichtobjekte bestehen aus den unterschiedlichsten Materialien und/oder zweckentfremdeten Elementen. Bei beiden Männern steht das Licht in Vordergrund, was zu einem optisch gelungenen Mix führte.

Zwei Künstler, die mit ihren hochkarätigen Arbeiten je einen Ausstellungsraum belegten, waren Ingo Knoppe (Erbach) und Ralf Seiler (Aschaffenburg). Knoppe ist seit Jahrzehnten international bekannt für seine herausragende Designkunst mit Mammut, bei der es sich vorrangig um Schmuck, aber auch andere Objekte handelt. Brandneu sind seine monumentalen Stelen, versehen mit Tiermalerei und Mammutteilen. In seinem Schmuck verarbeitet Knoppe neben Mammut auch Edelsteine.

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Ganz kleine Teile zu großen Kunstwerken, Skulpturen und Ähnlichem verarbeitet Ralf Seiler in seiner Mosaikkunst. Eine Kunstform, die er aus Italien mitgebracht hat und die er in Deutschland meist mit verschiedenfarbigem Sandstein umsetzt. Mit Malerei – meist eindrucksvoll angerissenen Akten – war der Sandbacher Heinz-Jürgen Menzer in einem kleineren Ausstellungsraum vertreten. Im Garten ließen sich Helmut Kiel (Höchst) mit seiner Aufbaukeramik, Heinz Bauer (Michelstadt) mit seinen Specksteinskulpturen, Gunnar Kollar (Reichelsheim) mit Metallskulpturen, Sonja Wasser (Höchst) mit Steinarbeiten und Tobias Hotz (Mömlingen) mit Holzskulpturen entdecken.

Livemusik und Sonnenschein satt bereicherten die Veranstaltung: Am Samstag spielte das Duo „Dr. Soul & Mr. Blues“, am Sonntag waren „Frisco“ und „Stasan“ (Hans Stachowiak) zu erleben. Letzterer stellte seine neue CD mitsamt Odenwaldlied vor. Auch eine Schau-Destille zählte zu den Attraktionen am Sonntag. Mit Magie verzauberte „Funthomas“ die Besucher.