Leiharbeit: Kundgebung bei Opel in Rüsselsheim

200 Leiharbeiter haben sich im Rahmen einer Kundgebung bei Opel versammelt. © IG Metall

Etwa 200 Leiharbeiter haben sich am Freitag bei Opel versammelt. Die forderten die Übernahme in eine unbefristete Beschäftigung.

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RÜSSELSHEIM. Etwa 200 Leiharbeiter haben sich am Freitag einer Mitteilung der IG Metall zufolge zum Schichtwechsel bei Opel versammelt. Unter dem Motto „Gekommen, um zu bleiben – Übernahme Leiharbeiter hier und jetzt“ forderten die Beschäftigten gemeinsam mit den Vertrauensleuten der IG Metall ihre sofortige Übernahme in eine unbefristete Beschäftigung bei Opel. Die Aktion, die gemeinsam mit der Geschäftsstelle der IG Metall Darmstadt vorbereitet und abgehalten wurde, findet auch im Rahmen der Tarifverhandlungen Leiharbeit statt.

In ihrer Rede erklärte Ulrike Obermayr, erste Bevollmächtigte der IG Metall Darmstadt: „Es gibt im Moment in Deutschland keinen Automobilhersteller, der wie Opel derartig viele Leiharbeiter beschäftigt und ihnen keine Perspektive auf Übernahme gibt.“ Um diese Perspektive kämpfe man Seite an Seite mit den Leiharbeitern hier am Werk Rüsselsheim. „Zudem fordern wir die Auszahlung der Inflationsausgleichsprämie an Leiharbeitende“, so Obermayr.

Auch Yorgun Aggül, Mitglied der Vertrauenskörperleitung und Betriebsrat bei Opel Rüsselsheim, mahnte: „Es ist allerhöchste Zeit, dass der Arbeitgeber seiner sozialen Verantwortung den Leiharbeitnehmenden gegenüber gerecht wird. Es braucht jetzt ein klares Signal zur Übernahme der fast tausend Kolleginnen und Kollegen.“