Fotografien der Vergangenheit in Rüsselsheimer Opelvillen

Die Ausstellung „Fotografien der Vergangenheit“ (hier Tinajas de la Mancha, 1935) in den Opelvillen gibt einen Überblick über das Schaffen von José Ortiz Echagüe. Foto: VG Bild-Kunst, Bonn
© VG Bild-Kunst, Bonn

Von 16. Oktober bis 22. Januar 2023 sind Werke des spanischen Künstlers José Ortiz Echagüe zu sehen.

Anzeige

RÜSSELSHEIM. (red). „Fotografien der Vergangenheit – Spanien 1900 bis 1950 von José Ortiz Echagüe“. Unter diesem Titel steht eine Ausstellung, die von 16. Oktober bis 22. Januar 2023 in den Rüsselsheimer Opelvillen zu sehen ist. Zusätzlich wird es am 13. November ab 11 Uhr ein Podiumsgespräch »Ortiz Echagüe, Spaniens genialer Romantiker« mit Paul Ingendaay und Juan Manuel Bonet geben. Ingendaay war von 1998 bis 2016 Kulturkorrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in Madrid und ist seitdem Europa-Korrespondent des Feuilletons mit Sitz in Berlin.

Der Kunstkritiker und Ausstellungsmacher Juan Manuel Bonet hat unter anderem das Museo Reina Sofía und das Instituto Cervantes geleitet. Karten sind im Vorverkauf ab September zu erhalten.

Der Künstler José Ortiz Echagüe, geboren 1886 in Guadalajara, gestorben 1980 in Madrid, war ein Tausendsassa: Der Ingenieur, Ballonfahrer und Flugzeugpilot überflog 1914 als Erster die Straße von Gibraltar und gründete mit der Flugzeugfabrik C.A.S.A. 1923 und der Automobilfabrik SEAT 1950 zwei der erfolgreichsten Großunternehmen Spaniens. Zugleich entwickelte José Ortiz Echagüe eine intensive fotografische Arbeit mit Schwerpunkt auf der Dokumentation der spanischen Kultur, Landschaft und Architektur.

Ebenso stark wie der Drang des Ingenieurs und Unternehmers José Ortiz Echagüe, die spanische Wirtschaft zu modernisieren, war der Wunsch des Fotografen in ihm, die sich im Zuge der Modernisierung wandelnden kulturellen Traditionen fotografisch festzuhalten. Auf die vom Verschwinden bedrohte archaische Welt karger Landschaften, nicht erschlossener Dörfer und ausgefallener Trachten richtete er seine Linse und realisierte Fotografien, die ihn nicht nur in Spanien berühmt machten. Sein Leben lang praktizierte der Fotoamateur José Ortiz Echagüe ein aufwendiges technisches Kohledruckverfahren, mit dem er bei jedem Abzug ein Original herstellte. Die Ausstellung „Fotografien der Vergangenheit – Spanien 1900 bis 1950“ gibt anhand von rund 110 Vintage-Abzügen einen detaillierten Überblick über sein Schaffen.

Anzeige

Der Eintritt kostet 8 Euro (ermäßigt 4 Euro). Die Öffnungszeiten: sind Dienstag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr, Samstag 14 bis 18 Uhr und Sonntag 10 bis 18 Uhr.