Besuch erfüllt die Erwartungen

Die Alzheimer- und Demenzkranken Gesellschaft Rüsselsheim ist von 14 japanischen Gästen besucht worden. Im „Haus der Senioren“ informierte sich die Delegation aus Fernost...

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RÜSSELSHEIM. Die Alzheimer- und Demenzkranken Gesellschaft Rüsselsheim ist von 14 japanischen Gästen besucht worden. Im „Haus der Senioren“ informierte sich die Delegation aus Fernost unter anderem über die deutschen Pflegestärkungsgesetze. Diese sollen schrittweise die Situation von Pflegebedürftigen, Angehörigen sowie Menschen, die in der Pflege arbeiten, verbessern. Unter den Besuchern aus Japan waren Amtsträger, Mediziner, Journalisten und im Gesundheitsbereich Tätige.

„In Japan gibt es mehr an Demenz Erkrankte als in Deutschland“, weiß die Geschäftsführerin der Alzheimer- und Demenzkranken Gesellschaft, Mathilde Schmitz. Deshalb seien die Japaner in Rüsselsheim zu Gast gewesen, um sich über das vielfältige Hilfsangebot, vor allem durch die Arbeit von ehrenamtlichen Helfern, zu informieren, erläuterte der Vorsitzende der Rüsselsheimer Alzheimer-Gesellschaft, Peter Bäumel.

Die Japaner hätten sich zuvor informiert, in welcher deutschen Region die Arbeit mit Alzheimer- und Demenzkranken gut organisiert sei, sagte Maya Yamazaki, Politikerin, Professorin und Gesundheitsministerin. Daraufhin sei ihnen die Rüsselsheimer Gesellschaft empfohlen worden. Yamazaki führte weiter aus, sie hätten sich bewusst für eine deutsche Kleinstadt entschieden, da sie finde, die Vernetzung zwischen Kranken und Pflegenden sowie der kommunalen Verwaltung sei besser.

Ein Vortrag über den Aufbau der Alzheimer- und Demenzkranken Gesellschaft, ihre Hilfsangebote und anschließende Gespräche gaben den Japanern einen Überblick, welche Formen der Hilfe in Deutschland geboten werden. „Das Angebot reicht von der Beratungsstelle, über Gesprächskreise für Angehörige und nun auch für Erkrankte bis zu Hausbesuchen bei Erkrankten“, erklärte Bäumel. Durch die Hausbesuche von ehrenamtlichen Mitarbeitern würden die Angehörigen für ein paar Stunden am Tag entlastet.

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Yamazaki sprach für die Gruppe und sagte, der Besuch in Rüsselsheim habe ihre Erwartungen erfüllt. „Wir haben einen guten Überblick über die Arbeit der Gesellschaft bekommen und sind gut informiert worden.“ Bei dem deutsch-japanischen Treffen hätten sich auch Gemeinsamkeiten in der Arbeit mit an Alzheimer- und Demenz Erkrankten ergeben, befand Schmitz, wie etwa die Wichtigkeit der Frühdiagnose und die Unterstützung der Angehörigen. Und Schmitz fügte an, sie fühle sich geehrt, dass die japanischen Kollegen ein so reges Interesse an der Arbeit der Gesellschaft zeigten.