Riedstadts Bürgermeister zu Kritik an fehlenden Kerbeplätzen

Autoscooter oder Karussells soll es nächstes Jahr wieder bei Riedstädter Kerben geben. Archivfoto: Guido Schiek
© Guido Schiek

Bürgermeister Kretschmann begründet, warum dieses Jahr nur je ein Stand bei den Stadtteilkerben möglich gewesen sei. In Leeheim startet die Kerb am Freitag, 15. Oktober.

Anzeige

RIEDSTADT. Drei Kerben in den Riedstädter Stadtteilen sind vorbei, zwei stehen bevor, in Leeheim und Erfelden. Umzüge sind wieder möglich und Tanz nach 2G-Regeln. Doch in Goddelau gab es zuletzt auch Kritik: Auf dem Kerweplatz stand zwar ein Imbiss mit Getränkeausschank, aber kein Kinderkarussell oder sonstige Unterhaltung. Nur an Essen und Trinken werde gedacht, aber nicht an die Kinder, hieß es daraufhin in den sozialen Medien. "Zur Goller Kerb kein Kerweplatz, die Goller EX mache Rabatz", war auf einem Wagen der früheren Goller Kerweborsch bei der Kerb zu lesen. Damit wollte man einen mobilen Kerweplatz schaffen, weil es keinen realen gegeben hätte, sagte einer der früheren Kerweborsch. Viele andere Kommunen hätten es geschafft, einen Kerweplatz zu organisieren. Dabei hätte man mit einfachen Mitteln die Bürger nach langer Pandemie glücklich machen können.

Bei einem Empfang für die Goller Kerweborsch am Montagvormittag vor dem Rathaus habe sehr gute Stimmung geherrscht, betont dagegen Bürgermeister Marcus Kretschmann (CDU). Alle hätten sich wie zuvor die Wolfskehler Borsch riesig gefreut, dass die Kerb stattgefunden habe. Man habe auch auf Wunsch der Schausteller einen Imbiss mit Getränken ermöglicht. Dieser sei gut besucht gewesen.

Sobald mehr als ein Stand vergeben werde, müsse eine Ausschreibung nach Marktrecht und mit Bewerbungsverfahren erfolgen. Es habe aber die Zeit nicht gereicht, um das rechtssicher hinzubekommen, betont Kretschmann. Denn nach der Goddelauer Kerb 2019 legte ein Schausteller Widerspruch gegen das Vergabeverfahren der Stadt vor dem Verwaltungsgericht Darmstadt ein. Dort habe keine Seite so richtig recht bekommen, es habe aber beide Geld gekostet.

Im Frühjahr werde man nun die Ausschreibung für die Kerben 2022 starten, verspricht der Bürgermeister. "Ziel ist es, im Herbst in jedem Stadtteil einen schönen Kerbplatz zu haben", betont Kretschmann.

Anzeige

Nun geht es am Wochenende mit der Kerb in Leeheim weiter: Am Freitag, 15. Oktober, treffen sich die Kerweborsch um 20 Uhr im "Rheintal". Um Mitternacht wird der Kerwevadder bekannt gegeben. Einlass sei nur für Geimpfte und Genesene. Am Samstag, 16. Oktober, wird gegen 11 Uhr der Kerwebaum am Rheintal aufgestellt. Um 21 Uhr startet dort der Kerwetanz nach 2G-Regeln. Am Sonntag, 17. Oktober, rollt der Umzug um 13 Uhr in der Feldstraße los. Im Anschluss spielt der Musikzug im Rheintal. Am Montag, 18. Oktober, beginnt der Frühschoppen um 10 Uhr in Kneipen und Restaurants.