Unterstützung für faires Handeln im Kreis Groß-Gerau

Fairer Handel wird im Kreis Groß-Gerau großgeschrieben, weshalb die Kreisverwaltung nun einen überarbeiteten Gastronomie- und Einkaufsführer vorgelegt hat. Archivfoto: Marco2811

Der Kreis Groß-Gerau präsentiert seinen überarbeiteten Gastronomie- und Einkaufswegweiser und weist in diesem Zusammenhang auf Veranstaltungen hin.

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KREIS GROSS-GERAU. (red). In neuem Format und mit neuem Layout ist der überarbeitete Gastronomie- und Einkaufswegweiser erschienen, der die Möglichkeiten im Kreis Groß-Gerau bündelt, fair gehandelte Produkte zu kaufen und zu konsumieren. Herausgegeben wird er wieder vom Fairtrade-Kreis Groß-Gerau in Kooperation mit der Fairtrade-Steuerungsgruppe des Kreises, der Stadt Mörfelden-Walldorf, der evangelischen Kirchengemeinde Büttelborn, dem Evangelischen Dekanat Groß-Gerau/Rüsselsheim und dem Verein Partnerschaft Dritte Welt Dornheim, schreibt das Kreispressebüro.

„Dieser Einkaufsführer kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass die Idee des fairen Handels und Handelns noch mehr Unterstützung findet“, sagt Landrat Thomas Will (SPD). Mit dem Kauf und dem Verzehr fair gehandelter Produkte werden benachteiligte Produzentengruppen in Entwicklungsländern wie etwa Kleinbauernfamilien oder Plantagenarbeiter unterstützt.

Online ist der Wegweiser auf www.kreisgg.de/umwelt/fairer-handel-im-kreis-gross-gerau/gastronomie-und-einkaufswegweiser zu finden. In gedruckter Form ist er beispielsweise bei den beiden anstehenden Veranstaltungen zum Thema Fairtrade im Kreis Groß-Gerau zu haben.

Das ist zum einen die Veranstaltung der Initiative Lieferkettengesetz im Kreis Groß-Gerau mit Kooperationspartnern (zu denen auch die Fairtrade-Steuerungsgruppe des Kreises zählt) anlässlich des Welttags der menschenwürdigen Arbeit. Diese beginnt am Donnerstag, 6. Oktober, um 19 Uhr im Groß-Gerauer Kulturcafé, Darmstädter Straße 31. Dort referiert der Sozialwissenschaftler Dr. Thomas Köller (Düsseldorf) über den Stand des deutschen und europäischen Lieferkettengesetzes und darüber, was wir für mehr Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit tun können. Input zu zivilgesellschaftlicher Aktivität gibt Michael Müller-Puhlmann. Die Moderation übernimmt Ingrid Reidt von der katholischen Betriebsseelsorge. Anmeldung nimmt die Kreisvolkshochschule (Telefon 06152-18700, E-Mail info@kvhsgg.de, Direktlink zur Anmeldung vhs.link/ 8MTYR6) entgegen.

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Zwei Tage später, am Samstag, 8. Oktober, folgt von 14 bis 19 Uhr das Faire Fest in Büttelborn auf dem Rathausplatz an der Mainzer Straße. Auch dort ist der Gastronomie- und Einkaufs-Wegweiser erhältlich. Nähere Informationen zum Fest gibt es auf www.buettelborn.de/aktuelles/faires-fest/. Auch dort besteht die Gelegenheit, sich mit dem Thema Fairer Handel und Nachhaltigkeit generell zu befassen und sich mit anderen Menschen dazu auszutauschen.

Außerdem gibt es auf dem Büttelborner Rathausplatz Informationen zur „Karte von morgen“, auf der Kommunen – wie jetzt auch Büttelborn – ihre Aktivitäten und Angebote zum Fairen Handel, zu Natur und Bildung, zu Lebensmittelrettung oder Reparaturwerkstätten, eben zu nachhaltigem Leben, vorstellen. Das Projekt ist auf www.kartevonmorgen.org zu finden.

Auf dieser Karte sollen bald peu à peu weitere Kreiskommunen auftauchen, wie Stefan Leimbach, Leiter der Kreis-Fairtrade-Steuerungsgruppe, sagt. Auch arbeite der Kreis weiter daran, dass neben Bischofsheim, Büttelborn, Kelsterbach und Mörfelden-Walldorf weitere Städte und Gemeinden Fairtrade-Kommunen werden. Die Mitglieder der Steuerungsgruppen, die sich großteils ehrenamtlich für die Sache Fairtrade und Nachhaltigkeit einsetzen, seien dabei wichtige Multiplikatoren und Motivatoren, heißt es abschließend.