Kreis Groß-Gerau: „Mädchen haben Rechte“

Elke Draxler und Alexandra Zerl von der Jugendförderung/Jugendbildungswerk des Kreises (von links) präsentieren die Infobroschüre für Mädchen, die das Kreis-Jugendbildungswerk und die Rüsselsheimer Jugendförderung veröffentlicht haben. Foto: Kreis

Das Jugendbildungswerk des Kreises Groß-Gerau und die Jugendförderung Rüsselsheim veröffentlichen eine Broschüre zu Mädchenrechten samt Ansprechpartner.

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KREIS GROSS-GERAU. Das Jugendbildungswerk des Kreises Groß-Gerau hat in Kooperation mit der Jugendförderung der Stadt Rüsselsheim die Broschüre „Mädchen* haben Rechte!“ veröffentlicht. Darin finden Mädchen viele grundlegende Informationen, unter anderem zu ihren Rechten im alltäglichen Leben und wodurch diese verletzt werden können, teilt das Kreispressebüro mit. Wichtig sind auch die Hinweise auf Hilfs- und Beratungsangebote im Kreis Groß-Gerau und in der Stadt Rüsselsheim, die für Mädchen da sind, um sie bei Herausforderungen, Unsicherheiten bei der Entwicklung ihrer eigenen Lebensperspektive und der Wahrnehmung ihrer Rechte zu unterstützen.

„Die Idee zur Broschüre ist im Arbeitskreis ,Mädchenarbeit im Kreis Groß-Gerau‘ entstanden. Viele Mädchen wissen nicht um ihre Rechte und meistens sind ihnen die örtlichen und regionalen Hilfs- und Beratungsangebote, die ihnen zur Verfügung stehen, nicht bekannt“, sagt Alexandra Zerl vom Jugendbildungswerk des Kreises. Um diese Lücke zu schließen, beschloss ein kleiner Kreis von Kollegen der Mädchenarbeit, eine mädchengerechte Broschüre zu entwickeln. Die Redaktionsgruppe bestand neben Alexandra Zerl, Anne Kratz von der Jugendförderung Rüsselsheim (Fachstelle Mädchenarbeit), Lena Werth (Jugendförderung Büttelborn), Julia Spitzer (Jugendbüro Riedstadt) und Valerie Rothe (Pro familia Kreis Groß-Gerau). Vielerorts würden nach wie vor die Rechte von Mädchen verletzt werden und Mädchen häufiger von häuslicher Gewalt, Sexismus und Rassismus im öffentlichen Raum betroffen, stellt das Redaktionsteam heraus. Die Corona-Pandemie habe diesen Zustand sogar noch verschärft. Daher sind in der Broschüre auch regionale und bundesweite Online- und Telefonberatungen aufgeführt, wo Mädchen kostenlos, vertraulich und datensicher Hilfe und Unterstützung bekommen können, wenn sie Probleme haben und nicht mehr weiterwissen. „Wichtig ist, dass Mädchen sich Vertrauenspersonen in der Familie, Schule, Jugendarbeit, Mädchenarbeit oder im Bekanntenkreis mitteilen. Die Broschüre ist darüber hinaus eine anonyme Informationsquelle für die Mädchen, wo sie niedrigschwellige Anlaufstellen und Fachkräfte finden können, die ihnen helfen und sie unterstützen“, so Alexandra Zerl.

Die Broschüre ist online auf www.kreisgg.de/maedchenarbeit zu finden. Weitere Informationen zur Broschüre „Mädchen* haben Rechte!“ gibt es bei der Kreisverwaltung, Jugendbildungswerk, Telefon 06152- 989468, Alexandra Zerl, jbw@kreisgg.de.