Duo „Junodori“ begeistert die Besucher in der...

Ein Geheimtipp für Liebhaber von Cocktails und Gin ist die kleine Bar „Wacholderbeere“ in der Frankfurter Straße bereits seit ihrer Eröffnung im Dezember. Doch neben den...

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GROSS-GERAU. Ein Geheimtipp für Liebhaber von Cocktails und Gin ist die kleine Bar „Wacholderbeere“ in der Frankfurter Straße bereits seit ihrer Eröffnung im Dezember. Doch neben den beliebten Getränken können Besucher mittlerweile auch jeden zweiten Freitag im Monat in Wohnzimmeratmosphäre Live-Musik vom Feinsten genießen.

„Anfangs haben wir diese Abende nur sporadisch veranstaltet“, erläuterte Barbara Wiebe. Wiebe ist Musikerin und bereits selbst in der Bar aufgetreten. Begeistert von der Atmosphäre und dem kleinen Rahmen kümmert sie sich seither um die Organisation der „Live im Wohnzimmer“-Abende und holt namenhafte Künstler nach Groß-Gerau. Am Freitag war das Jazz-Duo „Junodori“ aus Köln in der Bar zu Gast. Morgens spielten die beiden noch auf dem Friedensfest in Worms, am Abend begeisterten sie dann mit Eigenkompositionen und Jazz-Standards das Groß-Gerauer Publikum.

Die Stimme von Pianistin und Sängerin Judith Nordbrock erfüllte den gemütlich eingerichteten Raum, während ihr Musikpartner Sergii Cherneko mit seinem Tenorsaxofon lässig an der Schiefertafel lehnte. Einer der Titel, den beide zum Besten gaben, war „You drive me mad“. „Ich habe das Lied für einen befreundeten Musikproduzenten geschrieben. Er ist nie ans Telefon gegangen, wenn man ihn angerufen hat, also dachte ich, dir schreibe ich einen Song“, erzählte Nordbrock. „Und was soll ich sagen? Es hat funktioniert und er hat mich zurückgerufen“, sagte sie und schmunzelte.

Die beiden präsentierten das Stück in der deutschen Version „Du machst mich krank“. Doch auch Klassiker wie „The happiest cat in Hollywood“ fehlten nicht in ihrem Programm.

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Musik lockt immer mehr Gäste in die Räume

War die Bar zu Beginn des kleinen Konzertes noch recht leer, lockte die Musik, die durch die großen geöffneten Fenster auf die Straße drang, im Laufe des Abends immer mehr Besucher in die Räume. „Im Schnitt kommen an Musikabenden wie diesen um die 20 Besucher“, sagte Wiebe. Viele der Besucher seien „Wiederholungstäter“ und kämen regelmäßig. In den Sommerferien werden allerdings keine Wohnzimmer-Konzerte veranstaltet.

Am 17. Juni wird der US-Gitarrist und Grammy-Preisträger Lerry Mitchell den Abschluss der kleinen Konzertreihe vor den Ferien bilden. Eine Reservierung sei für diesen Abend ratsam.

Von Franziska Gütlich