Große und kleine Kinder der Musikschule Maier präsentieren...

Beim Frühlingskonzert der Musikschule Maier zeigen die Kinder ihr Können an vielen Instrumenten.  Foto:hbz/Jörg Henkel  Foto:

Gegründet 1988, ist die Musikschule Maier heute eine der größten Einrichtungen ihrer Art im Umkreis. Unter das Motto „Frühlingserwachen“ stellte Christiane Maier das...

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GINSHEIM. Gegründet 1988, ist die Musikschule Maier heute eine der größten Einrichtungen ihrer Art im Umkreis. Unter das Motto „Frühlingserwachen“ stellte Christiane Maier das erste Konzert im 20. Jahr ihres Bestehens. Ort ist die IGS Main-Spitze. Die Aula war mit Eltern, Kindern und weiteren Angehörigen gut gefüllt. Und selbst die kleinsten Zuhörer spitzten aufmerksam die Ohren.

Aus den verschiedenen Instrumentalklassen spielten große wie kleine Kinder und Erwachsene dem interessierten Publikum einfache bis anspruchsvolle Stücke vor und zeigten, was sie gelernt hatten. Oder lehrten. Der neue Kollege für die Gitarren- und Schlagzeugklassen, Jens Bender, stellte sich mit zwei Eigenkompositionen aus dem Singer-Songwriter-Bereich vor, „Atoms and Emptiness“ und „Knock on Wood“ in Fingerstyle-Technik. Schüler aus den Klassen Harfe, Klavier, Violoncello und Gitarre bestritten das weitere Programm.

Passend zum 20-jährigen Bestehen brachten Mia Eisel und Joans Hofmann den Titel „Birthday Train“ am Klavier als Erste, was sie sicher viel Mut gekostet haben mag. Henriette Luffy ist die einzige Schülerin, die drei Instrumente spielt, sie stieg ein mit einer Klaviersonate von Mozart, glänzte am Cello und spielt zudem Flöte.

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Auftritt im Café Extra als Nachwuchstalent

Anrührend erklangen von Jana David zwei Debussy-Stücke, „La fille aux cheveux de lin“ und „Claire de lune“. Die junge Pianistin hatte diese Lieder als Nachwuchstalent Anfang April auf der Kleinkunstbühne im „Café extra“ in Büttelborn aufgeführt. Darauf ist auch Christiane Maier stolz.

Ein Junge, der, so möchte man meinen, gerade erst laufen kann, spielte Klavier vor vielen Menschen, fast ungerührt, so sah es aus. Nervosität war eher bei denen spürbar, die noch auf ihren Auftritt warteten und etwas unruhig auf dem Stuhl hin und her rutschten. Aber spürbar wurde auch das Vertrauen, das Kinder in Lehrer und die Lehrer in Kinder setzen.

Musikwissenschaftlerin Christiane Maier hat im Übrigen ein tolles Projekt ins Leben gerufen. Mit den Musikweltkindern unternimmt sie eine Musikweltreise, auf der die Kleinen innerhalb eines Jahres zehn verschiedene Instrumente kennenlernen. „Gerade lernen wir mit dem Saxonett den Übergang von der Blockflöte zur Klarinette“, so Maier am Rande des Konzertes. „Letzte Woche haben wir das zum ersten Mal ausprobiert und zwei Kinder, Elias und Jasmina Barki, konnten es so gut, dass sie zwei Lieder beim heutigen Konzert spielen dürfen.“

Von den Kindern des Musik-Vorlaufkurses der Brüder-Grimm-Grundschule Kostheim, wo sieben Lehrer der Musikschule unterrichten und schon das zweite Musical mit Vorschulkindern und Erstklässlern erarbeiten, hörte man „Wir brauchen Kinder“ aus „1000 Farben hat die Welt“.

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Dabei spielten gleich ganze Familien Harfe und wenn der Lehrer auch ein Elternteil ist wie bei Ilja Ivanov und seiner Mutter Valeria Ivanova, bleibt es in der Familie, und wen wunderte es, dass der junge Ilija bei den beiden Chopin-Mazurkas schon nahezu wie ein Profi rüberkam.