Die Quarantänestation des Gernsheimer Tierheims soll bis...

140 000 Euro kostet die neue Quarantänestation. Wenn sie fertig ist, wollen Tierheimleiterin Martina Grundmann und ihre Mitarbeiter dort unter anderem Pensionskatzen unterbringen. Foto: Vollformat/Robert Heiler

Im Gernsheimer Tierheim hofft man auf die zügige Fertigstellung der dringend benötigten Quarantänestation. Allerdings fehlen noch 25 000 Euro, die durch eine Bausteinaktion...

Anzeige

GERNSHEIM. Auch wenn die Bauarbeiten derzeit ruhen, ist Tierheimleiterin Martina Grundmann voll des Lobes. „Das wird richtig schön hier“, sagt sie und zeigt auf den Rohbau der Quarantänestation. Endlich hat das Tierheim dann genügend Platz, um neu aufgenommen Tiere erst mal getrennt von den anderen Tieren unterzubringen. Jedenfalls so lange, bis sicher ist, dass die neuen Tiere keine ansteckenden Krankheiten haben, die sie in das Tierheim einschleppen könnten.

Seit vielen Jahren auf der Wunschliste des Vereins

Die Quarantänestation stand viele Jahre auf der Wunschliste des Vereins ganz oben. Am 10. April wurde dann der Grundstein gelegt. Zunächst musste der Container, in dem bisher die Quarantänetiere untergebracht waren, versetzt werden. Er steht jetzt am Rand des Areals. Dann wurde das kleine Bestandsgebäude entkernt und um dieses Gebäude herum neu gebaut.

Das Ganze ist nicht billig. 140 000 Euro kostet die Maßnahme, wovon der größte Teil aber durch Zuschüsse abgedeckt ist. Allerdings muss der Verein 25 000 Euro aus Eigenmitteln aufbringen, die er eigentlich nicht hat.

Anzeige

Deshalb wurde gleich mit der Grundsteinlegung eine Bausteinaktion gestartet. Bürger oder Firmen, die das Tierheim unterstützen wollen, können einen symbolischen Baustein erwerben. Leider laufe diese Aktion bisher noch ziemlich schleppend, bedauert die Tierheimleiterin.

Wer übrigens 200 Euro und mehr spendet, bekommt an dem Neubau eine kleine Sponsorentafel mit seinem Namen. „Endlich haben wir dann ausreichend Platz“, freut sich Martina Grundmann. „Vor allem viele Regale“. Die braucht dass Tierheim, um die vielen Utensilien für die Pflege richtig lagern zu können.

In den nächsten Wochen werden Verputzer und Installateure erwartet. Bis Jahresende soll die neue Station fertig sein. Versehen mit einem Satteldach, das das bisherige Flachdach des Bestandsgebäudes ersetzt.

Die neue Anlage bietet auch die Möglichkeit, Pensionskatzen unterzubringen. Denn die möchte das Tierheim nicht unbedingt mit den Vermittlungskatzen zusammenbringen. Die sind geimpft, entwurmt und rundum gesund. Eine Pflegekatze kann aber durchaus auch Krankheiten einschleppen. Bisher scheiterte die getrennte Unterbringung am zur Verfügung stehenden Platz.

Wenn die Quarantänestation fertig ist, sollen auch die anderen Gebäude in einem einheitlichen Grau gestrichen werden. Die beiden vorderen Zwinger sollen weichen und hinter dem Haus neu gebaut werden. Der Platz wird gebraucht.

Anzeige

Und dann steht noch ein neues, wasserdurchlässiges Pflaster für den Hof auf dem Wunschzettel. Der Waschbeton, mit dem der Hof ausgegossen ist, sieht nicht mehr schon aus und ist uneben geworden.