GLB besichtigt Klein-Gerauer Problemstellen

Bei "Rundgängen im Ort" schaut sich die Grüne Liste Büttelborn Problemstellen im Ortsteil Klein-Gerau an, wie die Kita Dreißigruten, den Sportplatz und die Bahnsteige.

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KITA, SPORTPLATZ UND BAHNSTEIGE BEI „RUNDGÄNGEN IM ORT“ SCHAUT SICH DIE GRÜNE LISTE BÜTTELBORN PROBLEMSTELLEN AN BÜTTELBORN/WO SIND DIE BAUSTELLEN IN KLEIN-GERAU, DIE ES IN DEN KOMMENDEN JAHREN ANZUPACKEN GILT? DIESE FRAGE WOLLTEN FRIEDER ENGEL UND ANDREA. BÜTTELBORN. Wo sind die Baustellen in Klein-Gerau, die es in den kommenden Jahren anzupacken gilt? Diese Frage wollten Frieder Engel und Andreas Peters von der Grünen Liste (GLB) in der GLB-internen Reihe "Rundgänge im Ort" klären, der auf www.glb-im-web.de nachvollzogen werden kann.

Startpunkt des gut 90-minütigen Ortsrundgangs war die Kita Dreißigruten. Für deren Erweiterung werden am Grundstücksrand Container aufgestellt, die als Gruppenräume dienen, bis mit einem Anbau drei neue Gruppenräume geschaffen sind. Kosten: rund zwei Millionen Euro.

"Deutlich zu teuer", sagt Andreas Peters und bemängelte, dass kaum Chancen bestanden haben, in die Detaildiskussion zu gehen - auch hinsichtlich der Finanzierung. "Wir sehen den Bedarf, aber es ist wichtig, den Bürgern zu vermitteln, was die Maßnahme kosten wird", so Peters. Der Kita-Bereich sei schließlich inklusive Personalkosten der größte Posten im Etat. Für Worfelden diskutierten die Teilnehmer den Standort Volksbank für die Nutzung als Kita anstelle eines Neubaus an der Sporthalle.

Nächster Schwerpunkt für die Ortsentwicklung auf dem Wahlkampfspaziergang war der Sportplatz. Seit 2011 gelte ein Bebauungsplan, der Wohnbebauung für das Gelände vorsehe, erläuterte Peters. Investoren hätten bisher allerdings kein Interesse gezeigt. Als Hauptproblem sieht Peters den erforderlichen Lärmschutz wegen der Bahn, den er auf bis zu zwei Millionen Euro schätzte. Der Bebauungsplan sei laut Peters auch die Ursache dafür, dass der Sportplatz nicht ohne Weiteres saniert oder in einen Kunstrasenplatz umgebaut werden kann. Peters plädierte dafür, zu prüfen, wie sich der Hartplatz ohne größeren Aufwand in einen sogenannten Winterrasenplatz umwandeln lasse, wofür möglicherweise keine Bebauungsplanänderung erforderlich sei. Es gelte, mit den Vertretern des SV Klein-Gerau Alternativen zu prüfen. Denn auch eine Verlegung des Platzes an den Ortsrand ist im Gespräch.

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Dritte Anlaufstelle beim GLB-Rundgang war der Bahnhof. Frieder Engel zeigte die problematischen Stellen, an denen Handlungsbedarf bestehe. Insbesondere die schlechte Erreichbarkeit der Bahnsteige wurde von den Teilnehmern diskutiert. Hier müssten bessere Anbindungen an die Verkehrswege geschaffen werden, zum Beispiel ein Zugang zum südlichen Bahnsteig über das Gasstreppchen.

"Zu einem attraktiven ÖPNV gehören schnelle Direktverbindungen und die Vernetzung der Verkehrsmittel", betonte Engel. Auch die Parkplatzsituation am Bahnhof sei unbefriedigend. Ebenfalls wünschenswert seien E-Ladesäulen für Pendler.

Natürlich wurde auch der Lärmschutz thematisiert. "Wenn die Bahn hier für Lärmschutzmaßnahmen sorgen würde aufgrund der Ausweitung des Güterverkehrs, dann könnte das auch für das benachbarte Baugebiet "Sportplatz" interessant sein, sagte Peters. Aber das könnte sicher noch zehn bis 15 Jahre dauern.