Fest der Kulturen in Bischofsheim

Und jetzt alle zusammen: Die Flöte ist ein in vielen Kulturen bekanntes Instrument. Foto : hbz/Jörg Henkel

Flüchtlingshilfe und Musikschule Maier feiern gemeinsam auf dem Außengelände der Georg-Mongold-Schule Integration. Auch das 20-jährige Bestehen der Musikschule ist Anlass.

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BISCHOFSHEIM. Unter dem Motto „Musik verbindet Kulturen“ feierte die Flüchtlingshilfe am Wochenende auf dem Außengelände der Georg-Mangold-Schule (GMS) ein Integrationsfest. Es gab doppelten Grund zur Freude, denn die Musikschule Maier zelebrierte ihren 20. Geburtstag. In der Aula gab es gestern ein Jubiläumskonzert, dabei präsentierten sich unter anderem die Klavier-, Violine-, Saxofon- und Schlagzeugklassen.

Die Klavierklasse von Christiane Maier spielte den Hochzeitsmarsch sowie dem „Can Can“ von Jacques Offenbach. Die Harfenklasse beeindruckte mit dem „Halleluja“ von Leonard Cohen und die Violinenklasse spielte „Alle meine Entchen“.

Bürgermeister Ingo Kalweit (CDU) gratulierte der Musikschule ebenso wie Siegfried Nachtmann von „Siggis Jazzmen“ zum Jubiläum.

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Auch am Samstagnachmittag gab es ein buntes Programm. Die Flüchtlingshilfe um Leiterin Renate Schellhaas informierte an einem Stand über ihre Arbeit, ein Wissensquiz sorgte für Spannung. Für Kinder gab es im Kunst-Kreativ-Atelier ein weiteres Angebot, die Werbung für die Kunstkurse war gelungen.

Erläuterungen zu Saxofon, Klarinette und Trompete

Migranten boten Spezialitäten an, zudem gab es einen Hähnchenstand. In der Aula stellten die Kinder der Musikschule Maier ihre Instrumente vor. Elias verriet, dass eine Harfe 48 Saiten hat und schon vor 1000 Jahren in Ägypten gespielt wurde. Sahra war beeindruckt von ihrer Klarinette, als Holzblasinstrument eine Schwester des Saxofons. Danach spielte sie das Stück „Die Morgenstimmung“.

Elias informierte über das Mundstück der Trompete und wies stolz auf ein Bild des Trompeters Louis Armstrong hin. Alessia erläuterte die Bedeutung von Schalltrichter und den drei Ventilen. Jasmin informierte über die Querflöte. Konstantin spielte am Klavier den „Hochzeitsmarsch“ aus dem „Lohengrin“ von Richard Wagner. Er betonte, dass ein Klavier 88 Tasten hat, 52 weiße und 36 schwarze. Anna stellte das Keyboard vor, dieses Instrument sei zum Tanzen geeignet. Zum Schluss spielten mehrere Kinder auf der Blockflöte das französische Stück „Sur le Pont d’ Avignon“ sowie einen Boogie-Woogie. Dann erklang der Ohrwurm „Wir sind zusammen groß“. Die Vorsitzende der Gemeindevertretung, Sabine Bächle-Scholz (CDU), lobte die Kinder für ihre tollen Leistungen: „Musik bedeutet Gemeinschaft.“ Die Eltern müssten daheim aber auch schrille Töne ertragen.

Auf dem Schulhof folgte ein weiterer Höhepunkt. Ben Flohr aus Braunschweig bot einen Trommel-Workshop an. Flohr dirigierte die 50 Teilnehmer humorvoll, manchmal forderte er Pausen ein.

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Auch Kinderliedermacher Wolfgang Hering animierte zum Mitmachen. Er spielte zwölf Lieder aus zwölf Ländern. In Französisch ging es um Maxi, der gut tanzen kann. In Spanisch besang Hering eine Puppe, die gerne Paella isst. Und in Russisch besang er Gänse.

Zum Abschluss des Samstagsprogramms trat das „Duo Arabesque“ auf. Renate Schellhaas (Flüchtlingshilfe) und Christiane Maier (Musikschule) zogen ein positives Fazit. Es sei gut, dass sich beide Veranstalter zusammenschließen würden. Am Samstag hätte der Zuspruch der Bürger aber noch besser sein dürfen.