Vorfreude auf den Gerätehaus-Umbau in Weiterstadt

Vor der Fahrzeughalle der Weiterstädter Feuerwehr erklärt Rene Übel von der Einsatzabteilung  beim Tag der offenen Tür Ausrüstungsgegenstände. Foto: Karl-Heinz Bärtl

Die Freiwillige Feuerwehr Weiterstadt gibt beim Tag der offenen Tür Einblick in ihre beengten Räume. Die Sanierung im laufenden Betrieb ist ab Frühjahr 2020 geplant.

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WEITERSTADT. Feuerwehrfrau Caroline Wiegand freut sich. Sonntag war der letzte Tag der offenen Tür bei der Freiwilligen Feuerwehr Weiterstadt (FFW). Jedenfalls in dem Gerätehaus Baujahr 1976. Nächstes Jahr soll das Gebäude saniert und umgebaut werden. Und damit auch zur Freude Caroline Wiegands die provisorische Damenumkleide. „Die platzt aus allen Nähten“, sagt die Feuerwehrfrau. Nach dem Umbau werde es auch Duschen für die Feuerwehrfrauen geben, schildert sie.

„Die Damenumkleide war früher eine Kleiderkammer“, erklärt der stellvertretende Wehrführer Marcus Wiegand. Ein Raum, der, als es nur zwei Feuerwehrfrauen gab, locker gereicht hat. Aber inzwischen sind zehn Frauen (und 75 Männer) in der Einsatzabteilung.

Marcus Wiegand und Wehrführer Klaus-Dieter Hildebrandt freuen sich auch auf eine nach der Sanierung größere Herrenumkleide. „Die ist jetzt gerappelt voll“, sagen sie und zeigen einen Raum, der zwar größer als die Damenumkleide ist, aber eben nicht – gemessen an der Anzahl der Kräfte – siebenmal größer. Die Umkleiden bekommen dann auch eine Schwarz-Weiß-Trennung. Das bedeutet, dass Straßen- und Einsatzkleidung (die ja Rauch- und anderes abbekommt) getrennt aufbewahrt werden.

„Wir haben jetzt noch Räume mit Doppelfunktionen“, schildert Wehrführer Klaus-Dieter Hildebrandt, dass es damit nach der Sanierung vorbei sei. Dann werde beispielsweise auch die Kinderfeuerwehr, die es seit 2015 bei der FFW gibt, einen eigenen Raum bekommen. Und ein Regallager könne dann auch aus der Fahrzeughalle verschwinden.

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„Es wird bestimmt eine Herausforderung, das alles im laufenden Betrieb zu machen“, blickt Rene Göbel, Abteilungsleiter Einsatz, auf die Sanierung. Denn die Feuerwehr und der Bauhof werden nicht ausgelagert.

„Das ist längst überfällig“, kommentieren die Besucher Regina und Horst Bierach die Sanierungspläne und denken dabei besonders an die größeren Umkleiden. „Ich dachte, das sollte schon dieses Jahr losgehen“, wundert sich ein anderer Besucher, dass die Sanierung verschoben wurde. Andere haben von den Umbauplänen nichts mitbekommen, wie ein Familienvater aus Weiterstadt einräumt. „Das ist an mir vorbeigegangen“, sagt auch ein 34 Jahre alter Vater. „Beim Vorbeifahren scheint das, was man sieht, doch völlig ok. Aber wie das innen aussieht, weiß ich nicht.“ Eine Braunshardterin findet, dass die Personalstärke der Wehr höher sein sollte. „Weiterstadt ist groß geworden, da muss sich was tun“, sagt sie und denkt an den Apfelbaumgarten oder die Gewerbegebiete.

Bürgermeister Ralf Möller (SPD) teilt mit, dass der Kreis zurzeit die Baugenehmigung für Feuerwehr und Bauhof prüfe. „Start soll dann im Frühjahr 2020 sein.“ Die Bauarbeiten werden bei optimalem Verlauf zwei Jahre dauern. Und bislang soll das Projekt rund 7,8 Millionen Euro kosten. „Das ist eine der teuersten Maßnahmen, die Weiterstadt jemals gebaut hat“, so Möller.