„FluteEmotion“ schafft Orchesterklang mit Flöten

Beim Konzert von „FlutEmotion“ in der evangelischen Kirche in Gräfenhausen spielen (von links) Nathalie Porth, Sabine Laakso, Nina Schrader-Groschup, Heike Knäbel, Karin Büchler, Judith Aporta-Ullenboom, Nicole Dasadré, Monika Bella und Beate Petri. Foto: Andreas Kelm  Foto: Andreas Kelm
© Foto: Andreas Kelm

Das Flötistinnen-Ensemble „FlutEmotion“ wird in diesem Jahr zehn Jahre alt und hat seinen formellen Sitz in Gräfenhausen. Im Ensemble-Namen kann man auch „Flute“...

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GRÄFENHAUSEN. Das Flötistinnen-Ensemble „FlutEmotion“ wird in diesem Jahr zehn Jahre alt und hat seinen formellen Sitz in Gräfenhausen. Im Ensemble-Namen kann man auch „Flute“ lesen, Englisch für Flöte.

Der jüngste Auftritt der Gruppe war Ende März beim ersten Jubiläumswochenende zu „200 Jahre Moller-Kirche in Gräfenhausen.“ „Eigentlich waren wir zwei Quartette“, blickt Beate Petri, die freiberuflich als Flötistin und Pädagogin arbeitet, auf den Anfang zurück. „Dann hatten wir aber auch Noten für ein größeres Ensemble und wollten das spielen.“ So kamen 2008 zwei Gruppen zusammen und gaben 2009 ihr erstes Konzert. Die Gräfenhäuserin Beate Petri, die beim Musikverein Gräfenhausen ehrenamtlich die Orchester „Die Taktlosen“ und „MusicTeens“ leitet, spielt bei „FlutEmotion“ Flöte und Altflöte.

Von Hauptberuf Musiklehrerinnen

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„Hauptberuflich sind wir alle Instrumentalpädagoginnen“, beschreibt Nina Schrader-Groschup, dass die Flötistinnen Profimusikerinnen sind. „Das sind zum Teil Studien- und Arbeitskolleginnen, erklärt Nina Schrader-Groschup. Sie spielt im Ensemble Flöte und Altflöte.

Gräfenhausen ist jetzt aber keine Hochburg professioneller Flötistinnen, die Ensemblemitglieder kommen unter anderem aus Frankfurt, Glashütten, Offenbach oder Montabaur. Die Alte Schlossschule in Gräfenhausen ist der Ort, an dem das Ensemble probt. Dass so viele Flötistinnen zusammen spielen, sei relativ selten, sagen Beate Petri und Nina Schrader-Groschup. Aber zu acht könne man verschiedene Klangregister aufbringen, was näher an einen orchestralen Klang herankomme. Es gebe auch eine andere Dynamik. „Wir haben auch achtstimmige Stücke“, beschreibt Nina-Schrader-Groschup, die hauptberuflich unter anderem Querflöte für Kinder und Erwachsene an der Musikschule Alzey-Worms, in Langen und Wixhausen unterrichtet.

Kontrabassflöte mit zwei Biegungen

Aktuell spiele „FlutEmotion“ einen Mix aus neuen und bekannten Stücken, beschreibt Nina Schrader-Groschup das Programm mit Kompositionen von Georg Friedrich Händel oder Wil Offermans. „Es gibt inzwischen viel Originalliteratur“, sagt Beate Petri mit Blick auf die Ensemblebesetzung, meistens seien es Kompositionen aus den USA oder Großbritannien.

Aber einige Stücke, die das Ensemble spielt, mussten passend für die Besetzung arrangiert werden. Das übernimmt Karoline Schaeferdiek. Sie ist unter anderem Dozentin für Querflöte am Landesmusikgymnasium von Rheinland-Pfalz. Bei „FlutEmotion“ spielt sie Bassflöte und Kontrabassflöte. Kontrabassflöten stehen am Boden, wenn sie gespielt werden, denn sie sind mannhoch und haben dann noch zwei Biegungen, um eine Klangsäule von über 1,5 Metern zu bekommen.