Buntes Zeichen für Nachbarschaftshilfe in der Riedbahn

Der Christbaum am „Brunner-Eck“ soll den neuen Platz krönen. Aber immer wieder wird die Dekoration zerstört. Foto: Dirk Zengel

Der Weihnachtsbaum am „Brunner-Eck“ wurde geplündert, Anwohner spenden ihre Deko und schmücken ihn erneut

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RIEDBAHN. Die Nachbarschaft zu fördern und das Gemeinschaftsgefühl im Weiterstädter Stadtteil Riedbahn zu stärken ist Ziel des Vereins „Die Riedbähner“. Mit einer spontanen Aktion hat sich nun gezeigt, dass der Verein auf einem guten Weg ist. Ergebnis ist ein hübsch geschmücktes Weihnachtsbäumchen, der Blickfang am neu gestalteten „Brunner-Eck“ in der Riedbahn. Anwohner des Geländes zwischen Wiesenstraße und Riedstraße haben es mit dem dekoriert, was sie noch in Kellern und auf Dachböden hatten. Deshalb sieht es auch äußerst bunt und individuell aus. Und es ist ein Zeichen von Zusammenhalt und bürgerlichem Engagement.

Denn noch bis vor ein paar Tagen sah der Baum noch ganz anders aus. Viele rote und goldene Kugeln hingen daran und auch eine Lichterkette. Kinder bastelten Schmuck für den Tannenbaum, den die nahe gelegene Blumengärtnerei „Brunner“ gespendet hatte. Doch dann kam der Schock: Das Bäumchen wurde geplündert, die Dekoration heruntergerissen und zerstört, die Lichterketten wurden gestohlen. „Wer macht denn so was?“, empörte sich Kathrin Keil von den „Riedbähnern“. Sie hatte zum Baumstellen und -schmücken aufgerufen. Weil ein Großteil der Deko nicht mehr brauchbar oder weg war, bat sie die Anwohner, eigene Deko zur Verfügung zu stellen. Schon einen Tag später war der Baum wieder hübsch dekoriert und beleuchtet. „Das ist Nachbarschaft“, freut sich Kathrin Keil.

Inzwischen liegen schon wieder ein paar kaputte Kugeln auf dem Boden. Der Baum soll das neu gestaltete„Brunner-Eck“ krönen. Nichts mehr erinnert daran, dass das Plätzchen mal Parkplatz, Bauschutt-Ablage und bepflanzter Erdhügel war.

Das ehemalige Gleisbett der Riedbahn auf Höhe der Gärtnerei Brunner wird seit Wochen aufwendig umgestaltet, um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Finanziert wird die Umgestaltung durch Fördermittel des Regionalen Lastenausgleichs.