Ausweichquartier für Braunshardter Grundschüler

Die Astrid-Lindgren-Schule (großes Bild) wird saniert. Schüler und Lehrer werden an die Albrecht-Dürer-Gesamtschule in Weiterstadt (kleines Bild) ausgelagert. Der Landkreis stellt dafür ein eigenes Gebäude auf. Fotos: Guido Schiek, Torsten Boor

Nach den Sommerferien 2020 soll die Braunshardter Astrid-Lindgren-Schule bei der Albrecht-Dürer-Gesamtschule in Weiterstadt unterkommen. Dafür stellt der Landreis ein eigenes...

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BRAUNSHARDT. Die Astrid-Lindgren-Schule in Braunshardt wird saniert und zieht um. „Wir haben ein größeres lachendes Auge“, sagt Schulleiterin Sabine Koenen zu den Plänen. „Unsere Forderung war ja, keine Bauarbeiten im laufenden Schulbetrieb“, erinnert die Rektorin. Und die sei mit dem neuen Kreiskonzept erfüllt.

Laut Kreispressestelle sehen die Pläne für die Astrid-Lindgren-Schule wie folgt aus: Die ALS wird nächstes Jahr ihren Standort in der Braunshardter Lindenstraße verlassen, nach den Sommerferien 2020 wird sie zeitweilig auf dem Gelände der Albrecht-Dürer-Gesamtschule in Weiterstadt sein, in einem eigenen Gebäude.

Dafür kauft der Kreis eine modulare, zweistöckige Schule, die zur Zeit noch in Wermelskirchen (Nordrhein-Westfalen) steht und baut sie im Frühjahr 2020 dort auf, wo bis Sommer 2018 das Mobiskul-Ausweichquartier stand, in dem die Albrecht-Dürer-Schule war. Diese Mobiskul-Pavillons verlegte der Kreis damals vom Gelände der Albrecht-Dürer-Schule nach Münster zur Schule auf der Aue.

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Der Kreis baut die Pavillons aus Wermelskirchen auf die Stelle der alten Mobiskul, weil dort noch die Versorgungsleitungen vorhanden sind. Das wäre beispielsweise auf der Freifläche bei der Turnhalle in der Braunshardter Forststraße nicht der Fall. Diese Fläche hatte die Weiterstädter CDU mal als Standort für einen ALS-Neubau ins Spiel gebracht.

Nach den Sommerferien 2020 wird die ALS dann im Erdgeschoss und dem Obergeschoss der aufgestellten Pavillons sein. Sieben Räume im zweiten Obergeschoss werden der Albrecht-Dürer-Schule zur Verfügung gestellt.

Ab Mitte 2020 soll die Planung für den Erweiterungsbau der Astrid-Lindgren-Schule beginnen. Denn darum geht es bei der Braunshardter Grundschule neben der Sanierung ja auch. Für das Mittagessen im Übergangsquartier müsse man schauen, ob man die alte Mensa der Albrecht-Dürer-Schule nutze oder einen separaten Bereich der neuen Mensa.

„Die Elternvertreter sind informiert“, sagt Sabine Koenen, wie die Kinder dann aus Braunshardt mit möglichst wenig Elterntaxis zur Schule kommen, müsse man noch regeln. Bis zum Sommer 2023 soll die Astrid-Lindgren-Schule in ihrem Übergangsquartier bleiben, dann ist laut der aktuellen Landkreisplanung das Schulgelände in der Lindenstraße saniert, erweitert und bezugsbereit.

Weiterstadts Bürgermeister Ralf Möller (SPD) sieht die Grundschul-Rochade positiv. Der Kreis brauche die Räume für die Oberstufenschüler der Albrecht-Dürer-Schule.

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Sabine Koenen hat „ihre“ neue Schule schon gesehen, sie war mit einer Kreisdelegation in Wermelskirchen. „Ich hatte einen guten Eindruck vom Gebäude“, sagt sie, „die Räume sind hell und geräumig.“