Acht Blechbläser in der Kirche

Die „Brasslbande“ hat in der katholischen Kirche in Weiterstadt musiziert: (von links) Richard Hasenzahl, Wolfgang Degreif, Uwe Klappich, Patrick Klappich, Sebastian Becker, Patrick Becker, Uwe Becker und Frank Klappich. Das Publikum war begeistert.Foto: Marc Wickel  Foto: Marc Wickel
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Immer woanders standen die Musiker der „Brasslbande“ bei ihrem Adventskonzert in der katholischen Kirche in Weiterstadt. Zu Beginn teilten sie sich in zwei Gruppen rechts...

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WEITERSTADT. Immer woanders standen die Musiker der „Brasslbande“ bei ihrem Adventskonzert in der katholischen Kirche in Weiterstadt. Zu Beginn teilten sie sich in zwei Gruppen rechts und links von den Zuhörerbänken auf und bliesen Arthur Bliss’ „Antitonale Fanfare“. Der britische Komponist (1891-1975) hatte das Stück zur Amtseinsetzung von Charles zum Prince of Wales geschrieben. Dabei spielen die Bläser gegeneinander an.

„Willkommen zur nicht ganz so stillen Nacht der Brasslbande“, begrüßte Sebastian Becker die mehr als 80 Zuhörer. Zum Advent gab es auch ein weihnachtliches Gedicht. Patrick Becker erzählte vom Finanzamt, das wissen wollte, wie das Christkind so viel verschenken könne. „Das Christkind rief: ‚Die Zwerge stellen die Geschenke her‘“, las er vor, „da wollte das Finanzamt wissen, wo die Lohnsteuer wär‘“.

Hoch zur violett angestrahlten Orgel

Beim Stück „Rudolph the red nosed Reindeer“ standen alle acht Musiker vorne und spielten, beim dritten Stück („Hosannah“ von Franz Liszt) saßen sieben. Sebastian Becker war mit dem Euphonium hoch an die violett angeleuchtete Orgel marschiert, wo er das Stück zusammen mit Organisten Bernd Bruckner gab. Und bei Felix Mendelssohn-Bartholdys Orgelsonate hatten sogar alle acht Blechbläser Pause.

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Abwechslungsreich ging es nach der Pause weiter: Patrick Klappich trat mit der Piccolo-Trompete und Organist Bernd Bruckner beim „Trumpet Tune“ von Jeremiah Clarke (1674-1707) auf, und Patrick Becker zeigte, dass auch Tuba und Orgel bei einem Adagio von Johann Sebastian Bach gut harmonieren.

Bei „Let it Snow“ variierten die acht Musiker die Klänge bis ins Jazzartige hinein und ließen auch noch „Schneeflöckchen Weißröckchen“ einfließen.

Die Zuhörer waren begeistert. „Das ist sehr gut“, sagte Alfred Schäfer aus Braunshardt. „Und die Akustik in der Kirche ist auch einmalig“, fand er. Alfred Schäfer spielt selbst Posaune und hatte unter anderem bis 1992 das Blasorchester Braunshardt dirigiert. „Saugut“, lobte Frank Keller das Konzert und den eigenen Charme, den ein reines Blechbläser-Ensemble habe. Markus Schönsiegel aus Griesheim fand das Konzert „schön abwechslungsreich“. Ihm gefiel der „schöne Einstieg in den Advent“.

„Das war unser zweites selbstorganisiertes Konzert“, erklärte Patrick Becker. Für solch ein Konzert suche man Musik aus, die man selbst gerne hören möchte, erklärte er. „Und wir spielen Stücke und Soli, mit denen wir zeigen können, wie vielseitig die ,Brasslbande‘ und ihre einzelnen Mitglieder sind.“