Lernlabor am Schuldorf Bergstraße zu Gast

Die Schüler (von links) Jonas Scholz, Maria-Luise Wiegand und Lucas-Marcel Simson probieren Angebote im neuen Lernlabor des Schuldorfs Bergstraße aus.Foto: Karl-Heinz Bärtl  Foto: Karl-Heinz Bärtl

Schülerinnen und Schülern Inhalte des Fachbereichs Informatik zu vermitteln ist nicht immer ganz einfach. Spielerisch gelingt es mit dem Lernlabor Technik, das nun für fünf...

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SEEHEIM-JUGENHEIM. Schülerinnen und Schülern Inhalte des Fachbereichs Informatik zu vermitteln ist nicht immer ganz einfach. Spielerisch gelingt es mit dem Lernlabor Technik, das nun für fünf Jahre den Unterricht im Schuldorf Bergstraße unterstützen wird.

Die Dauerausleihe, die es in diesem zeitlichen Rahmen zum ersten Mal gibt, wurde der Schule durch die Arbeitgeberstiftung Südhessen des Unternehmerverbandes Südhessen ermöglicht.

Zur feierlichen Übergabe waren jetzt neben Schulleiterin Christina Martini-Appel der leitende Schulamtsdirektor Holger Schenk-Boggia sowie der Generalsekretär der Arbeitgeberstiftung und Geschäftsführer des Unternehmerverbandes Südhessen, Wolfgang Drechsler, gekommen.

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Schüler des Leistungskurses Informatik begleiteten die Veranstaltung. Zum ersten Mal mit dem Lernlabor Technik in Berührung gekommen seien sie in der neunten Klasse, erzählten Maria und Elisa aus der Q2. „Das Labor ist kindgerecht aufgebaut, man wird spielerisch an das Thema herangeführt, das ist toll gemacht“, finden die beiden.

Das Lernlabor besteht aus 54 interaktiven Stationen, die es jungen Menschen verschiedener Altersstufen ermöglichen, die Mint-Fächer praxisnah zu erfahren. Auf vielfache Weise können Lehrer das Labor in den Unterricht integrieren und den Schülern so einen neuen Zugang zum Lernfeld Technik bieten. Einige der Aufgaben aber haben es in sich: So lief der erste Durchgang beim „Affen-Puzzle“, an dem sich die Vorsitzende des Schulelternbeirats Ellen de la Mar gemeinsam mit Wolfgang Drechsler versuchte, noch rund. Vier Karten mit jeweils vier halben Affen darauf mussten so gedreht und verrückt werden, dass am Ende alles passte. Schwierigkeitsgrad Nummer 2 war da schon schwieriger, als es galt, 16 Karten in die richtige Position zu bringen. Und es gibt sogar noch weitere Steigerungen des Puzzles. Da das Ergebnis nur durch Ausprobieren erreicht werden könne, sei die Aufgabe hier kaum mehr machbar, erklärte Informatiklehrer Tobias Jördens. „Man würde Jahre dafür brauchen“. Auf anderen Tafeln wird „Rechnen wie ein Computer“ und „Schriftlich multiplizieren“ erklärt, oder wie man mithilfe der Hände und Finger binär zählen kann.

Das Lernlabor Technik wurde im Schuljahr 2013/2014 von Dr. Jens Gallenbacher, Leiter des Lehrstuhls „Didaktik der Informatik“ der TU Darmstadt, erfunden und gemeinsam mit den Unternehmerverbänden Südhessen, verschiedenen Unternehmen, der Agentur für Arbeit und dem Fachbereich Informatik der TU Darmstadt entwickelt.

Bisher haben das Labor über 180 Lehrkräfte und rund 3 800 Schülerinnen und Schüler verschiedener Schulen genutzt.

Von Miriam Gartlgruber