Gemeinsam Gärtnern in Malchen

Gut besucht war die Versammlung der Malchener Einwohner im Bürgerhaus. Foto: Karl-Heinz Bärtl  Foto: Karl-Heinz Bärtl

Seit sechs Jahren sorgt die Dorfgemeinschaft Malchen für neue Aktivitäten im Ort. Nun stellte sich bei der Einwohnerversammlung eine weitere Gruppierung vor, die zusätzliche...

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MALCHEN. Seit sechs Jahren sorgt die Dorfgemeinschaft Malchen für neue Aktivitäten im Ort. Nun stellte sich bei der Einwohnerversammlung eine weitere Gruppierung vor, die zusätzliche Projekte anstößt. Der „Initiativkreis“ regt eine Tauschbörse, ein Genossenschaftslädchen sowie den gemeinsamen Anbau von Lebensmitteln an.

Tauschbörse am SV-Parkplatz

Am weitesten fortgeschritten sind die Überlegungen zur Tauschbörse. In Kooperation mit dem Sportverein will der Initiativkreis eine Hütte auf dem Parkplatz des SV aufstellen, wie Mitgründerin Jana Steingässer berichtete. Dort sollen Regale und Lagerraum, unter anderem für Bücher und Spiele, eingerichtet werden. Wer etwas nicht mehr braucht, kann es abgeben und sich etwas anderes dafür mitnehmen.

Darüber hinaus denkt die Gruppe an einen Bücherschrank in der Ortsmitte bei der kleinen Grünfläche. Hier sollen Bücher, CDs und DVDs getauscht werden.

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Außerdem beschäftigt sich die Nachbarschaftsgruppe mit der Möglichkeit, gemeinsam Lebensmittel nach dem Modell „solidarische Landwirtschaft“ zu produzieren. Dazu sei der losen Vereinigung, zu deren letztem Treffen 22 Teilnehmer kamen, schon ein Grundstück angeboten worden, berichtete Steingässer. Auch für ein Lädchen oder Café habe man ein Gebäude ins Auge gefasst. Hier will die Gruppe jedoch zunächst abklären, wie groß die Nachfrage ist. Das Projekt soll ehrenamtlich betrieben werden. Zu der Einwohnerversammlung hatten die Fraktionen des Ortsbeirats eingeladen. Ziel ist es, nach den Worten von Ortsvorsteher Eckhard Woite (Grüne), über eine „Zuschauerdemokratie“ hinauszukommen und die Wünsche der Bürger besser zu berücksichtigen.

Neben Informationen und Anregungen gab es auch einen ersten Beschluss. Die Mehrheit der rund 50 Bürger sprach sich dafür aus, wieder einen Grenzgang zu organisieren. Geplant ist er für September.

Fragen der Zuschauer bezogen sich auf die umstrittenen Bebauungen „Am Dollacker“. Hierzu berichtete Woite, dass der künftige Bebauungsplan nicht mehr als fünf zusätzliche Häuser zulassen werde. Zwei davon betreffen die Grundstückseigentümer, die sich eine Baugenehmigung gerichtlich erstritten hatten. Drei weitere müssten aufgrund der neuen Rechtslage vorgesehen werden. Der Bebauungsplan biete dann die Sicherheit, dass darüber hinaus der Blütenhang nicht weiter zugebaut werden könne. Woite bestätigte, dass ein neues Verkehrsgutachten erstellt werde.

Von Peter Gutting