Der Seeheim-Jugenheimer Gemeindebrandinspektor wird geehrt

Seeheim-Jugenheims Gemeindebrandinspektor Stefan Katzer wurde geehrt. Foto: Karl-Heinz Bärtl  Foto: Karl-Heinz Bärtl

Als die Freunde zur Jugendfeuerwehr gingen, ging er einfach mit. Aus Neugier – und weil man in jungen Jahren einfach gerne mit den Kumpeln zusammen sein will. Aus dem...

Anzeige

SEEHEIM-JUGENHEIM. Als die Freunde zur Jugendfeuerwehr gingen, ging er einfach mit. Aus Neugier – und weil man in jungen Jahren einfach gerne mit den Kumpeln zusammen sein will. Aus dem Reinschnuppern wurde Leidenschaft. 32 Jahre später erhält Stefan Katzer das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze. Die Auszeichnung nahm Staatssekretär Werner Koch vom hessischen Innenministerium im Rahmen der Verbandsversammlung des Landesfeuerwehrverbandes in Jugenheim vor. Zusammen mit den Kameraden war der Geehrte ein wichtiger Garant, dass die Veranstaltung zur vollen Zufriedenheit der Gäste aus ganz Hessen über die Bühne ging.

Fortbildungen und Lehrgänge in Seeheim organisiert

„Stefan Katzer stellt sicher, dass das Feuerwehrwesen in Seeheim-Jugenheim so funktioniert, dass die Bürger mit Recht ein sicheres Gefühl haben können“, lobte Koch das Engagement des 44-jährigen Gemeindebrandinspektors. Katzers Weg führte von der Jugend zielsicher in die aktive Mannschaft und dort rasch in Führungspositionen. 2003 wurde er stellvertretender Wehrführer, drei Jahre später Wehrführer. Von 2009 bis 2013 hatte der Familienvater zudem die Funktion des stellvertretenden Gemeindebrandinspektors inne. Seit 2013 ist er Gemeindebrandinspektor.

Werner Koch würdigte insbesondere Katzers Verdienste in der Aus- und Fortbildung. Katzer unterstützt den entsprechenden Fachbereich beim Landkreis dabei, wichtige Lehrgänge in Seeheim durchzuführen. „Dabei organisiert er sogar die Verpflegung persönlich und steht selber in der Küche“, lobte Koch. Wenn andere Abteilungen irgendwelche Wünsche an ihn herantrügen, gebe es für Katzer kein „Nein“.

Anzeige

Der Geehrte schätzt an der Feuerwehr die außergewöhnlich intensive Kameradschaft. „Man muss viel geben, aber der Verdienst ist Freundschaft“, sagt er. Ohne Idealismus brauche man allerdings erst gar nicht anzufangen. Dennoch müsse man darauf achten, dass so etwas wie Privatleben und Freizeit nicht völlig zu kurz kommen. In seinen freien Stunden sucht Katzer den Ausgleich, etwa beim Radfahren oder Schwimmen.

Staatssekretär Koch zeichnete auch ein weiteres Mitglied der örtlichen Wehr aus. Rainer Ramge erhielt das neu geschaffene Brandschutzehrenzeichen für 50 Jahre aktiven Dienst, davon 25 Jahre als Wehrführer. Ramge hatte Ende 2016 die Altersgrenze für den aktiven Dienst erreicht und war in die Ehren- und Altersabteilung gewechselt.

Von Peter Gutting