CDU nominiert Alexander Kreissl

Alexander Kreissl aus Lautertal kandidiert in Seeheim-Jugenheim für die CDU ums Bürgermeisteramt. Foto: Karl-Heinz Bärtl  Foto: Karl-Heinz Bärtl

Der Lautertaler Alexander Kreissl tritt am 12. November für die Seeheim-Jugenheimer CDU bei der Bürgermeisterwahl an. Die Mitgliederversammlung hat den 37-Jährigen am...

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SEEHEIM-JUGENHEIM. Der Lautertaler Alexander Kreissl tritt am 12. November für die Seeheim-Jugenheimer CDU bei der Bürgermeisterwahl an. Die Mitgliederversammlung hat den 37-Jährigen am Mittwochabend einstimmig nominiert. 29 Christdemokraten stimmten für ihn, einer enthielt sich. Der Vorstand des Ortsvereins hatte ihn vorgeschlagen.

Als „eine schöne und lebenswerte Gemeinde“ beschrieb Kreissl Seeheim-Jugenheim. Das gelte es auszubauen. Die Finanzpolitik und die Förderung des Ehrenamts sind für Kreissl, der in Bensheim aufgewachsen ist („Ich bin ein Kind der Bergstraße.“), zentrale Punkte, um dieses Ziel zu erreichen.

Finanzpolitik und Ehrenamt als zentrale Themen

Finanzen sind sein Metier. Der gelernte Bankkaufmann und Diplom-Betriebswirt (BA) ist Sachgebietsleiter für Bilanzen bei der Gemeinschaftskasse von zwölf Städten und Gemeinden im Landkreis Darmstadt-Dieburg, zu denen auch Seeheim-Jugenheim gehört. Daher kennt er die Finanzlage der Gemeinde, die er trotz der Kassenkredite von 5,5 Millionen Euro als im Vergleich zu anderen Kommunen „sehr gut“ bezeichnete. Gleichwohl gelte es, mit Investitionen „überlegt, sicher und zukunftsorientiert umzugehen“. In diesem Zusammenhang plädierte er für mehr interkommunale Zusammenarbeit.

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Auch in der Gemeinde will Kreissl, der mit Frau und zwei kleinen Kindern, im Lautertaler Ortsteil Lautern lebt, auf Kooperation setzen, zumal es im Gemeindeparlament keine festen Mehrheiten gibt. Offenheit und Transparenz seien dafür wichtig, auch gegenüber der Bevölkerung. Der Kandidat sprach sich deshalb für mehr Bürgerversammlungen als ein Instrument der Mitbestimmung aus.

Nicht festlegen wollte sich Kreissl bei den derzeit diskutierten Plänen für wiederkehrende Straßenbeiträge. „Ein schwieriges Rechtsthema“, sagte er.

Ein Plädoyer hielt der CDU-Kandidat indes für das Ehrenamt. Es sei „eine zentrale Stütze unserer Gesellschaft“, sagt Kreissl, der sich in einigen Bensheimer Vereinen engagiert.

Dass er nicht aus Seeheim-Jugenheim kommt, sieht Kreissl nicht als Manko. Er wolle sich bei Hausbesuchen den Bürgern vorstellen. Die CDU hatte sich für einen externen Kandidaten entschieden, nachdem die Suche in den eigenen Reihen erfolglos geblieben war.

Kreissl ist bislang der zweite Kandidat, der sich um die Nachfolge von Bürgermeister Olaf Kühn (parteilos) bewirbt, der nicht mehr antritt. Wie berichtet, hat die SPD Hans-Jürgen Wickenhöfer für die Wahl nominiert. Die Grünen wollen im Mai ihren Bewerber benennen. Darauf verzichtet die FDP. Sie will prüfen, welchen Kandidaten sie unterstützt.

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Von Wolfgang Görg