Möglichst viele Runden radeln

Für die Initiative „Du musst kämpfen“ treten insgesamt 51 Teilnehmer beim Spendenradfahren am Stetteritz zugunsten krebskranker Kinder kräftig in die Pedale.Foto: Karl-Heinz Bärtl  Foto: Karl-Heinz Bärtl

Ausgerüstet mit Helm, Wasserflaschen und Rad stehen die wackeren Teilnehmer des Sponsorenradfahrens am Start. Ihr Ziel ist es, möglichst viele Runden auf dem Stetteritzring...

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GUNDERNHAUSEN. Ausgerüstet mit Helm, Wasserflaschen und Rad stehen die wackeren Teilnehmer des Sponsorenradfahrens am Start. Ihr Ziel ist es, möglichst viele Runden auf dem Stetteritzring für die Initiative des verstorbenen Jonathan Heimes „Du musst kämpfen“ zugunsten krebskranker Kinder zu drehen.

„Die zwei Kilometer lange Strecke ist nicht einfach, 48 steile Höhenmeter müssen jedes Mal überwunden werden“, erläutert der Organisator und Initiator Oliver Langer die Verhältnisse. Jeder strampelt so oft durch das Wohngebiet von Gundernhausen, wie er kann. „Nach 62 Runden (122 Kilometer) ist die Höhe der Zugspitze mit 2962 Metern überwunden“, sagt der Organisator. Jede Runde wird mit mindestens zwei Euro von einem Sponsor unterstützt. Auch einige Unternehmen fördern Teilnehmer.

Zuschauer feuern die Teilnehmer an

„Bitte vorsichtig fahren und aufpassen“, wendet sich Langer kurz vor dem Start an die Fahrer, „die Straßenverkehrsordnung ist in Kraft.“ Zwei Kinder lassen Luftballons als Startzeichen aufsteigen. Mit ein paar Sekunden Abstand werden die Radler losgeschickt. Auch Teams dürfen mitmachen. Motiviert werden sie mit Hupen, Ratschen und „Hopp, hopp“-Rufen von den zahlreichen Zuschauern am Streckenrand. „Das Interesse am Projekt ist hoch, die ganze Zeit wurde im Ort darüber gesprochen“, erzählt Langer, der auch selbst mitmacht. Entlang der Strecke gibt es Freiwillige, die Wasser reichen und anfeuern. Im Notfall kann das Rad am Startpunkt repariert werden.

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„Ich mache mit, weil es für einen guten Zweck ist und ich mich auch sonst gerne sportlich betätige“, berichtet eine Frau, die auf dem Stetteritz aufgewachsen ist und in einem fünfköpfigen Team mitfährt. Sie habe nicht extra trainiert, sondern sei meist mit dem Rad unterwegs. Die Strecke bereite ihr keine Sorgen, da sie die Straße kenne und mehrmals strampelnd überwunden habe. Ihr Ziel: 25 Runden.

„Es geht nicht um Zeit, man kann auch abspringen oder stehen bleiben“, fügt Martina Langer an. So kann für den guten Zweck auch bis in die frühen Abendstunden geradelt werden.

Insgesamt kommt bei 51 Teilnehmern über den ganzen Tag eine Spendensumme von circa 4000 Euro zusammen. 900 Runden kämpfen sich die Radler den steilen Anstieg am Wohngebiet Stetteritz hinauf. Das ergibt 43 200 Höhenmeter und eine Gesamtstrecke von 1737 Kilometer. Drei Eifrige (Oli, Peter und Andy aus Gundenhausen) haben tatsächlich die 62 Runden bewältigt, die gleichbedeutend mit der Höhe der Zugspitze sind.

Einen großen Teil der Runden fährt das Team von Lutz Geiß Immobilien. Peter Santner hat seine gesamte Nachbarschaft als Sponsoren gewinnen können. Neben vielen Freizeitsportlern unterstützt auch der ehemalige Radprofi und Juniorenweltmeister Holger Loew die Initiative mit zahlreichen Runden.