Pfungstadts neue Hessentags-Dame steht fest

Natalie Reining und Simon Schmitz repräsentieren Pfungstadt nun als Hessentagspaar. Foto: Stadt Pfungstadt

Nach dem Rücktritt der ausgewählten "Hessentags-Dame", steht nun eine Nachfolgerin fest. Natalie Reining übernimmt das Ehrenamt an der Seite von Simon Schmitz.

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PFUNGSTADT. Die neue Pfungstädter Hessentagsdame steht fest, das teilt die Stadtverwaltung in einer Mitteilung mit. Die Nachfolge von Paola Pulido Sierra tritt die 33-jährige Natalie Reining an. Die Pfungstädterin wird an der Seite von Simon Schmitz die repräsentativen Aufgaben des Hessentagspaares übernehmen. Die zunächst ausgewählte „Hessentags-Dame“ hatte Mitte August aus persönlichen Gründen ihr Amt niedergelegt.

Insgesamt neun Bewerberinnen hatten sich in der zweiten Runde auf das Ehrenamt beworben. Mehr als noch bei der letzten Wahl im Mai. Woran das liegt? „Ich glaube Herr Schmitz und Frau Pulido Sierra waren in den vergangenen Monaten hier und da schon bei verschiedenen Veranstaltungen präsent“, fasst Stadtverordnetenvorsteher Oliver Hegemann, der Teil des Auswahlkomitees war, zusammen. Mit der Veröffentlichung der ersten Künstler, wurde die Veranstaltung für die Pfungstädter außerdem konkreter, ist er überzeugt. „Die ersten Tickets sind ja bereits im Verkauf.“

Sieben Bewerberinnen in der engeren Auswahl

Von den neun Bewerberinnen hatten es sieben in die engere Auswahl geschafft. Diese sieben Kandidatinnen mussten sich dann am vergangenen Sonntag in Kurzinterviews beweisen. Neben Hegemann saßen außerdem die Integrationsbeauftragte der Stadt, Halima Gutale und die Vorsitzende des Sozialausschusses Bärbel Spengler in der Jury. Sie waren auch in der ersten Auswahlrunde, als Pulido Sierra den Zuschlag erhielt, mit von der Partie gewesen.

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Reining und ihre Konkurrentinnen mussten in den 15-minütigen Kurzinterviews fragen zu ihrer Motivation und ihrem Bezug zu Pfungstadt beantworten, erklärt Hegemann. „Wir haben tolle Gespräche geführt“, berichtet er von dem langen Auswahlprozess, der am Sonntag gegen 19.30 Uhr beendet gewesen sei. Letztlich sei die Wahl einstimmig auf Reining gefallen. Die Gründe: Weil sie gut zu Simon Schmitz, der den männlichen Part des Hessentagspaares darstellt, passe und außerdem, weil sie neue Ideen eingebracht habe.

Natalie Reining ist Förderschullehrerin an einer Schule in Bensheim und habe die Idee gehabt, ihre und andere Förderschulen aus der Region in den Hessentag zu integrieren. „Dieser inklusive Gedanke hat uns sehr gefallen“, erläutert Hegemann. Schließlich ist Pfungstadt 2023 auch Host Town der Special Olympics World Games. „Wir hoffen da auf Synergien.“

Inklusiver Gedanke hat überzeugt

Natalie Reining fasst ihre Motivation so zusammen: „Ich bin in Pfungstadt aufgewachsen und habe mein ganzes Leben hier verbracht – meine Wurzeln sind in Pfungstadt, hier leben meine Familie und meine Freunde. Für mich ist Pfungstadt eine schöne Stadt und ich lebe sehr gerne hier. Gerade deshalb engagiere ich mich auch mit Freude in meiner Heimat.“ Die diesjährige Pfungstädter Straßenkerb, die vom 9. bis 11. September stattfindet, bildet den Auftakt für das Hessentagspaar Natalie und Simon. Auf dem Festumzug am Kerbfreitag, ab 17.30 Uhr, wird das Paar vor dem städtischen Hessentagswagen fahren und sich der Öffentlichkeit präsentieren.

Hegemann hofft, die Bewerberinnen, die nicht den Zuschlag bekommen haben, als ehrenamtliche Helferinnen in anderen Positionen für den Hessentag gewinnen zu können. „Einige wollen wir da nochmal ansprechen, es gibt in der Organisation viel zu tun.“