Open Air auf der Liegewiese

Spaß und Musik gibt es seit Donnerstag auf dem „Phungo-Festival“ am stillgelegten Pfungstäder Schwimmbad. Foto: Karl-Heinz Bärtl  Foto: Karl-Heinz Bärtl

Swing-Musik schallt vom Schwimmbad- Gelände. Die Big Band des Musikvereins 1926 Pfungstadt eröffnet am Donnerstagabend das Abendprogramm des „Phungo Festivals“. Vor der...

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PFUNGSTADT. Swing-Musik schallt vom Schwimmbad- Gelände. Die Big Band des Musikvereins 1926 Pfungstadt eröffnet am Donnerstagabend das Abendprogramm des „Phungo Festivals“. Vor der Bühne sitzen die Besucher in der Abendsonne und wiegen ihre Köpfe im Takt. Die eingezäunte Liegewiese des stillgelegten Schwimmbades an der Dr.-Horst-Schmidt-Halle hat sich in ein Open-Air-Areal verwandelt. Elf Tage gibt es hier Programm.

Harry Hegenbarth schaut zufrieden über das Terrain. „Es sind mehr Besucher als im vergangenen Jahr“, sagt der Veranstalter von Showmaker Entertainment aus Bensheim. Im vergangenen Jahr war Premiere. „Da hatten wir schon ordentlich Fahrt aufgenommen“, sagt Hegenbart. Auch wenn es wirtschaftlich noch kein Erfolg war: „Für das erste Mal war es gut.“ In den ersten drei Jahren könne man noch keine Gewinne erwarten. Aber dann. Potenzial sei da, das hätten die Schlusstage im Juli 2016 gezeigt. Hegenbrath hofft, dass die Besucher dieses Jahr wiederkommen.

Ganz entspannt der Big Band lauschen

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Andres Marandi und seine Frau Triin sind wieder dabei. „Das hat uns im vorigen Jahr viel Spaß gemacht“, sagt der Seeheimer und lehnt sich in dem Liegestuhl zurück, um der Big Band zuzuhören. Um die Bühne sind Dutzende Liegestühle gruppiert. Dahinter Bierzelt-Garnituren unter Schirmen. An einem Tisch sitzen Arthur und Gerlinde Brandl. Sie sind zum ersten Mal gekommen. „Letztes Jahr dachten wir, das sei eher etwas für junge Leute“, sagt der 73-jährige Pfungstädter.

„Wir wollen etwas für Jung und Alt bieten“, lautet Hegenbarths Intention. Entsprechend breit gefächert sind die rund 80 Programmpunkte. Swing, Jazz, Pop, Punk und Coverrock gehören ebenso dazu wie ein Poetry Slam und Feuershows. „Dabei kann es auch mal richtig zur Sache gehen“, kündigt Hegenbarth an. Beispielsweise mit den Gruppen „DNS“ und „Spliff Uppercut“ am Samstag, 15. Juli. „Im vergangenen Jahr waren wir gemächlicher.“

Geblieben ist, dass der Eintritt frei ist, nur der erste Getränkebecher kostet vier Euro Manches hat der Veranstalter aber verändert. Vor allem für Familien mit Kindern. In diesem Jahr gibt es bis zum 23. Juli an jedem Nachmittag Kinderprogramm. Werktags ab 15 Uhr, samstags und sonntags ab 11 Uhr.

An diesem Donnerstagnachmittag gleicht das Festival bei der Eröffnung einem großen Kinderspielplatz mit Bühne. Gut 200 Kinder, Eltern und Großeltern tummeln sich auf der Wiese. Im Schatten haben fünf Familien ihre Decken ausgebreitet. Neun Kinder gehören dazu. Die sind aber nicht zu sehen. „Es ist toll, dass die Kleinen hier frei herumlaufen können“, sagt Stefanie Schienemeyer.

Der Nachwuchs vergnügt sich unterdessen bei „Flausenfabrik“ von Clown Otsch. Mit einem Gummiband lassen die Kinder Plüschtiere durch die Luft wirbeln, wenige Meter weiter produziert eine Maschine jede Menge Seifenschaum. Drumherum wuseln die jungen Besucher. In den nächsten Tagen haben sich noch der Zirkus Hallöchen und das „Rotzfreche Spielmobil“ angesagt. Darauf wartet die dreijährige Fenja aus Eschollbrücken. „Wegen der Rollenrutsche“, sagt ihre Mutter Jasmin Mehr.

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Für den Abend steht noch die Frankfurter Gruppe „TürZuEsZieht“ im Programmheft, das in diesem Jahr dicker ist als 2016. „Wir versuchen, immer wieder neue Gruppen für das Festival zu entdecken“, sagt Hegenbarth. Den ersten Tag verbucht er als einen guten Festivaltag.

Von Wolfgang Görg