Großes Aufräumen im Waldbrandgebiet von Münster

Die Kreisregner, die während des gesamten Einsatz den Waldbodens gekühlt hatten, sind bereits abgebaut. Jetzt werden am Samstag die übrigen Schläuche eingerollt, die noch auf dem 34 Hektar großen Gelände liegen.  Fotos: Dirk Zengel / Christina Kolb

Fast zwei Wochen nach dem Ausbruch des Waldbrandes in Münster steht am Samstag das große Aufräumen an: In dem betroffenen Waldstück soll das gesamte Material abgebaut werden.

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MÜNSTER. Fast zwei Wochen nach dem Ausbruch des verheerenden Waldbrandes in Münster ist immer noch alles ruhig auf dem Areal nahe des Ortsteils Breitefeld – diese erfreuliche Nachricht konnte Münsters Feuerwehrsprecher Michael Sühl am Donnerstag vermelden. „Für uns ist das Thema abgeschlossen, wir gehen nicht davon aus, dass sich dort noch ein Brand entwickelt“, versichert Sühl gegenüber dieser Redaktion. Nach dem offiziellen „Feuer aus“ am Samstag war die Einsatzleitung wieder an die Feuerwehr Münster übergegangen, die sich diese Woche um die Überwachung des Waldstücks gekümmert hat.

Drohne ortet Glutnester

Dabei waren auf dem 34 Hektar großen Areal mit der Drohne der Feuerwehr Kleestadt immer wieder einzelne Glutnester geortet worden, die vor allem in Baumstümpfen und Wurzeln schlummerten. „Diese konnten aber in einem frühen Stadium gelöscht werden“, informiert Kreisbrandinspektor Heiko Schecker.

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Vorsichtshalber wurden die Bewässerungssysteme – sprich: die Schläuche – vorerst nicht abgebaut, damit man im Fall eines Falles schnell reagieren kann. Das soll aber am Samstag in einer großen Aufräumaktion passieren: Bereits morgens um 8 Uhr werden alle an den Löscharbeiten beteiligten Feuerwehren mit Gerätewagen und Logistik am Feuerwehrhaus Münster eintreffen, um dann gemeinsam im Wald das gesamte Material abzubauen. Die hochwertigen Geräte wie etwa Pumpen, Verteiler, Strahlrohre und Kreisregner waren bereits am vergangenen Samstag abgebaut worden. Sie lagern seitdem in der Waschhalle der Feuerwehr Münster. „Im Wald liegen aktuell nur noch Schläuche, auch die werden von den jeweiligen Wehren eingesammelt“, erklärt Schecker.

Aufräumen und Instandsetzen

Dann beginnt das große Sortieren der Schläuche und Geräte, die aber jeweils markiert seien und so der jeweiligen Wehr zugeordnet werden könnten. Danach geht es in den jeweiligen Stützpunkten ans Instandsetzen: „Die Materialien sind total verschmutzt, sie müssen gereinigt, kontrolliert und repariert werden. Einige Schläuche sind natürlich verbrannt, die müssen ersetzt werden“, so Schecker. Die Kosten trage der Landkreis, da der Wald sowohl auf Münsterer als auch auf Dieburger Gemarkung gebrannt hat.

Nach dem großen Aufräumen soll der Einsatz im Waldbrandgebiet dann auch endgültig abgeschlossen sein. „Wie wir es jetzt einschätzen und bewerten können, ist der Einsatz dann erledigt“, gibt Schecker zu verstehen und fügt hinzu: „Da passiert jetzt nichts mehr, irgendwann ist die Energie auch aus dem Boden raus.“

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Die Ermittlungen der Polizei zur Ursache des verheerenden Waldbrandes, der am 13. August ausgebrochen war, dauern aber weiter an. Die Beamten schließen Brandstiftung nicht aus, weil es bereits in den Tagen zuvor zwei kleinere Feuer nahe des Muna-Geländes gegeben hatte. „Es gibt aber aktuell keine neuen Erkenntnisse“, erklärte Polizeisprecher Felix Seitz am Donnerstag. Die Ermittlungen dauern an, und die Kripo sucht nach wie vor Zeugen, die gebeten werden, sich unter Telefon 06151-9690 bei der Polizei zu melden.