Wegen eines technischen Defekts ruft Nieder-Beerbach den Wassernotstand aus. Der Hochbehälter droht, leer zu laufen. Wie sollen sich Bewohner während anhaltender Hitze verhalten?
NIEDER-BEERBACH. Im Mühltaler Ortsteil Nieder-Beerbach wurde am Montagnachmittag Trinkwassernotstand ausgerufen. Tanklaster werden organisiert, um den Hochbehälter „Himmelsberg“ aufzufüllen. Dieser drohe leerzulaufen, informierte Niels Sarke (CDU), Ortsvorsteher von Nieder-Ramstadt.
Wie die Gemeinde Mühltal auf ihrer Homepage informierte, sei ein technischer Defekt der Grund für die angespannte Trinkwasserversorgung. Außerdem würde derzeit sehr viel Trinkwasser wegen der hohen Temperaturen entnommen. Die Gemeindeverwaltung war am Nachmittag nicht für weitere Auskünfte zu erreichen.
Wie Niels Starke mitteilte, wird der Hochbehälter üblicherweise von einem anderen Wassertank der Gemeinde gespeist. Allerdings habe es eine Störung in der Elektronik gegeben, sodass kein Nachschub mehr in den Hochbehälter „Himmelsberg“ floss. Die Feuerwehr fuhr am Nachmittag durch den Ortsteil und informierte die Bürger per Lautsprecherdurchsage über die Situation. Die Nieder-Beerbacher sind aufgerufen, sparsam mit Trinkwasser umzugehen.
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Da die Trinkwasserampel für Nieder-Beerbach auf „Rot“ steht, bedeutet das, dass die Garten-/Rasenbewässerung sofort einzustellen ist. Es sollte kein Trinkwasser zum Waschen von Fahrzeugen oder zur Reinigung von Terrassen genutzt werden. Die Befüllung oder Nachspeisung von Pools und Zisternen ist zu unterlassen.
Die Gemeinde Mühltal hat vor wenigen Jahren ein Ampelwarnsystem für die Trinkwasserversorgung eingeführt. Hintergrund war der Wassernotstand in Frankenhausen, der ebenfalls dazu geführt hatte, dass der Ort mit Trinkwasser aus Tanklastern versorgt werden musste.